{"id":20153375,"updated":"2023-07-28T06:10:18Z","additionalIndexing":"09;34;1236","affairType":{"abbreviation":"Ip.","id":8,"name":"Interpellation"},"author":{"councillor":{"code":2624,"gender":"m","id":1134,"name":"Recordon Luc","officialDenomination":"Recordon"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2015-03-20T00:00:00Z","legislativePeriod":49,"session":"4917"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2015-06-17T00:00:00Z","text":"Erledigt","type":30}]},"federalCouncilProposal":{"date":"2015-05-20T00:00:00Z"},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1426806000000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1434492000000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2370,"gender":"m","id":305,"name":"Berberat Didier","officialDenomination":"Berberat"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2624,"gender":"m","id":1134,"name":"Recordon Luc","officialDenomination":"Recordon"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"15.3375","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Der SIM-Karten-Hersteller Gemalto hat eingeräumt, dass ihm die Codes zahlreicher SIM-Karten gestohlen worden sind. Diese Tat scheint ein Werk des amerikanischen Geheimdienstes NSA und seines britischen Gegenstücks GCHQ gewesen zu sein. Man kann sich fragen, was das soll, wo doch die Telekommunikation über das Netz nicht verschlüsselt wird und somit auch abgehört werden kann, wenn man nicht über diese Codes verfügt. Es könnte aber sein, dass das Abfangen im Netz am Endpunkt eines Datenflusses beschwerlicher ist als an dessen Ausgangspunkt, weil die Identifikation dann schwierig ist. Möglich wäre auch, dass sich die besagten Geheimdienste ganz einfach ein zusätzliches Instrument beschaffen wollten, um sich in den Informationsaustausch einzuschleichen. Vorstellbar ist schliesslich auch, dass die Beschaffung der Codes die widerrechtliche Aneignung einer Identität ermöglicht, die auf andere Weise ausgeschlossen ist.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>1. Der Bundesrat hat von den entsprechenden Medienberichten Kenntnis genommen. Die zuständigen Behörden klären den Sachverhalt sowie mögliche Konsequenzen für die Schweiz vertieft ab. Die Berichterstattung zu diesen Fragen verläuft über die Geschäftsprüfungsdelegation.<\/p><p>Die Schweizer Mobilfunkbetreiber haben ihrerseits mit Gemalto abgeklärt, ob Schweizer SIM-Karten von einem allfälligen Diebstahl betroffen seien. Laut ihren Angaben haben die Abklärungen ergeben, dass die Sicherheitssysteme sowohl bei den Schweizer Mobilfunkbetreibern wie auch bei Gemalto auf einem sehr hohen Stand seien und dass gegenwärtig keine Hinweise darauf vorlägen, dass unberechtigte Dritte in den Besitz entsprechender Schlüssel gelangt seien.<\/p><p>2. Ein SIM-Karten-Zertifikat (auch kryptografischer Schlüssel genannt) wird vom Hersteller auf der zugehörigen SIM-Karte hinterlegt und ebenfalls in der Datenbank des entsprechenden Mobilfunkbetreibers abgelegt. Dieses Zertifikat ist für jede ausgegebene SIM-Karte unterschiedlich. Es dient zum einen der Überprüfung der Berechtigungen der Kundin oder des Kunden (Authentifizierung). Zum andern bildet es die Grundlage zur Verschlüsselung der Übertragung von Sprache und Daten zwischen dem Handy und den Mobilfunkantennen bzw. dem Mobilfunknetz.<\/p><p>Bei der älteren GSM-Technologie beschränkt sich die Verschlüsselung auf die mittels Funk betriebene Strecke zwischen Handy und Antenne. Bei den neueren Mobilfunktechnologien (UMTS, LTE) umfasst sie zusätzlich weitere interne Schnittstellen eines Mobilfunknetzes. Eine komplette Ende-zu-Ende-Verschlüsselung besteht bei den gegenwärtig verwendeten Mobilfunksystemen nicht.<\/p><p>Falls unberechtigte Dritte in den Besitz von SIM-Karten-Zertifikaten gelangen, besteht grundsätzlich die Gefahr, dass diese die Kommunikation zwischen dem entsprechenden Mobilfunkgerät und der für den Verkehr verwendeten Mobilfunkantenne mit geeigneten Mitteln mithören können. Dazu muss sich der Abhörende allerdings im Sendebereich von Mobilfunkgerät und Mobilfunkantenne befinden, das heisst im Umkreis von wenigen Kilometern.<\/p>  Antwort des Bundesrates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:<\/p><p>1. Hat er Kenntnis von den untenerwähnten Sachverhalten, und hat er deren Folgen geprüft?<\/p><p>2. Wenn ja, worin besteht die tatsächliche Bedrohung für die Privatsphäre der Benutzerinnen und Benutzer von Fernmeldediensten?<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Entwendung von SIM-Codes bei der Firma Gemalto durch die Geheimdienste NSA und GCHQ"}],"title":"Entwendung von SIM-Codes bei der Firma Gemalto durch die Geheimdienste NSA und GCHQ"}