﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20243292</id><updated>2026-03-20T10:12:05Z</updated><additionalIndexing>24;15</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Ip.</abbreviation><id>8</id><name>Interpellation</name></affairType><author><councillor><code>3217</code><gender>m</gender><id>4320</id><name>Amoos Emmanuel</name><officialDenomination>Amoos</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2024-03-15T00:00:00Z</date><legislativePeriod>52</legislativePeriod><session>5202</session></deposit><descriptors /><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>2</id><name>Diskussion</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2024-06-14T00:00:00Z</date><text>Diskussion verschoben</text><type>29</type></resolution><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council i:nil="true" /><date>2026-03-20T00:00:00Z</date><text>Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt</text><type>32</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>2024-05-08T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>WBF</abbreviation><id>8</id><name>Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2024-03-15T00:00:00</date><id>202</id><name>Eingereicht</name></state><state><date>2024-05-08T00:00:00</date><id>203</id><name>Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor</name></state><state><date>2026-03-20T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>3217</code><gender>m</gender><id>4320</id><name>Amoos Emmanuel</name><officialDenomination>Amoos</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>24.3292</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;div&gt;&lt;p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial"&gt;Zu 1 und 2: Der Bundesrat sieht keine Massnahmen vor, um die Händlergebühren bei Bezahlkarten zu untersuchen. Nimmt ein Händler die Dienstleistungen eines Acquirers in Anspruch, sind diesem die von ihm zu zahlenden Kosten bekannt. Eine allgemeine Offenlegungspflicht der Gebührenstruktur besteht nicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial"&gt;Zu 3: Der Bundesrat ist der Meinung, dass die geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen grundsätzlich eine ausreichende Grundlage darstellen, um gegen allfällig überhöhte Gebühren im Acquiring-Markt vorzugehen. So ist unter anderem der Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung gemäss Kartellgesetz (vgl. Art 7 KG; SR 251) verboten. Nach Artikel 7 Absatz 2 Buchstabe c KG kann die Erzwingung unangemessener Preise oder sonstiger unangemessener Geschäftsbedingungen einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung darstellen. Die Hürden für die Bejahung dieses Tatbestandes sind allerdings relativ hoch.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial"&gt;Bereits tätig geworden in diesem Markt ist der Preisüberwacher. So besteht aktuell eine einvernehmliche Regelung mit Worldline SA, die Preisobergrenzen für die Debitkarten-Transaktionen von Visa, V-Pay und MasterCard festlegt &lt;/span&gt;&lt;a name="_Hlk163810219"&gt;&lt;span style="font-family:Arial"&gt;(vgl. einvernehmliche Regelung mit dem Preisüberwacher vom 27. Mai 2021, Transaktionsgebühren Debitkarten [Debit MasterCard, VISA Debit und V Pay]; abrufbar unter &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="https://www.preisueberwacher.admin.ch/pue/de/home.html" style="text-decoration:none"&gt;&lt;span style="font-family:Arial; text-decoration:underline; color:#0000ff"&gt;www.preisueberwacher.ch&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:Arial"&gt; &amp;gt; Dokumentation &amp;gt; Publikationen &amp;gt; Einvernehmliche Regelungen).&lt;/span&gt;&lt;span style="-aw-bookmark-end:_Hlk163810219"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial"&gt;Zu 4: Ob die starke Stellung von Worldline SA ein Problem für den wirksamen Wettbewerb darstellt, kann der Bundesrat nicht beurteilen. Grundsätzlich können starke Marktstellungen aber den Wettbewerb einschränken oder gar beseitigen, deshalb gelten für marktbeherrschende Unternehmen auch spezielle kartellrechtliche Vorschriften (Art. 7 und Art. 9 Abs. 4 KG). Zudem möchte der Bundesrat aus diesem Grund die Zusammenschlusskontrolle wirksamer ausgestalten. Er schlägt in der laufenden Teilrevision des Kartellgesetzes (BBl 2023 1463) eine Anpassung der Eingriffsschwelle der Wettbewerbskommission vor. Damit kann die Wettbewerbskommission bei Zusammenschlüssen, die zu einer Schwächung des wirksamen Wettbewerbs führen, besser intervenieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;&lt;span style="background-color:transparent;color:#0d0d0d;"&gt;Die fehlende Transparenz hinsichtlich der Gebühren bei Kartenzahlungen unter anderem mit den neuen Debitkarten von Mastercard und Visa gibt zunehmend Anlass zur Besorgnis. Diese Kommissionen werden hauptsächlich von drei Akteuren erhoben: den Kartenherausgebern (in der Regel Banken), den Acquirern (mit Worldline als führendem Anbieter in der Schweiz) und den beiden grossen Zahlungssystemen Visa und Mastercard.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="background-color:transparent;color:#0d0d0d;"&gt;Frühere Vorstösse zu diesem Thema beschränkten sich auf die Interbankentgelte (Interchange Fees). Mit dieser Interpellation soll nun der Bundesrat auf die Undurchsichtigkeit aller Gebühren und Kommissionen in diesem Bereich sowie auf die Gebührengestaltung aufmerksam gemacht werden. Der Bundesrat muss dringend Massnahmen ergreifen, um der Undurchsichtigkeit der Gebühren für Kartenzahlungen in der Schweiz auf den Grund zu gehen sowie wirksame und faire Lösungen vorzuschlagen. Schnelles und entschlossenes Handeln ist gefragt, damit die Transparenz und der Schutz der Interessen der Händler sowie der Konsumentinnen und Konsumenten in diesem für die Schweiz wichtigen Wirtschaftsbereich gewährleistet bleiben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="background-color:transparent;color:#0d0d0d;"&gt;Der Bundesrat wird daher ersucht, konkrete Massnahmen zu ergreifen, um für transparente und faire Gebühren bei Kartenzahlungen zu sorgen. Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="background-color:transparent;color:#0d0d0d;"&gt;Welche Massnahmen sieht der Bundesrat vor, um die derzeitige Gebührengestaltung für Kartenzahlungen zu untersuchen?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="background-color:transparent;color:#0d0d0d;"&gt;Wie will der Bundesrat für mehr Transparenz bei den Gebühren für Kartenzahlungen sorgen, insbesondere mit den neuen Debitkarten von Mastercard und Visa?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="background-color:transparent;color:#0d0d0d;"&gt;Mit welchen Massnahmen gedenkt der Bundesrat die Interessen von Schweizer Händlern, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen, zu schützen, die mit hohen Gebühren und fehlender Transparenz bei den Gebühren für Kartenzahlungen konfrontiert sind?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="background-color:transparent;color:#0d0d0d;"&gt;Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass die marktbeherrschende Stellung von Worldline – obwohl die Wettbewerbskommission diese zulässt – den Wettbewerb beeinträchtigt?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Mehr Transparenz bei Gebühren und Kommissionen für Kartenzahlungen</value></text></texts><title>Mehr Transparenz bei Gebühren und Kommissionen für Kartenzahlungen</title></affair>