{"id":20154141,"updated":"2024-03-26T22:01:36Z","additionalIndexing":"2841","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"councillor":{"code":2750,"gender":"m","id":4042,"name":"Frehner Sebastian","officialDenomination":"Frehner"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion V","code":"V","id":4,"name":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2015-12-16T00:00:00Z","legislativePeriod":50,"session":"5001"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2016-03-18T00:00:00Z","text":"Annahme","type":20},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2017-06-12T00:00:00Z","text":"Keine Abschreibung","type":59},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2017-06-12T00:00:00Z","text":"Im Zusammenhang mit der Beratung des Geschäfts 17.006.","type":0},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2023-09-28T00:00:00Z","text":"Abschreibung im Zusammenhang mit der Beratung des Geschäfts 22.062","type":0}]},"federalCouncilProposal":{"code":"+","date":"2016-02-24T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"EDI","id":4,"name":"Departement des Innern","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1450220400000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1458255600000+0100)\/","id":209,"name":"Überwiesen an den Bundesrat"},{"date":"\/Date(1695852000000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2670,"gender":"m","id":3867,"name":"Aebi Andreas","officialDenomination":"Aebi Andreas"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2681,"gender":"f","id":3878,"name":"Flückiger-Bäni Sylvia","officialDenomination":"Flückiger Sylvia"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3002,"gender":"m","id":4103,"name":"Hausammann Markus","officialDenomination":"Hausammann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3037,"gender":"m","id":4135,"name":"Clottu Raymond","officialDenomination":"Clottu"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2618,"gender":"m","id":1111,"name":"Müri Felix","officialDenomination":"Müri"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3076,"gender":"m","id":4162,"name":"Grüter Franz","officialDenomination":"Grüter"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3095,"gender":"f","id":4173,"name":"Sollberger Sandra","officialDenomination":"Sollberger"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3096,"gender":"f","id":4174,"name":"Steinemann Barbara","officialDenomination":"Steinemann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2750,"gender":"m","id":4042,"name":"Frehner Sebastian","officialDenomination":"Frehner"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion V","code":"V","id":4,"name":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei"},"type":"author"}],"shortId":"15.4141","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung sollte gewährleistet sein, dass nur Therapien mit klarem Mehrnutzen für den Patienten angeboten werden. Es gibt jedoch immer wieder Hinweise auf eine Über- und Fehlversorgung in Form von medizinisch nicht indizierten, unzweckmässigen oder unwirtschaftlichen Leistungen und einer dementsprechenden Mengenausweitung:<\/p><p>1. Tausende Meniskusoperationen sind unnötig: Trotz Studien, die den Nutzen der Arthroskopie bei Meniskusschäden bezweifeln, boomt die Anzahl der in der Schweiz getätigten Eingriffe (\"Schweiz am Sonntag\", 18.Mai 2014).<\/p><p>2. Häufig werden Leistungen erbracht, die mehr schaden als nützen, zum Beispiel CT oder MRT in den ersten sechs Wochen bei unspezifischen Kreuzschmerzen (\"Choosing Wisely\"-Liste, Schweizerische Gesellschaft für allgemeine innere Medizin).<\/p><p>3. Koronarangiografien: Schweizweit hätte in etwa 5000 Fällen pro Jahr ein Belastungs-EKG ausgereicht, was viel günstiger und weniger invasiv bzw. riskant gewesen wäre als eine Katheteruntersuchung der Herzkranzgefässe (Studie im Auftrag der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften, Mitteilung SAMW, 4. März 2015).<\/p><p>Es braucht dringend Massnahmen gegen Über- und Fehlversorgung. Nur so kann die Behandlungsqualität gewährleistet und können unnötige Kosten vermieden werden, welche die Prämien in die Höhe treiben, ohne dass den Versicherten daraus ein Nutzen entsteht.<\/p><p>Das Problem der Überversorgung wurde auch im Ausland erkannt. Zum Beispiel wurde in den USA der Gedanke \"Less is more\" entwickelt. Dieser führte zur Lancierung der Kampagne \"Choosing Wisely\" durch das American Board of Internal Medicine. Es handelt sich um die Veröffentlichung von teuren, häufigen, unnützen medizinischen Leistungen, auf welche verzichtet werden kann.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Der Bundesrat erachtet das Thema der angemessenen medizinischen Versorgung als sehr wichtig. In seiner Gesamtschau Gesundheit 2020 hat der Bundesrat mehrere Ziele und Massnahmen definiert, die die im Postulat genannten Themen bereits aufnehmen (1.1. Verbesserung der integrierten Versorgung; 2.3. Stärkung der Gesundheitskompetenz und der Selbstverantwortung; 2.2. Stärkung der Pauschalabgeltung gegenüber den Einzelleistungen; 3.1. Reduktion nicht wirksamer und ineffizienter Leistungen, Verfahren und Medikamente).<\/p><p>Verschiedene Projekte sind bereits im Gange. Das Projekt \"Koordinierte Versorgung\" verfolgt unter anderem auch das Ziel, Massnahmen für spezifische Patientengruppen zu lancieren, die viele und aufwendige Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Weiter ist der Bundesrat daran, die Aktivitäten im Bereich Health Technology Assessment (HTA) auszubauen. In diesem Rahmen wurde ein HTA-Programm zur Reevaluation von medizinischen Leistungen lanciert. Am 1. Februar 2016 fand zudem die dritte Nationale Konferenz Gesundheit 2020 statt, die dem Thema Fehlversorgung im Sinne von nichtangemessenen medizinischen und pflegerischen Leistungen gewidmet war. Der Bundesrat unterstützt daher eine weiterführende Betrachtung dieses Themas.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und aufzuzeigen, welche Massnahmen und Regelungen notwendig sind, um die Überversorgung im Gesundheitswesen zu bekämpfen. Es sollen insbesondere die folgenden Möglichkeiten unter dem Aspekt der Einhaltung der wettbewerblichen Grundwerte studiert werden:<\/p><p>1. Pauschale Vergütungsmodelle für den ambulanten Bereich, welche den mengentreibenden Einzelleistungstarif ganz oder teilweise ersetzen können;<\/p><p>2. Schaffung von Disease-Management-Programmen, welche für chronisch kranke Personen obligatorisch wären;<\/p><p>3. Verpflichtung, einem integrierten Versorgungsmodell beizutreten, um die Koordination der Pflege zu optimieren.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Massnahmen gegen die Überversorgung im Gesundheitswesen"}],"title":"Massnahmen gegen die Überversorgung im Gesundheitswesen"}