{"id":20237596,"updated":"2025-11-14T06:12:37Z","additionalIndexing":"2811;1216","affairType":{"abbreviation":"Fra.","id":14,"name":"Fragestunde. 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Westliche Staaten k&ouml;nnen somit keine R&uuml;ckf&uuml;hrungen nach Eritrea durchf&uuml;hren, unabh&auml;ngig von ihrer diplomatischen Pr&auml;senz oder ihrem sonstigen Engagement im Land. Dennoch hat die Schweiz ihre diplomatische T&auml;tigkeit in Eritrea wieder verst&auml;rkt, seit Reisen nach Eritrea nach der COVID-Pandemie wieder m&ouml;glich sind. Die Schweiz steht in regelm&auml;ssigem Austausch mit Eritrea und es besteht eine Kooperation im Bereich der Identifikation. Eritrea ist aber derzeit nicht bereit, R&uuml;ck&uuml;bernahmeabkommen mit westlichen Staaten abzuschliessen. Das SEM hat dieses Jahr vor Ort im Rahmen von diplomatischen Bem&uuml;hungen Gespr&auml;che mit den eritreischen Beh&ouml;rden gef&uuml;hrt. Zus&auml;tzlich fanden Gespr&auml;che mit der eritreischen Mission in Genf und mit Vertretern Eritreas in Berlin im Rahmen des Khartum-Prozesses statt.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Das SEM pr&uuml;ft in allen Asylverfahren die geltend gemachte Staatsangeh&ouml;rigkeit der Gesuchsteller. Wenn konkrete Hinweise bestehen, dass eine Person aus &Auml;thiopien stammt, wird die Staatsangeh&ouml;rigkeit entsprechend angepasst und die Wegweisung nach &Auml;thiopien angeordnet und gepr&uuml;ft, ob der Vollzug der Wegweisung zul&auml;ssig, zumutbar und m&ouml;glich ist.&nbsp;<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Das SEM hat in der Vergangenheit tats&auml;chlich festgestellt, dass sich Personen aus Nachbarstaaten, die Landessprachen Eritreas sprechen - etwa Tigrayer aus &Auml;thiopien -, als Eritreer ausgegeben haben. Das SEM hat die Asylbefragerinnen und -befrager gezielt geschult, unter anderem anhand von Landeskenntnissen, solche Falschangaben aufzudecken. Zudem besteht die M&ouml;glichkeit, durch Experten und Expertinnen eine Sprach- und Herkunftsanalyse durchf&uuml;hren zu lassen. Dadurch haben solche Falschangaben stark abgenommen. Seit Ausbruch des Kriegs in Tigray 2020 machen &auml;thiopische Tigrinya-Sprechende ohnehin tendenziell Asylgr&uuml;nde im Zusammenhang mit dem Krieg in &Auml;thiopien geltend. Schliesslich haben eritreische Prim&auml;rgesuche insgesamt stark abgenommen.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung kann widerrufen werden, wenn jemand erheblich oder wiederholt respektive schwerwiegend gegen die &ouml;ffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat, diese gef&auml;hrdet oder die innere oder &auml;ussere Sicherheit gef&auml;hrdet. Ein Asylwiderruf ist grunds&auml;tzlich m&ouml;glich, wenn ein Fl&uuml;chtling f&uuml;r ein Verbrechen mit einer Strafandrohung von mindestens drei Jahren rechtskr&auml;ftig verurteilt wird. Die Tat m&uuml;sste &uuml;berdies als besonders verwerflich eingestuft werden k&ouml;nnen.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Eine Teilnahme an regimefreundlichen Anl&auml;ssen allein &ndash; auch wenn es dabei zu Ausschreitungen kommt &ndash;, d&uuml;rfte zur Erf&uuml;llung dieser gesetzlichen Voraussetzungen nicht ausreichen. Es muss immer eine Pr&uuml;fung in Einzelfall erfolgen und jede Massnahme muss verh&auml;ltnism&auml;ssig sein. Bis zum Abschluss der polizeilichen Ermittlungen und allf&auml;lligen Strafverfahren k&ouml;nnen keine ausl&auml;nderrechtlichen respektive asylrechtlichen Massnahmen auf Grundlage der j&uuml;ngsten Auseinandersetzungen eingeleitet werden. Das SEM ist mit seinen Sicherheitspartnern im engen Austausch.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Die Kantone k&ouml;nnen aufgrund ihrer Zust&auml;ndigkeit polizeiliche Massnahmen wie Platzverweise und Rayonverbote aussprechen. Das Bundesamt f&uuml;r Polizei (fedpol) hat hingegen begrenzte pr&auml;ventive Handlungsm&ouml;glichkeiten. Diese umfassen polizeiliche Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit wie Einreiseverbote und Ausweisungen, die strafrechtliche Verfolgung zur Bek&auml;mpfung der Schwerstkriminalit&auml;t und den Schutz von Personen und Geb&auml;uden in der Verantwortung des Bundes. Der Bund hat weder eine Kompetenz, Diasporaveranstaltungen zu verbieten oder zu beschr&auml;nken noch bei Spannungen innerhalb einer Diaspora als Mediator einzugreifen. Das Thema wird nun aber in den sicherheitspolitischen F&uuml;hrungsgremien des Bundes (Kerngruppe Sicherheit) sowie den gemeinsamen Gremien von Bund und Kantonen aufgenommen, um dort &ndash; unter Einbezug aller relevanten Stellen &ndash; m&ouml;glichen Handlungsbedarf zu besprechen.&nbsp;<\/p><\/div>"},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Gemäss dem öster. Botschafter in Äthiopien sind 30-40% der eritreischen Asyl-Migranten in Wirklichkeit äthiopische Staatsbürger (Quelle: Tiroler Tageszeitung). Diese geben sich als eritreische Staatsbürger aus, um Asyl zu erhalten.<\/p><p>Trifft diese Einschätzung auch auf die in der Schweiz Asyl-Suchenden angebl. eritreischen Asyl-Migranten zu?<\/p><p>Wie erkennt das SEM «falsche» Eritreer?<\/p><p>Wie viele Betrüger wurden 2022, 2021, 2020 und 2019 aufgedeckt?<\/p><p>Verlassen solche Betrüger auch tatsächlich die Schweiz?<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"«Eritreische» Asyl-Migranten, die in Wirklichkeit äthiopische Staatsbürger sind?"}],"title":"«Eritreische» Asyl-Migranten, die in Wirklichkeit äthiopische Staatsbürger sind?"}