{"id":20154041,"updated":"2023-07-28T05:53:00Z","additionalIndexing":"48","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"councillor":{"code":2608,"gender":"f","id":1147,"name":"Kiener Nellen Margret","officialDenomination":"Kiener Nellen"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2015-09-25T00:00:00Z","legislativePeriod":49,"session":"4920"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2017-03-14T00:00:00Z","text":"Ablehnung","type":22}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2015-11-18T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1443132000000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1489446000000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2129,"gender":"f","id":487,"name":"Leutenegger Oberholzer Susanne","officialDenomination":"Leutenegger Oberholzer"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2601,"gender":"f","id":1156,"name":"Heim Bea","officialDenomination":"Heim"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2630,"gender":"f","id":1129,"name":"Schenker Silvia","officialDenomination":"Schenker Silvia"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2714,"gender":"m","id":3911,"name":"Voruz Eric","officialDenomination":"Voruz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2527,"gender":"m","id":504,"name":"Rossini Stéphane","officialDenomination":"Rossini"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2417,"gender":"f","id":354,"name":"Semadeni Silva","officialDenomination":"Semadeni"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2759,"gender":"m","id":4057,"name":"Wermuth Cédric","officialDenomination":"Wermuth"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2778,"gender":"m","id":4074,"name":"Fridez Pierre-Alain","officialDenomination":"Fridez"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2792,"gender":"m","id":4076,"name":"Hadorn Philipp","officialDenomination":"Hadorn"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2795,"gender":"m","id":4091,"name":"Reynard Mathias","officialDenomination":"Reynard"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3000,"gender":"f","id":4095,"name":"Rytz Regula","officialDenomination":"Rytz Regula"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3028,"gender":"f","id":4123,"name":"Schneider Schüttel Ursula","officialDenomination":"Schneider Schüttel"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2608,"gender":"f","id":1147,"name":"Kiener Nellen Margret","officialDenomination":"Kiener Nellen"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"15.4041","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Für Fussgängerinnen und Fussgänger ist oftmals schwer abschätzbar, wie lange sie noch bei Rotlicht an einem Fussgängerstreifen warten müssen. Einerseits schalten die Ampeln nicht immer wie erwartet, und andererseits verleiten längere Rotphasen eilige Menschen dazu, die Fahrbahn trotz Haltesignal zu überqueren. Gerade wenn Leute in Eile sind, weil sie zum Beispiel einen Zug erreichen müssen, empfinden sie die Rotphasen oft als unverhältnismässig lang. Ein gutes Mittel, Klarheit zu schaffen und die Verkehrssituation zu verbessern, sind sogenannte Countdown-Ampeln. Die Ampel zeigt den wartenden Fussgängerinnen und Fussgängern an, wie viele Sekunden die Rotphase noch dauert.<\/p><p>Lichtsignalanlagen mit Sekundenanzeige, also \"Restrot\"- oder Countdown-Ampeln, gibt es bereits vielerorts, so flächendeckend in Dänemark, Asien und den USA, aber auch in vielen europäischen Städten und Gemeinden, beispielsweise in Madrid oder der Hamburger Innenstadt.<\/p><p>In Hamburg wurden die Countdown-Ampeln bei ihrer Einführung 2006 ausgiebig getestet. Die Untersuchung wurde damals auch wissenschaftlich begleitet. Das Ergebnis war, dass sich die Rotlicht-Verstösse von Fussgängerinnen und Fussgängern um über 20 Prozent bis zu einem Drittel reduzierten. Mit der Anzeige im Blick habe sich bei den Passantinnen und Passanten eine grössere Gelassenheit eingestellt, lautete das Fazit. Dieses Resultat zeugt von einer wesentlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit. Diese wird noch verbessert, wenn auch die Dauer der Grünphase heruntergezählt wird. Für ältere oder gehbehinderte Menschen wird damit besser abschätzbar, ob es zur Überquerung der Fahrbahn noch reicht. Und sie können sich entsprechend verhalten. In den meisten Ländern gibt es das System der Countdown-Anzeige auch für den Autoverkehr mit sehr positiven Ergebnissen. <\/p><p>Ich bitte daher den Bundesrat, über die Gründe der Einführung und der Wirkungen auf die Verkehrssicherheit in diesen Ländern zu berichten sowie abzuklären, ob dieses System der Lichtsignalsteuerung bei Fussgängerstreifen bzw. Kreuzungen nicht auch in der Schweiz eingeführt werden könnte.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Die Idee, Lichtsignalanlagen zusätzlich mit Zeitzählern für das Anzeigen der Dauer der Rotlichtphase auszurüsten, wurde bereits mehrfach geprüft. Die Prüfungen zum Einsatz von Countdown-Ampeln haben jedoch ergeben, dass die Nachteile den Nutzen überwiegen:<\/p><p>Immer häufiger werden Lichtsignalanlagen abhängig von der Verkehrsfrequenz gesteuert. Die Dauer der einzelnen Rot- oder Grünphasen richtet sich dabei einerseits nach dem Verkehrsaufkommen, andererseits beeinflusst aber auch der öffentliche Verkehr die Dauer dieser Phasen. Hinzu kommt, dass bei vielen Fussgängerampeln mittels Drücken eines Knopfes oder Berühren eines Sensors ein Phasenunterbruch eingeleitet wird. Die Rotphase wird durch diesen Phasenunterbruch teilweise erheblich verkürzt. Die Ampeln sind aber so eingestellt, dass die durch den Phasenunterbruch eingeleitete Verkürzung der Rotphase auch davon abhängt, wie lange die letzte Grünphase zurückliegt. Aufgrund dieser vielen Einflussfaktoren wären Zeitzähler an Fussgängerampeln nur bedingt aussagekräftig, da die angezeigte Sekundenzahl bis zur nächsten Grünphase zum Teil erhebliche Sprünge machen würde. Zudem würde die Einführung eines Zeitzählers die geschilderten komplexen technischen Abläufe der Lichtsignalsysteme weiter verkomplizieren, was mit erheblichen Kosten verbunden wäre.<\/p><p>Auch was den Nutzen einer Zeitanzeige der Grünphase für ältere oder gehbehinderte Menschen angeht, ist Skepsis angebracht. Die Dauer der Phasen mit Grün bzw. Gelb sollte genügend lang sein, um auch langsameren Fussgängerinnen und Fussgängern das Queren der Strasse in einem angemessenen Tempo zu ermöglichen. Für gehbehinderte oder ältere Personen könnte der Countdown-Zähler bei Grün sogar als störend empfunden werden, da sie sich dadurch unter Druck gesetzt fühlen könnten.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Möglichkeit der Einführung von sogenannten Countdown-Ampeln an Fussgängerübergängen bzw. Kreuzungen zu prüfen.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Countdown-Ampeln für eine verbesserte Verkehrssicherheit"}],"title":"Countdown-Ampeln für eine verbesserte Verkehrssicherheit"}