{"id":20163381,"updated":"2023-07-28T05:15:28Z","additionalIndexing":"15;34","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"councillor":{"code":3060,"gender":"m","id":4182,"name":"Béglé Claude","officialDenomination":"Béglé"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion C","code":"M-E","id":3,"name":"CVP-Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2016-06-06T00:00:00Z","legislativePeriod":50,"session":"5004"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2018-02-28T00:00:00Z","text":"Ablehnung","type":22}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2016-08-17T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"WBF","id":8,"name":"Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1465164000000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1519772400000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":3060,"gender":"m","id":4182,"name":"Béglé Claude","officialDenomination":"Béglé"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion C","code":"M-E","id":3,"name":"CVP-Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"16.3381","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die Digitalisierung ist dabei, den ganzen Industriesektor grundlegend zu verändern.<\/p><p>Mit Hilfe des \"Internets der Dinge\" sind Werkzeuge, Messinstrumente, Montagevorrichtungen und Bauteile jetzt in der Lage, dank integrierter Mikrochips miteinander zu kommunizieren. Diese Technologie erlaubt eine Fernsteuerung der Produktions- und Logistikprozesse und ist ein zentrales Element der \"Smart Factory\" von morgen. Die \"predictive maintenance\" (vorausschauende Wartung) antizipiert die Wartung der Maschinen, macht Kontrollen überflüssig und wird bestimmend sein für die Geschäftsmodelle der KMU. Ausserdem ist es durch äusserst flexible Montagezellen mit modularem Aufbau jetzt möglich, \"nach Mass\" zu produzieren. Alle diese Veränderungen sind ebenso sehr technischer wie auch kultureller Natur.<\/p><p>Diese Umwälzungen werden grosse Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation haben. Tausende von Arbeitsplätzen werden verloren gehen, gleichzeitig werden aber auch Tausende von neuen Stellen geschaffen werden, worauf wir uns hinsichtlich der Aus- und Weiterbildung vorbereiten sollten. Diese Revolution spricht direkt die Innovationskultur an, die für die Schweiz so typisch ist. Denn im Endeffekt birgt sie mehr Chancen als Risiken für die Schweizer Industrie, der sich durch den wachsenden Bedarf an immer höherentwickelten Maschinen und Geräten neue Geschäftschancen eröffnen werden. Dasselbe gilt auch für den Dienstleistungssektor, dem sich in Zukunft ebenfalls eine Unzahl von Geschäftsmöglichkeiten auftun wird.<\/p><p>Nutzen wir diese Chancen rechtzeitig. Auf in den Kampf!<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Die Digitalisierung der Wirtschaft birgt ohne Zweifel Chancen für die hiesigen Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Schweiz. Allerdings ist der von neuen Technologien beflügelte Strukturwandel nicht neu; er begleitet die Schweizer Volkswirtschaft schon seit vielen Jahren. Der Bundesrat verfolgt die aktuelle Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Volkswirtschaft laufend. Für ein ressourcenarmes Land wie die Schweiz, ist es nach Auffassung des Bundesrates zentral nicht nur die Chancen der \"Industrie 4.0\" im Speziellen, sondern diejenigen der Digitalisierung im Allgemeinen möglichst gut zu nutzen.<\/p><p>Die am 20. April 2016 veröffentlichte bundesrätliche Strategie Digitale Schweiz zeigt auf, wie Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammenarbeiten müssen, damit die mit der Digitalisierung einhergehenden Transformationsprozesse zum Nutzen der Schweiz gestaltet werden können. Ein Bericht über die Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft, welcher bis Ende 2016 zuhanden des Bundesrates verfasst wird, ist ein zentraler Bestandteil dieser Strategie. Zusätzlich zur Strategie Digitale Schweiz sind weitere Berichte zur Digitalisierung in Ausarbeitung. Dazu gehören in Beantwortung des Postulates Reynard 15.3854, \"Automatisierung. Risiken und Chancen\", ein Bericht zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt sowie in Beantwortung des Postulates Vonlanthen 16.3080, \"Auswirkungen des digitalen EU-Binnenmarkts auf die Schweiz\", ein Bericht zu den Auswirkungen der Schaffung des digitalen Binnenmarkts der EU auf die Schweizer Wirtschaft.<\/p><p>Die Strategie Digitale Schweiz wird im Dialog mit Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft laufend überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt. Dadurch wird sichergestellt, dass neue Entwicklungen, welche für die Schweiz von Bedeutung sind, in die Strategie aufgenommen werden und ein möglicher Handlungsbedarf für den Bund identifiziert werden kann.<\/p><p>Zudem begrüsst der Bundesrat die von den Wirtschaftsverbänden Swissmem, Electrosuisse, asut und SwissT.net ins Leben gerufene Plattform \"Industrie 2025\". Diese Plattform bezweckt u. a. die Information, Sensibilisierung, Vernetzung und Förderung Schweizer Unternehmen rund um Themen der \"Industrie 4.0\".<\/p><p>Die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Wirtschaft können nach Auffassung des Bundesrates innerhalb der bestehenden Strukturen und Plattformen erörtert werden. Dazu sind nach heutiger Auffassung keine institutionalisierten, neuen staatlichen Strukturen notwendig.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Schaffung einer nationalen Koordinationsstelle zu prüfen, um einen erfolgreichen Übergang zur \"Industrie 4.0\" sicherzustellen.<\/p><p>Die Digitalisierung wird die Industrie revolutionieren und zur Entwicklung der \"Industrie 4.0\" führen. Diese Transformation, die bereits begonnen hat, wird tiefgreifend sein, schnell ablaufen und weltweit stattfinden. Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben wollen, werden sich ihr stellen müssen. Viele KMU fürchten sich jedoch davor. <\/p><p>Die Schweiz gewährt privaten Initiativen prinzipiell viel Raum. Das ist eine gute Sache. Um jedoch einen erfolgreichen Übergang zur \"Industrie 4.0\" zu gewährleisten, ist eine Koordination der Anstrengungen, die von den Dachorganisationen, den Branchenorganisationen, den Hochschulen und anderen unternommen werden, nötig. In Deutschland geschieht das übrigens schon seit etwa fünf Jahren. Eine solche Koordinationsstelle könnte dazu beitragen, dass diese digitalen Strategien schnell verbreitet und in die KMU-Strategien integriert würden. Ausserdem würden sie den kulturellen Wandel erleichtern und ein schnelles Vorankommen ermöglichen. Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen, und die Schweiz darf sich nicht abhängen lassen.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Industrie 4.0. Schaffung einer nationalen Koordinationsstelle"}],"title":"Industrie 4.0. Schaffung einer nationalen Koordinationsstelle"}