﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20237596</id><updated>2025-11-14T06:12:37Z</updated><additionalIndexing>2811;1216</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Fra.</abbreviation><id>14</id><name>Fragestunde. Frage</name></affairType><author><councillor><code>2758</code><gender>m</gender><id>4053</id><name>Aeschi Thomas</name><officialDenomination>Aeschi</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2023-09-13T00:00:00Z</date><legislativePeriod>51</legislativePeriod><session>5122</session></deposit><descriptors /><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council i:nil="true" /><date>2023-09-18T00:00:00Z</date><text>Schriftliche Beantwortung der Frage</text><type>83</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>2023-09-18T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EJPD</abbreviation><id>5</id><name>Justiz- und Polizeidepartement</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2023-09-13T00:00:00</date><id>202</id><name>Eingereicht</name></state><state><date>2023-09-18T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2758</code><gender>m</gender><id>4053</id><name>Aeschi Thomas</name><officialDenomination>Aeschi</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>23.7596</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;div&gt;&lt;p&gt;Die eritreische Regierung l&amp;auml;sst Zwangsr&amp;uuml;ckf&amp;uuml;hrungen aus westlichen Staaten prinzipiell nicht zu. Westliche Staaten k&amp;ouml;nnen somit keine R&amp;uuml;ckf&amp;uuml;hrungen nach Eritrea durchf&amp;uuml;hren, unabh&amp;auml;ngig von ihrer diplomatischen Pr&amp;auml;senz oder ihrem sonstigen Engagement im Land. Dennoch hat die Schweiz ihre diplomatische T&amp;auml;tigkeit in Eritrea wieder verst&amp;auml;rkt, seit Reisen nach Eritrea nach der COVID-Pandemie wieder m&amp;ouml;glich sind. Die Schweiz steht in regelm&amp;auml;ssigem Austausch mit Eritrea und es besteht eine Kooperation im Bereich der Identifikation. Eritrea ist aber derzeit nicht bereit, R&amp;uuml;ck&amp;uuml;bernahmeabkommen mit westlichen Staaten abzuschliessen. Das SEM hat dieses Jahr vor Ort im Rahmen von diplomatischen Bem&amp;uuml;hungen Gespr&amp;auml;che mit den eritreischen Beh&amp;ouml;rden gef&amp;uuml;hrt. Zus&amp;auml;tzlich fanden Gespr&amp;auml;che mit der eritreischen Mission in Genf und mit Vertretern Eritreas in Berlin im Rahmen des Khartum-Prozesses statt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das SEM pr&amp;uuml;ft in allen Asylverfahren die geltend gemachte Staatsangeh&amp;ouml;rigkeit der Gesuchsteller. Wenn konkrete Hinweise bestehen, dass eine Person aus &amp;Auml;thiopien stammt, wird die Staatsangeh&amp;ouml;rigkeit entsprechend angepasst und die Wegweisung nach &amp;Auml;thiopien angeordnet und gepr&amp;uuml;ft, ob der Vollzug der Wegweisung zul&amp;auml;ssig, zumutbar und m&amp;ouml;glich ist.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das SEM hat in der Vergangenheit tats&amp;auml;chlich festgestellt, dass sich Personen aus Nachbarstaaten, die Landessprachen Eritreas sprechen - etwa Tigrayer aus &amp;Auml;thiopien -, als Eritreer ausgegeben haben. Das SEM hat die Asylbefragerinnen und -befrager gezielt geschult, unter anderem anhand von Landeskenntnissen, solche Falschangaben aufzudecken. Zudem besteht die M&amp;ouml;glichkeit, durch Experten und Expertinnen eine Sprach- und Herkunftsanalyse durchf&amp;uuml;hren zu lassen. Dadurch haben solche Falschangaben stark abgenommen. Seit Ausbruch des Kriegs in Tigray 2020 machen &amp;auml;thiopische Tigrinya-Sprechende ohnehin tendenziell Asylgr&amp;uuml;nde im Zusammenhang mit dem Krieg in &amp;Auml;thiopien geltend. Schliesslich haben eritreische Prim&amp;auml;rgesuche insgesamt stark abgenommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung kann widerrufen werden, wenn jemand erheblich oder wiederholt respektive schwerwiegend gegen die &amp;ouml;ffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat, diese gef&amp;auml;hrdet oder die innere oder &amp;auml;ussere Sicherheit gef&amp;auml;hrdet. Ein Asylwiderruf ist grunds&amp;auml;tzlich m&amp;ouml;glich, wenn ein Fl&amp;uuml;chtling f&amp;uuml;r ein Verbrechen mit einer Strafandrohung von mindestens drei Jahren rechtskr&amp;auml;ftig verurteilt wird. Die Tat m&amp;uuml;sste &amp;uuml;berdies als besonders verwerflich eingestuft werden k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Teilnahme an regimefreundlichen Anl&amp;auml;ssen allein &amp;ndash; auch wenn es dabei zu Ausschreitungen kommt &amp;ndash;, d&amp;uuml;rfte zur Erf&amp;uuml;llung dieser gesetzlichen Voraussetzungen nicht ausreichen. Es muss immer eine Pr&amp;uuml;fung in Einzelfall erfolgen und jede Massnahme muss verh&amp;auml;ltnism&amp;auml;ssig sein. Bis zum Abschluss der polizeilichen Ermittlungen und allf&amp;auml;lligen Strafverfahren k&amp;ouml;nnen keine ausl&amp;auml;nderrechtlichen respektive asylrechtlichen Massnahmen auf Grundlage der j&amp;uuml;ngsten Auseinandersetzungen eingeleitet werden. Das SEM ist mit seinen Sicherheitspartnern im engen Austausch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kantone k&amp;ouml;nnen aufgrund ihrer Zust&amp;auml;ndigkeit polizeiliche Massnahmen wie Platzverweise und Rayonverbote aussprechen. Das Bundesamt f&amp;uuml;r Polizei (fedpol) hat hingegen begrenzte pr&amp;auml;ventive Handlungsm&amp;ouml;glichkeiten. Diese umfassen polizeiliche Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit wie Einreiseverbote und Ausweisungen, die strafrechtliche Verfolgung zur Bek&amp;auml;mpfung der Schwerstkriminalit&amp;auml;t und den Schutz von Personen und Geb&amp;auml;uden in der Verantwortung des Bundes. Der Bund hat weder eine Kompetenz, Diasporaveranstaltungen zu verbieten oder zu beschr&amp;auml;nken noch bei Spannungen innerhalb einer Diaspora als Mediator einzugreifen. Das Thema wird nun aber in den sicherheitspolitischen F&amp;uuml;hrungsgremien des Bundes (Kerngruppe Sicherheit) sowie den gemeinsamen Gremien von Bund und Kantonen aufgenommen, um dort &amp;ndash; unter Einbezug aller relevanten Stellen &amp;ndash; m&amp;ouml;glichen Handlungsbedarf zu besprechen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Gemäss dem öster. Botschafter in Äthiopien sind 30-40% der eritreischen Asyl-Migranten in Wirklichkeit äthiopische Staatsbürger (Quelle: Tiroler Tageszeitung). Diese geben sich als eritreische Staatsbürger aus, um Asyl zu erhalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Trifft diese Einschätzung auch auf die in der Schweiz Asyl-Suchenden angebl. eritreischen Asyl-Migranten zu?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie erkennt das SEM «falsche» Eritreer?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie viele Betrüger wurden 2022, 2021, 2020 und 2019 aufgedeckt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Verlassen solche Betrüger auch tatsächlich die Schweiz?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>«Eritreische» Asyl-Migranten, die in Wirklichkeit äthiopische Staatsbürger sind?</value></text></texts><title>«Eritreische» Asyl-Migranten, die in Wirklichkeit äthiopische Staatsbürger sind?</title></affair>