{"id":20170317,"updated":"2026-05-20T01:58:27Z","additionalIndexing":"15;52;55;24;08","affairType":{"abbreviation":"Kt. Iv.","id":3,"name":"Standesinitiative"},"author":{"canton":{"abbreviation":"TG","id":20,"name":"Thurgau"},"type":"author"},"deposit":{"date":"2017-10-30T00:00:00Z","legislativePeriod":50,"session":"5011"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2018-09-25T00:00:00Z","text":"Keine Folge gegeben","type":51},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2019-03-21T00:00:00Z","text":"Keine Folge gegeben","type":51}]},"federalCouncilProposal":{},"index":0,"links":[],"preConsultations":[{"committee":{"abbreviation":"APK-NR","id":4,"name":"Aussenpolitische Kommission NR","abbreviation1":"APK-N","abbreviation2":"APK","committeeNumber":4,"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"typeCode":1},"date":"2017-10-30T00:00:00Z","registrations":[{"correspondents":[{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"councillor":{"code":2670,"gender":"m","id":3867,"name":"Aebi Andreas","officialDenomination":"Aebi Andreas"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion V","code":"V","id":4,"name":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei"},"language":"de"},{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"councillor":{"code":3100,"gender":"m","id":4194,"name":"Wehrli Laurent","officialDenomination":"Wehrli"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion RL","code":"RL","id":1,"name":"FDP-Liberale Fraktion"},"language":"fr"}],"sessionId":"5015"}],"treatmentCategory":"IV"},{"committee":{"abbreviation":"APK-SR","id":17,"name":"Aussenpolitische Kommission SR","abbreviation1":"APK-S","abbreviation2":"APK","committeeNumber":17,"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"typeCode":1},"date":"2017-10-30T00:00:00Z","registrations":[{"correspondents":[{"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"councillor":{"code":2561,"gender":"m","id":540,"name":"Lombardi Filippo","officialDenomination":"Lombardi"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion C","code":"M-E","id":3,"name":"CVP-Fraktion"},"language":"de"}],"sessionId":"5014"}],"treatmentCategory":"IV"}],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"Parl","id":1,"name":"Parlament","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1509318000000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1537826400000+0200)\/","id":29,"name":"Vorprüfung - Behandelt vom Ständerat"},{"date":"\/Date(1553122800000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"canton":{"abbreviation":"TG","id":20,"name":"Thurgau"},"type":"author"}],"shortId":"17.317","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die Schweiz verhandelt zurzeit mit Malaysia über ein Freihandelsabkommen. Dabei geht es auch um den vereinfachten Import des umstrittenen Palmöls in die Schweiz, was den einheimischen Anbau und die Verwertung von Raps und Sonnenblumen zur Ölproduktion gefährdet.<\/p><p>Palmöl ist neben Sojaöl das weltweit am meisten angebaute Öl. Die wichtigsten Produktionsländer sind Indonesien und Malaysia, die gemeinsam 86 Prozent der Produktion sicherstellen. Die beiden Länder haben die Produktion stark ausgebaut und die Flächen in den letzten 25 Jahren um 4,8 Millionen Hektaren erhöht; das ist mehr als die Fläche der Schweiz. Die Hälfte dieser Produktionsausweitung ging zulasten des tropischen Regenwaldes. Dieser und damit auch die Lebenswelt der indigenen Bevölkerung werden unwiderruflich zerstört.<\/p><p>Wissenswertes über das Palmöl<\/p><p>Palmöl, das zurzeit etwa 15 Prozent des schweizerischen Verbrauchs von Pflanzenölen ausmacht, ist sehr hitzebeständig und kann gut zum Braten und Frittieren eingesetzt werden. Das kaltgepresste Palmöl hat einen sehr hohen Gehalt an Vitamin A, Beta-Carotin und Vitamin E und einen angenehmen Geschmack. Diese gesundheitlichen Vorteile werden aufgehoben durch den hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Beschwerden erhöhen. Die Europäische Lebensmittelbehörde schätzt das Palmöl als gesundheitlich bedenklich ein, weil bei der industriellen Produktion Schadstoffe entstehen, die die Gesundheit erheblich belasten können.<\/p><p>In der Kritik steht das Palmöl aber vor allem wegen den mit der Produktionsausweitung verbundenen Schäden an der Natur und für die in den tropischen Regenwäldern lebenden Ureinwohner. Es gibt Bestrebungen, Palmöl mit einem Gütesiegel zu versehen. Dieses steht aber ebenfalls in der Kritik, weil am RSPO (Round Table für nachhaltige Palmölprodukte) wenige NGO der Übermacht der Palmölindustrie gegenüberstehen.<\/p><p>Wissenswertes über die einheimischen Öle<\/p><p>Raps ist eine der wenigen einheimischen Pflanzen, deren Urform wir bis heute in den Alpen antreffen. Rapsöl galt lange Zeit als minderwertiges Öl aufgrund des hohen Gehaltes an Erucasäure sowie Glucosinolaten. In den letzten zwanzig Jahren etablierten sich Sorten, die sowohl erucasäurefrei als auch glucosinolatfrei sind, sogenannte 00-Sorten. Diese neuen Sorten führten zu einer Etablierung des Rapsöls in der Schweiz. Rapsöl hat heute einen Anteil von 27 Prozent am Verbrauch und wird ausschliesslich in der Schweiz produziert.<\/p><p>Der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren sowie der hohe Gehalt an Vitamin E führen dazu, dass Rapsöl als sehr hochwertig und gesund beurteilt wird.<\/p><p>Sonnenblumen kommen aus wärmeren Gegenden und können in der Schweiz erst angebaut werden, seit extrem frühreife Sorten erhältlich sind.<\/p><p>Der Nachteil der fehlenden Hitzebeständigkeit konnte durch eine gezielte Züchtung behoben werden. Holl-Rapsöl und Holl-Sonnenblumenöl eignen sich ohne Nachteile zum Braten und Frittieren. Durch den Anbau dieser speziellen Sorten konnte der Anbau massvoll ausgedehnt werden.<\/p><p>Für die Ackerbauern in der Schweiz sind die Ölsaaten sehr wichtige Kulturen. Sie passen optimal in extensive Getreidefruchtfolgen. Angebaut werden insgesamt etwa 27 000 Hektaren auf achttausend landwirtschaftlichen Betrieben in der ganzen Schweiz. Der Produktionswert von 70 Millionen Franken zeigt die wirtschaftliche Bedeutung dieser einheimischen Produktion. Im Thurgau haben Raps und Sonnenblumen in den letzten fünfzehn Jahren stark an Bedeutung gewonnen und liegen im Jahr 2015 mit 1327 Hektaren hinter Getreide, Mais und Zuckerrüben an vierter Stelle. Weil die Zuckerrübe aufgrund der Grenzöffnung stark unter Druck ist, gewinnt der Anbau der Ölsaaten für die Ackerbauern an Bedeutung. Nicht zuletzt sind die farbigen Felder von Raps und Sonnenblumen eine Bereicherung unserer Landschaft.<\/p><p>Fazit<\/p><p>Der Einsatz von Palmöl in der menschlichen Ernährung ist gesundheitlich problematisch.<\/p><p>Der Einsatz hängt in erster Linie vom Grenzschutz ab. Ist dieser zu tief, werden die einheimischen Öle durch billiges Importöl ersetzt. Weil für den Anbau in grossem Umfang tropischer Regenwald vernichtet wird und damit durch die Vertreibung der einheimischen Urbevölkerung grosses soziales Elend ausgelöst wird, bitten wir das Parlament um Unterstützung dieser Standesinitiative.<\/p>"},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung reicht der Kanton Thurgau folgende Standesinitiative ein:<\/p><p>1. Die Produkte der Ölpalme (Palmöl und Palmkernöl) sind aus einem allfälligen Freihandelsabkommen mit Malaysia auszuschliessen.<\/p><p>2. Der Grenzschutz ist auf dem aktuellen Niveau zu halten.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Ausschluss des Palmöls aus dem Freihandelsabkommen mit Malaysia"}],"title":"Ausschluss des Palmöls aus dem Freihandelsabkommen mit Malaysia"}