﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20163840</id><updated>2023-07-28T04:44:29Z</updated><additionalIndexing>36;52;55</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Ip.</abbreviation><id>8</id><name>Interpellation</name></affairType><author><councillor><code>2569</code><gender>f</gender><id>806</id><name>Graf Maya</name><officialDenomination>Graf Maya</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion G</abbreviation><code>G</code><id>6</id><name>Grüne Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2016-09-30T00:00:00Z</date><legislativePeriod>50</legislativePeriod><session>5005</session></deposit><descriptors /><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2016-12-16T00:00:00Z</date><text>Erledigt</text><type>30</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>2016-11-16T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>WBF</abbreviation><id>8</id><name>Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2016-09-30T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2016-12-16T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2654</code><gender>m</gender><id>1318</id><name>Schelbert Louis</name><officialDenomination>Schelbert</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2745</code><gender>m</gender><id>4032</id><name>Jans Beat</name><officialDenomination>Jans</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2754</code><gender>m</gender><id>4052</id><name>Ritter Markus</name><officialDenomination>Ritter</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3016</code><gender>f</gender><id>4102</id><name>Bertschy Kathrin</name><officialDenomination>Bertschy</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3003</code><gender>m</gender><id>4093</id><name>Glättli Balthasar</name><officialDenomination>Glättli</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3002</code><gender>m</gender><id>4103</id><name>Hausammann Markus</name><officialDenomination>Hausammann</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3036</code><gender>f</gender><id>4134</id><name>Munz Martina</name><officialDenomination>Munz</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3051</code><gender>f</gender><id>4149</id><name>Häsler Christine</name><officialDenomination>Häsler</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3058</code><gender>f</gender><id>4184</id><name>Arslan Sibel</name><officialDenomination>Arslan</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3086</code><gender>f</gender><id>4186</id><name>Mazzone Lisa</name><officialDenomination>Mazzone</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3066</code><gender>m</gender><id>4200</id><name>Campell Duri</name><officialDenomination>Campell</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>3068</code><gender>m</gender><id>4201</id><name>de la Reussille Denis</name><officialDenomination>de la Reussille</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2569</code><gender>f</gender><id>806</id><name>Graf Maya</name><officialDenomination>Graf Maya</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion G</abbreviation><code>G</code><id>6</id><name>Grüne Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>16.3840</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Für die Produktion von Schweizer Industriekirschen spielt der Hochstammanbau auch heute noch eine grosse Rolle. Rund drei Viertel der Produktion stammen von Hochstammbäumen aus den Regionen Nordwestschweiz und Innerschweiz. Trotz dem Wegfall der Exportsubventionen ist es der Obstbranche gelungen, den Absatz von Schweizer Industriekirschen aufrechtzuerhalten. Diese Anstrengungen im Markt drohen nun durch den Befall der Kirschbäume mit der Kirschessigfliege zunichtegemacht zu werden. Ebenso betroffen sind Industriezwetschgen aus Hochstammanbau. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) stammt aus Japan und wurde über Nordamerika nach Europa und seit 2011 auch in die Schweiz eingeschleppt. Die kleine Fruchtfliege vermehrt sich rasch und hat ein breites Nahrungsspektrum. Daher richtet sie heute in der ganzen Schweiz in Steinobst-, Beeren- und Weinkulturen beträchtliche Schäden an. Dieses Jahr wurden grosse Teile der Industriekirschenernte vernichtet. Als einziges wirksames Mittel gegen die Fliege haben sich bis jetzt feine Netze erwiesen, die aber bei Hochstammbäumen nicht eingesetzt werden können. Die Forschungsarbeiten sowohl an Agroscope wie am Forschungsinstitut für Biolandbau (Fibl) laufen zwar auf Hochtouren. Werden aber in gegebener Zeit für den Hochstammanbau nicht wirksame Schutzmassnahmen gefunden, droht der Industriekirschen- und Zwetschgenanbau sowohl auf Hochstammbäumen als auch in Anlagen trotz Bedarf zu verschwinden - und somit auch ein Teil der ökologisch und kulturell wertvollen Hochstamm-Landschaften der Schweiz.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;1. Agroscope und Fibl haben frühzeitig die besonderen Herausforderungen erkannt, welche der Schutz der Hochstammbäume gegen die Kirschessigfliege im Vergleich zum bereits schwierigen Schutz von Intensivanlagen für Tafelkirschen und -zwetschgen darstellt. Spezifische Empfehlungen stehen den Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern von Hochstammbäumen über die jährlich aktualisierte technische Broschüre "Feldobstbau" zur Verfügung. Diese werden durch einen monatlichen Newsletter und weitere Beratungsunterlagen sowie die Informationsveranstaltungen der kantonalen Beratung ergänzt. Massnahmen, die heute praxistauglich sind und empfohlen werden können, genügen jedoch nicht, den Ertrag auf Hochstammbäumen wirkungsvoll zu schützen. Einige der zurzeit geprüften Lösungsansätze haben aber durchaus das Potenzial, genügend Wirkung zu erzielen, um damit die Voraussetzung für eine nachhaltige Steinobstproduktion auf Hochstämmen zu schaffen und damit ihren Beitrag für Natur und Landschaft zu sichern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Die diesjährigen Versuchsergebnisse von Agroscope zeigen, dass der Einsatz von Gesteinsmehlen natürlicher Herkunft (Kalk und Kaolin) den Befall durch die Kirschessigfliege reduzieren kann. Wie auch in Intensivanlagen gilt es in den nächsten Jahren, diese Massnahme zu optimieren und in praktikablen, das gesamte Agrarökosystem umfassenden Bekämpfungsstrategien einzubauen. In der Hochstammproduktion von Zwetschgen und Pflaumen wird der Einsatz von seitlichen Netzen geprüft. Auch diese Massnahme müsste mit weiteren Verfahren kombiniert werden (z. B. Massenfang bzw. "Attract and kill"-Verfahren), um ausreichend Schutz zu gewährleisten. Praktische Erfahrungen aus dem Schutz von Intensivanlagen können zumindest teilweise auf Hochstammbäume übertragen werden, zum Beispiel bezüglich der Anwendung und der Dauer der Schutzwirkung von Gesteinsmehlen sowie der Auswirkungen der Behandlungen auf die Qualität des Ernteguts. Mittelfristig werden für die Hochstammproduktion nützliche Erkenntnisse aus den laufenden Untersuchungen zu grundlegenden Aspekten der Lebensweise des Schädlings erwartet. Dazu gehören insbesondere die Studien zu den Bewegungsmustern, den Umweltanforderungen und der Habitatnutzung der Kirschessigfliege und ihrer natürlichen Gegenspieler.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bereits heute sind auch im Hochstammanbau Möglichkeiten vorhanden, die Ertragsverluste durch die Kirschessigfliege zu reduzieren, allerdings oft nur mit beträchtlichem, wirtschaftlich nicht tragbarem Mehraufwand. Weitere Forschungsarbeit ist nötig, um die vorhandenen Lösungsansätze in für die Praxis übertragbare Massnahmen weiterzuentwickeln. Es muss mit einem Zeithorizont von mehreren Jahren gerechnet werden.&lt;/p&gt;  Antwort des Bundesrates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Kirschen- und Zwetschgen-Hochstammobstanbau ist im Zusammenhang mit dem Auftreten der Kirschessigfliege eine der am stärksten betroffenen Kulturen, für die zurzeit kaum wirksame Schutzmassnahmen zur Verfügung stehen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Welche Arbeiten im Rahmen des Forschungsprogramms zur Kirschessigfliege bearbeiten spezifische Fragestellungen zum Hochstammobstanbau? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Wann ist mit ersten Resultaten zu rechnen?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Forschungsprogramme zur Kirschessigfliege auch für den Hochstammobstanbau</value></text></texts><title>Forschungsprogramme zur Kirschessigfliege auch für den Hochstammobstanbau</title></affair>