{"id":20243459,"updated":"2026-06-19T07:58:49Z","additionalIndexing":"66;2846;2841;36;52","affairType":{"abbreviation":"Ip.","id":8,"name":"Interpellation"},"author":{"councillor":{"code":3217,"gender":"m","id":4320,"name":"Amoos Emmanuel","officialDenomination":"Amoos"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2024-04-17T00:00:00Z","legislativePeriod":52,"session":"5203"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":2,"name":"Diskussion"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2024-09-27T00:00:00Z","text":"Diskussion verschoben","type":29},{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":null,"date":"2026-06-19T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"date":"2024-08-14T00:00:00Z"},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1713304800000+0200)\/","id":202,"name":"Eingereicht"},{"date":"\/Date(1723586400000+0200)\/","id":203,"name":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor"},{"date":"\/Date(1781820000000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":3036,"gender":"f","id":4134,"name":"Munz Martina","officialDenomination":"Munz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3152,"gender":"m","id":4260,"name":"Fivaz Fabien","officialDenomination":"Fivaz Fabien"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3145,"gender":"m","id":4253,"name":"Clivaz Christophe","officialDenomination":"Clivaz Christophe"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3217,"gender":"m","id":4320,"name":"Amoos Emmanuel","officialDenomination":"Amoos"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"24.3459","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">1. Bei der Wahl der Technologie für den Neubau von Höchstspannungsleitungen (Netzebene<\/span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;<\/span><span style=\"font-family:Arial\">1) werden verschiedene Kriterien herangezogen, darunter auch das Risiko von Stromausfällen. Gemäss dem Bericht «Stromversorgungsqualität<\/span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;<\/span><span style=\"font-family:Arial\">2022» der ElCom (www.elcom.admin.ch &gt; Themen Versorgungssicherheit &gt; Versorgungsqualität) ereigneten sich im Übertragungsnetz (220 bis 380<\/span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;<\/span><span style=\"font-family:Arial\">kV) in den Jahren<\/span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;<\/span><span style=\"font-family:Arial\">2021 und 2022 keine Unterbrechungen, bei denen Endkundinnen und Endkunden betroffen waren. Das Schweizer Höchstspannungsnetz ist demnach zuverlässig und nur sehr selten die Ursache für Ausfälle bei den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern.<\/span><\/p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Bei Neubauprojekten wird im Rahmen des Sachplan Übertragungsleitungen (SÜL) durch den Bundesrat entschieden, welche Übertragungstechnologie zum Einsatz gelangen soll. In den entsprechenden Entscheid fliessen verschiedenste Aspekte ein, u.a. auch die in der Interpellation erwähnten Aspekte Landschaftsschutz, Umweltauswirkungen, Kosten sowie technische Aspekte wie die Betriebssicherheit. Die Erkenntnisse aus relevanten Studien werden auch berücksichtigt. Die Verantwortung für den sicheren Betrieb des Übertragungsnetzes liegt dabei bei Swissgrid, weshalb ihre Einschätzung dazu grosses Gewicht hat. Entsprechend werden im Rahmen des SÜL-Verfahrens nur Lösungen verglichen, für welche die notwendigen Zertifizierungen vorliegen.<\/span><\/p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Wie im zitierten Bericht der ETH erwähnt, sind Netzinstabilitäten schwierig zu beherrschen und wirken sich auf die Sicherheit der Stromversorgung aus. Erdkabel wirken sich durch ihre physikalischen Eigenschaften, aufgrund derer sie die Spannung stärker erhöhen als Freileitungen, negativ auf die Stabilität des gesamten Übertragungsnetzes aus. Zudem weisen Kabel mehr Blindleistung, also Energie, die nicht genutzt werden kann, auf als Freileitungen, wodurch das Netz unnötig belastet wird. Schlussendlich lassen sich Defekte an einer Freileitung entweder automatisch (durch Wiedereinschaltungsvorrichtungen) oder rasch beheben, ein Kabeldefekt hingegen kann Reparaturzeiten von mehreren Monaten erreichen, wodurch das Übertragungsnetz für einen viel längeren Zeitraum geschwächt wird. Trotz dieser Nachteile können situativ Erdkabel insbesondere mit Blick auf die Schonung von Landschaften von nationaler Bedeutung auch künftig eingesetzt werden. Anders als vom Interpellanten ausgeführt, ist somit nicht erwiesen, dass Freileitungen im Vergleich zu Erdkabel Schwächen in Bezug auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung aufweisen.<\/span><\/p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;<\/span><\/p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">2. Bisher hat sich der Bundesrat in Bezug auf die Errichtung von Höchstspannungsleitungen sowohl an nationalen als auch internationalen Erfahrungen orientiert und dabei den Elementen des Sachplanverfahrens Rechnung getragen. An seiner Sitzung vom<\/span><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:spaces\">&#xa0; <\/span><span style=\"font-family:Arial\">26. Juni 2024 hat er die Vernehmlassung zu einer Änderung des Elektrizitätsgesetzes (EleG; SR 734.0) eröffnet (vgl. www.admin.ch &gt; Medienmitteilungen &gt; Bundesrat will den Ausbau der Stromnetze weiter beschleunigen). Mit dieser Vorlage sollen die Bewilligungsverfahren für den Um- und Ausbau der Stromnetze weiter beschleunigt werden. Darin ist unter anderem eine Massnahme vorgesehen, nach welcher inskünftig ein Freileitungsgrundsatz im Übertragungsnetz zu befolgen ist. <\/span><\/p><\/div>"},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Seit Jahren werden die Vor- und Nachteile von unterirdisch gegenüber oberirdisch geführten Stromleitungen diskutiert. Was den Landschaftsschutz und die Gesundheit betrifft, ist die Situation heute klar. Auf wirtschaftlicher Ebene hat sich herausgestellt, dass Erdkabel nicht nur in Bezug auf Energieverluste, sondern auch auf die Kosten klar im Vorteil sind, wenn man die Lebensdauer der Anlagen und nicht nur die Baukosten berücksichtigt. Insbesondere ist die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber Erdkabelprojekten deutlich grösser und das Verfahren entsprechend kürzer.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Die Swissgrid, die für das Stromverteilungsnetz in der Schweiz verantwortlich ist, ist trotz allem sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, diese Tatsachen in die Planung einzubeziehen. Sie realisiert auch kleine Erdkabelprojekte nur, wenn sie dazu gezwungen wird und zurückkrebsen muss.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Im Oktober 2023 wurde eine von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) geleitete internationale Studie über die Hauptursachen von Stromausfällen in Europa veröffentlicht. Es handelt sich um die erste Studie, die einen umfassenden Überblick über diese Problematik in Europa liefert. Die Autorinnen und Autoren untersuchten 478 Stromausfälle, die sich in den letzten 30 Jahren in ganz Europa ereignet hatten, und 14557 Vorfälle im italienischen Stromnetz.&nbsp;<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Resultat: 90 Prozent der Ereignisse haben direkt oder indirekt mit dem Wetter zu tun. Natürlich sind nur Freileitungen betroffen.&nbsp;<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Es liegt daher nahe, den Schluss zu ziehen, dass Freileitungen verglichen mit Erdkabeln klare Schwächen haben, was die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung betrifft.&nbsp;<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>- Hat die Verwaltung die Resultate der ETHZ-Studie integriert oder plant sie dies zu tun?<\/p><p>- Ist der Bundesrat angesichts der Tatsache, dass die Schweizer Industrie über die gesamte Technologie und über das Knowhow verfügt, (endlich) bereit, den Grundsatz umzukehren, dem Erdkabel den Vorzug zu geben und Freileitungen nur dann zu erlauben, wenn eine unterirdische Verlegung nachweislich unmöglich ist und keine vernünftige alternative Streckenführung in Betracht gezogen werden kann?<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Oberirdisch oder unterirdisch geführte Hochspannungsleitungen?"}],"title":"Oberirdisch oder unterirdisch geführte Hochspannungsleitungen?"}