{"id":20153578,"updated":"2025-11-14T06:57:00Z","additionalIndexing":"1216;28","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"councillor":{"code":2601,"gender":"f","id":1156,"name":"Heim Bea","officialDenomination":"Heim"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2015-06-17T00:00:00Z","legislativePeriod":49,"session":"4919"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2017-05-02T00:00:00Z","text":"Ablehnung","type":22}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2015-08-26T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"EDI","id":4,"name":"Departement des Innern","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1434492000000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1493676000000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2516,"gender":"f","id":494,"name":"Meier-Schatz Lucrezia","officialDenomination":"Meier-Schatz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2684,"gender":"f","id":3881,"name":"Gilli Yvonne","officialDenomination":"Gilli"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2744,"gender":"f","id":4031,"name":"Ingold Maja","officialDenomination":"Ingold"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2652,"gender":"f","id":1295,"name":"Graf-Litscher Edith","officialDenomination":"Graf-Litscher"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2608,"gender":"f","id":1147,"name":"Kiener Nellen Margret","officialDenomination":"Kiener Nellen"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2502,"gender":"m","id":478,"name":"Joder Rudolf","officialDenomination":"Joder"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2630,"gender":"f","id":1129,"name":"Schenker Silvia","officialDenomination":"Schenker Silvia"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2747,"gender":"f","id":4036,"name":"Streiff-Feller Marianne","officialDenomination":"Streiff"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2734,"gender":"m","id":4007,"name":"Chopard-Acklin Max","officialDenomination":"Chopard-Acklin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2583,"gender":"f","id":1131,"name":"Allemann Evi","officialDenomination":"Allemann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2666,"gender":"f","id":3830,"name":"Carobbio Guscetti Marina","officialDenomination":"Carobbio Guscetti"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2760,"gender":"m","id":4049,"name":"Aebischer Matthias","officialDenomination":"Aebischer Matthias"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2763,"gender":"m","id":4061,"name":"Hardegger Thomas","officialDenomination":"Hardegger"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2777,"gender":"f","id":4069,"name":"Feri Yvonne","officialDenomination":"Feri Yvonne"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2792,"gender":"m","id":4076,"name":"Hadorn Philipp","officialDenomination":"Hadorn"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3014,"gender":"f","id":4107,"name":"Amarelle Cesla","officialDenomination":"Amarelle"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3024,"gender":"m","id":4118,"name":"Lohr Christian","officialDenomination":"Lohr"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2328,"gender":"m","id":224,"name":"Tschäppät Alexander","officialDenomination":"Tschäppät"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3026,"gender":"f","id":4121,"name":"Gysi Barbara","officialDenomination":"Gysi Barbara"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3034,"gender":"f","id":4130,"name":"Masshardt Nadine","officialDenomination":"Masshardt"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3035,"gender":"f","id":4131,"name":"Friedl Claudia","officialDenomination":"Friedl Claudia"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3036,"gender":"f","id":4134,"name":"Munz Martina","officialDenomination":"Munz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3051,"gender":"f","id":4149,"name":"Häsler Christine","officialDenomination":"Häsler"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2601,"gender":"f","id":1156,"name":"Heim Bea","officialDenomination":"Heim"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"15.3578","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Gewalt an alten Menschen im Rahmen der Betreuung und Pflege daheim wie auch zum Teil in Alters- und Pflegeheimen und weiteren Altersinstitutionen ist auch in der Schweiz eine traurige Realität.<\/p><p>Hochrechnungen gehen davon aus, dass jeder fünfte alte Mensch Opfer von psychischer oder physischer Gewalt wird. Grund dafür sind häufig Überforderung und Hilflosigkeit der Pflegenden. Die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter (UBA) fordert daher eine nationale Strategie zur Bekämpfung von Gewalt im Alter. Die häusliche Betreuung und Pflege wie auch jene in Alters- und Pflegeheimen müssen im Rahmen des Projekts Altersreform 2020 des Bundes auf die politische Agenda kommen. Eine Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt anhand von Fällen der UBA erstmals auf, welche Konfliktmuster der häuslichen Gewalt im Alter zugrunde liegen. In der Beantwortung des Postulates 10.4123 war der Bundesrat nicht bereit, einen Bericht zur \"Gewalt im Alter\" zu erstellen, und verwies auf eine Studie des deutschen Bundesministeriums. Er schrieb zudem, Gewalt im Alter würde mit verschiedenen Massnahmen angegangen. Im Rahmen laufender Leistungsverträge nach Artikel 101bis AHVG mit gesamtschweizerisch tätigen gemeinnützigen privaten Institutionen würden für die verschiedenen Dienstleistungen zugunsten betagter Menschen und ihrer Angehörigen qualitätssichernde und -fördernde Massnahmen verlangt zur Verhinderung von Übergriffen und Missbräuchen. Zu prüfen sei, wie das Thema Gewalt in den betreffenden Leistungsverträgen besser berücksichtigt werden könne. Die neue Schweizer Studie zeigt bedenkliche Situationen und Häufungen im Rahmen der häuslichen Gewalt auf. Das sollte Grund genug sein, dass sich der Bund dem Thema der Gewalt an älteren Menschen im Rahmen der Betreuung und Pflege daheim wie auch in Alters- und Pflegeheimen oder anderen Institutionen vertieft widmet und Vorschläge im Sinne einer nationalen Strategie für Verbesserungen macht. Es ist wenig sinnvoll, wenn jeder einzelne Kanton für sich allein nach Lösungen sucht.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Für den Bundesrat sind Gewalt und Misshandlungen gegenüber allen Menschen nicht tolerierbar. Um wirkungsvolle Massnahmen der Prävention und Strafverfolgung zu ergreifen, ist es wichtig, die Umstände und Hintergründe von Gewalthandlungen zu kennen. Der Bundesrat begrüsst deshalb die Aktivitäten der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter (UBA) sowie von Forschungsstellen, die über die Hintergründe von Gewalt an alten Menschen aufklären. Offensichtlich ist, dass Gewalt und Misshandlung häufig auf die Überforderung und Hilflosigkeit von Pflegenden bzw. Betreuenden zurückzuführen ist.<\/p><p>Der Bundesrat hat bereits in seiner Stellungnahme vom 11. März 2010 zum Postulat Heim 10.4123, \"Gewalt und Misshandlung im Alter\", betont, dass die Hilfe und Pflege von Betagten grundsätzlich Aufgabe der Kantone ist. Die im Nachgang dazu im Jahr 2011 durchgeführte Befragung der Kantone hinsichtlich des Bedarfs für eine nationale Koordinations- und Beschwerdestelle hat gezeigt, dass ein solcher nicht besteht. Die Kantone haben hingegen die Wichtigkeit des Austauschs und der Zusammenarbeit von kantonalen und lokalen Stellen betont sowie die Kenntnis der kantonalen Gesetzgebung und Gegebenheiten vor Ort. Von zentraler Bedeutung ist dabei die gut funktionierende Zusammenarbeit unter den verschiedenen Akteuren, wie der Schweizerischen Konferenz gegen häusliche Gewalt (SKHG; ein Zusammenschluss der kantonalen Interventions- und Koordinationsstellen gegen häusliche Gewalt), den Ombudsstellen für das Alter und anderen Beschwerdestellen.<\/p><p>Im Rahmen der Leistungsverträge, die der Bund gestützt auf Artikel 101bis des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) mit gesamtschweizerischen Altersorganisationen abschliesst, ist die Erhaltung der Autonomie und Würde der alten Menschen eine zentrale Zielsetzung. So ist denn auch eine zunehmende Sensibilisierung der Institutionen und Verantwortlichen hinsichtlich von vorbeugenden Massnahmen zur Verhinderung von Gewaltanwendungen und Misshandlungen im Altersbereich und in Altersinstitutionen festzustellen. Verschiedene Organisationen fördern zudem im Rahmen von Kampagnen und Projekten den gewaltfreien Umgang mit älteren Menschen und unterstützen die UBA mit namhaften Beiträgen.<\/p><p>Mit dem Aktionsplan zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen, der am 5. Dezember 2014 vom Bundesrat verabschiedet wurde, sollen die Rahmenbedingungen für betreuende und pflegende Angehörige so verbessert werden, dass diese sich langfristig engagieren können, ohne sich zu überfordern bzw. in einen Erschöpfungszustand geraten zu müssen. Zudem haben Bund, Kantone und Nichtregierungsorganisationen gemeinsam den Bericht \"Psychische Gesundheit in der Schweiz: Bestandsaufnahme und Handlungsfelder\" (der Bericht findet sich unter <a href=\"http:\/\/www.nationalegesundheit.ch\/de\/projekte\/psychische-gesundheit\/bericht-psychische-gesundheit\/index.html\">http:\/\/www.nationalegesundheit.ch\/de\/projekte\/psychische-gesundheit\/bericht-psychische-gesundheit\/index.html<\/a>) erarbeitet und arbeiten im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie (2014-2017) sowie der Nationalen Strategie Palliative Care (2013-2015) zusammen.<\/p><p>Mit den verschiedenen Initiativen soll die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Pflegende und Betreuende sollen bei der anspruchsvollen Aufgabe, ältere Menschen, auf Hilfe Angewiesene, Schwerkranke und sterbende Menschen zu begleiten, Unterstützung finden.<\/p><p>Damit wird deutlich, dass der Bund die Anliegen des Postulates auf verschiedenen Ebenen bereits angeht. Die laufenden oder teilweise in Umsetzung befindlichen Arbeiten zielen alle darauf hin, benachteiligte Menschen wo immer möglich zu unterstützen und zu schützen.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament Vorschläge für eine nationale Strategie zur Bekämpfung von Gewalt im Alter vorzulegen und allfällige nötige rechtliche Voraussetzungen aufzuzeigen.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Gewalt im Alter. Nationale Strategie zur Bekämpfung von Gewalt gegenüber älteren Menschen"}],"title":"Gewalt im Alter. Nationale Strategie zur Bekämpfung von Gewalt gegenüber älteren Menschen"}