{"id":20230316,"updated":"2026-06-09T15:45:34Z","additionalIndexing":"10;36;44;32","affairType":{"abbreviation":"Kt. 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Es handelt sich dabei um das weltweit grösste Förderprogramm für die Forschung und die Schweiz nahm 1978 erstmals daran teil. Die EU hat kommuniziert, dass 18&nbsp;Drittstaaten (Nicht-Mitgliedstaaten der EU) am Forschungsprogramm Horizon Europe der EU teilnehmen können, nicht aber die Schweiz. Diese Ungleichbehandlung der Schweiz ist höchst problematisch und nicht hinnehmbar. Selbst die europäischen Forschungspartner haben in der Zwischenzeit reagiert: Rund 20 europäische Forschungsorganisationen und -netzwerke fordern nach dem gescheiterten Rahmenabkommen die Teilnahme der Schweiz am EU-Forschungsprogramm Horizon Europe.<\/p><p>Der Kanton Jura ist als Sitz der HES-SO und über seine Verbindung zur HE-ARC stark in das Hochschulsystem der Region eingebunden, aber auch in das Innovationsnetzwerk Nordwestschweiz (Basel&nbsp;Area, Creapole). Der neueste Erosionsmonitor von Avenir Suisse hebt hervor, wie wichtig Forschungszusammenarbeit und Innovation für den Kanton Jura ist und dass die Region besonders von Erosion betroffen ist. Diese Forschungs- und Innovationszusammenarbeit ist für die Entwicklung des Kantons Jura zentral.<\/p><p>Der Ausschluss der Schweiz aus dem Forschungsprogramm Horizon Europe verhindert Mobilität, Kooperation und Wissenstransfer. Durch diesen Ausschluss werden einerseits die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Studierenden sowie KMU von der europäischen Wirtschaft und vom europäischen Bildungsmarkt ferngehalten und andererseits die Attraktivität und Bedeutung der Schweizer Hochschulen und Forschungsinstitute geschwächt. Die Nicht-Assoziierung der Schweiz an Horizon Europe hat mit dem Ausschluss innovativer Schweizer KMU aus dem europäischen Markt und damit aus einem Netz potenzieller Kunden auch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und Beschäftigungslage in der Schweiz. Die Übergangsmassnahmen und vorübergehenden Unterstützungsbeiträge, die der Bund vorsieht, sind verglichen mit dem potenziellen Mehrwert von Horizon Europe gering und ersetzen eine Vollassoziierung der Schweiz nicht. Die Wiederaufnahme in Horizon Europa muss für das Parlament somit eine Priorität sein.<\/p><p>Mehrere Medien informierten am 21.&nbsp;Juni&nbsp;2022, dass das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) im Februar eine Onlinebefragung durchgeführt hatte, um sich ein Bild davon zu machen, wie sich die Nicht-Assoziierung am Paket Horizon&nbsp;2021–2027 der EU für die Schweiz auswirkt. Das SBFI erhielt 800&nbsp;Antworten von betroffenen Forschenden, Unternehmen und Institutionen der Schweiz. Für die meisten habe sich die Lage verglichen mit dem Zeitraum, als die Schweiz am vorherigen Programm Horizon&nbsp;2000 assoziiert war, verschlechtert, so das SBFI. Als grösste Probleme wurden der eingeschränkte Zugang zu Fördermöglichkeiten und die fehlende internationale Vernetzung genannt.<\/p><p>Konkret nennen die Umfrageteilnehmenden, dass sie aus bestimmten Programmteilen ausgeschlossen wurden, keine Koordinationsrolle mehr wahrnehmen können und Schwierigkeiten haben, an Verbundprojekten teilzunehmen. Die Umfrage liefert mehr als 300&nbsp;konkrete Beispiele. So stellt es beispielsweise ein erhebliches Problem dar, keinen Zugang zu den Förderinstrumenten des European Research Council (ERC) zu haben. Dies nicht nur bezüglich Prestige und Karriere, sondern vor allem bezüglich des Finanzierungsrahmens (zwischen 1 und 2,5&nbsp;Millionen Euro pro Projekt).<\/p><p>Andere Forschende wurden aus strategischen Programmen ausgeschlossen, die sich mit den für den Wirtschaftsstandort Schweiz wichtigen Quanten- und Weltraumtechnologien befassen. 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