﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20193993</id><updated>2023-07-28T02:21:07Z</updated><additionalIndexing>52;15;55;08</additionalIndexing><affairType><abbreviation>D.Ip.</abbreviation><id>9</id><name>Dringliche Interpellation</name></affairType><author><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2019-09-11T00:00:00Z</date><legislativePeriod>50</legislativePeriod><session>5019</session></deposit><descriptors /><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><committee><abbreviation>Bü-NR</abbreviation><id>1</id><name>Büro NR</name><abbreviation1>Bü-N</abbreviation1><abbreviation2>Bü</abbreviation2><committeeNumber>1</committeeNumber><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><typeCode>1</typeCode></committee><council i:nil="true" /><date>2019-09-12T00:00:00Z</date><text>Wird in eine dringliche Anfrage umgewandelt.</text><type>93</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal /><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>WBF</abbreviation><id>8</id><name>Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2019-09-11T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2019-09-12T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><type>author</type></role><role><councillor><code>3003</code><gender>m</gender><id>4093</id><name>Glättli Balthasar</name><officialDenomination>Glättli</officialDenomination></councillor><type>speaker</type></role></roles><shortId>19.3993</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Die Grünen wollen eine Neuausrichtung der Schweizer Handelspolitik, welche Handelsabkommen an verbindliche und korrekt kontrollierte Nachhaltigkeitskriterien zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt knüpft. Das geplante Mercosur-Abkommen darf nicht abgeschlossen werden, wenn es diesen Kriterien widerspricht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Brandrodungen und anschliessender Monokultur-Ackerbau schaden dem Klima massiv, die Umwandlung von Trockensavanne in Ackerland setzt im Boden gebundenes CO2 frei. Der Lebensraum der Indigenen und die Biodiversität werden zerstört:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Mit welchen verbindlichen Massnahmen verhindert das Abkommen, dass zunehmende Agrar-Exporte diese schädliche Entwicklung auf Kosten von Klima und Biodiversität weiter ankurbeln?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Wie wird sichergestellt, dass die Landvertreibungen der Kleinbauern gestoppt und die Rechte der indigenen Gemeinschaften respektiert werden, obwohl z.B. Brasilien den Schutz der Indigenen teilweise ins Landwirtschaftsministerium transferiert hat?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gemäss Bundesverfassung Artikel 104 a müssen Handelsabkommen zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Der Grossteil des Fleisches aus dem Mercosur stammt aus industrieller Massentierhaltung. In der Schweiz verbotene Tierquälereien (dauernde Anbindehaltung, Kastenstände, Vollspaltenböden, Käfighaltung, Kastrieren ohne Schmerz-Ausschaltung, Transporte über sechs Stunden Fahrtzeit). Artwidrige Fütterung wie Soja- und Getreidemast von Rindern in Feedlots ist legal. Welche klaren Kriterien für das Tierwohl enthält das Abkommen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;4. Antibiotika/nichthormonelle Leistungsförderer sind in Argentinien, Brasilien und teilweise Uruguay erlaubt. Wie werden die Deklarationsvorschriften durchgesetzt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;5. Wie werden - anges. häufiger Korruption in der brasilianischen Fleischbranche - strenge unabhängige Kontrollen vor Ort und Sanktionen z.B. bei Tierschutzverstössen in diesen Ländern sichergestellt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;6. Wie kann der Bundesrat den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten strenge Kontrollen versprechen, wenn der Grossteil der Ware nicht von Schweizer Behörden kontrolliert werden kann, sondern an den EU-Aussengrenzen kontrolliert wird?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;7. Ist der weiter steigende Import von Futtermitteln (Soja) für Intensivhaltung in der Schweiz mit der Bundesverfassung Artikel 104 a vereinbart?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Generell:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;8. Welche Studien zu den Auswirkungen der Liberalisierung von Agrarprodukten auf die Umwelt liegen wie in der Interpellation 18.3316 angekündigt vor?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Mercosur-Abkommen. Kein rücksichtsloser Freihandel auf Kosten des Amazonas - der grünen Lunge der Erde -, der dort lebenden Menschen und des Tierwohls</value></text></texts><title>Mercosur-Abkommen. Kein rücksichtsloser Freihandel auf Kosten des Amazonas - der grünen Lunge der Erde -, der dort lebenden Menschen und des Tierwohls</title></affair>