{"id":20163699,"updated":"2023-07-28T05:16:00Z","additionalIndexing":"52;15","affairType":{"abbreviation":"Ip.","id":8,"name":"Interpellation"},"author":{"councillor":{"code":2654,"gender":"m","id":1318,"name":"Schelbert Louis","officialDenomination":"Schelbert"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2016-09-26T00:00:00Z","legislativePeriod":50,"session":"5005"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2016-12-16T00:00:00Z","text":"Erledigt","type":30}]},"federalCouncilProposal":{"date":"2016-11-23T00:00:00Z"},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"EDI","id":4,"name":"Departement des Innern","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1474840800000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1481842800000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2654,"gender":"m","id":1318,"name":"Schelbert Louis","officialDenomination":"Schelbert"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"16.3699","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Seit der Beantwortung der Interpellation 15.4105 durch den Bundesrat hat sich die Situation hinsichtlich der Gewinnung von PMSG verbessert. Die in Aussicht gestellten Massnahmen wurden an die Hand genommen und zeigen zum Teil bereits Wirkung.<\/p><p>1. PMSG wird in der Schweiz zwar weiterhin eingesetzt, doch werden in erster Linie Lagerbestände aufgebraucht. Schätzungen der Tierärzteschaft gehen davon aus, dass der Einsatz von PMSG seit Bekanntwerden der tierschutzwidrigen Gewinnung in Uruguay und Argentinien um etwa 80 Prozent abgenommen hat. Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) und die Schweizerische Vereinigung für Schweinemedizin empfehlen ihren Mitgliedern auch weiterhin, PMSG-haltige Medikamente so lange nicht einzusetzen, als die Importfirma nicht mehr Transparenz zeigt und bis eine unabhängige Delegation aus Experten im Veterinärbereich die Produktion in Südamerika besichtigen kann. Auch Suisseporcs hält ihren Aufruf, PMSG aus tierschutzwidriger Produktion nicht einzusetzen, aufrecht. <\/p><p>2. Beide Grossverteiler distanzieren sich weiterhin von der Herstellung von Tierarzneimitteln unter tierschutzwidrigen Bedingungen. Der Einsatz von Präparaten mit dem Wirkstoff PMSG ist in den Labelproduktionen von Coop und Migros nicht zulässig.<\/p><p>3. Die Veterinärbehörden von Argentinien und Uruguay nehmen die Problematik ernst. Amtliche Tierschutzkontrollen in den Betrieben finden statt, und es wurden Massnahmen verfügt. Entsprechende Richtlinien wurden erarbeitet. Die Behörden sowohl Uruguays als auch Argentiniens haben das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen über die Ergebnisse der ersten Kontrollen informiert und stellten in Aussicht, dies auch weiterhin zu tun.<\/p><p>4. Erste Gespräche mit der EU-Kommission und Veterinärbehörden einzelner Mitgliedstaaten wurden geführt. Konkrete Rückmeldungen zu allfälligen weiteren Abklärungen stehen bisher aber noch aus. <\/p><p>5. Das Thema wurde mit der OIE besprochen. Die OIE hat im Bereich Tierschutz mehrere Richtlinien publiziert, unter anderem auch für den Umgang mit Arbeitspferden. Die entsprechenden Grundsätze sind auch für die vorliegende Thematik einzuhalten, sie sind jedoch allgemeiner Natur. Die Aufnahme von spezifischen Regeln für die Gewinnung von PMSG ist zurzeit nicht vorgesehen. <\/p>  Antwort des Bundesrates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Gegen Ende 2015 machten fürchterliche Tierquälereien an trächtigen Stuten Schlagzeilen. Zu Tausenden wurde ihnen in Uruguay und in Argentinien zu pharmazeutischen Zwecken in kurzen Abständen literweise Blut abgenommen. Ihr Blutserum enthält ein Hormon, das auch Nutztierzüchtern in der Schweiz diente, um die Brunst insbesondere von Schweinen und ihre Fortpflanzung anzutreiben und zu koordinieren. <\/p><p>Auf die Interpellation 15.4105 antwortete der Bundesrat, seines Erachtens erziele ein Importverbot für tierquälerisch erzeugtes Pregnant Mare Serum Gonadotropin (PMSG) weniger Wirkung als der Einsatz in den relevanten internationalen Gremien für alternative Wege zur längerfristigen Behebung von tierschutzwidrigen Umständen in den Ursprungsländern und die Wahrnehmung der Selbstverantwortung der Marktteilnehmer. Er stellte verschiedene Massnahmen in Aussicht.<\/p><p>Es stellt sich die Frage, ob sich die Einschätzung des Bundesrates in der Realität bestätigt. Ich bitte ihn deshalb, die folgenden Fragen zu beantworten: <\/p><p>1. Fand in der Schweiz eine bleibende Praxisänderung statt? Hatten die Interventionen von Tierärzten, Suisseporcs usw. nachhaltigen Erfolg? Wie entwickelt sich der Verkauf von PMSG in der Schweiz?<\/p><p>2. Halten Migros und Coop ihre Massnahmen weiterhin aufrecht? Sind andere Lebensmittelhändler ihren Interventionen gefolgt?<\/p><p>3. Finden in Südamerika die angekündigten verstärkten Kontrollen statt? Kann der Bundesrat etwas zu Inspektionsergebnissen aussagen? Wenn nicht: Bis wann rechnet er damit?<\/p><p>4. Was ergaben die in Aussicht gestellten Abklärungen der EU-Kommission? Rückmeldungen?<\/p><p>5. Hat die Schweiz das Thema in die Welttiergesundheitsorganisation (OIE) eingebracht? Gibt es konkrete Massnahmenpläne? Andere internationale Entwicklungen auf diesem Gebiet?<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Review zu den Tierquälereien an trächtigen Stuten in Südamerika"}],"title":"Review zu den Tierquälereien an trächtigen Stuten in Südamerika"}