{"id":20260435,"updated":"2026-07-27T17:27:08Z","additionalIndexing":"32;44","affairType":{"abbreviation":"Pa. Iv.","id":4,"name":"Parlamentarische Initiative"},"author":{"councillor":{"code":3074,"gender":"m","id":4161,"name":"Glarner Andreas","officialDenomination":"Glarner"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2026-06-19T00:00:00Z","legislativePeriod":52,"session":"5214"},"descriptors":[],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[]},"federalCouncilProposal":{},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"Parl","id":1,"name":"Parlament","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1781820000000+0200)\/","id":202,"name":"Eingereicht"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":3074,"gender":"m","id":4161,"name":"Glarner Andreas","officialDenomination":"Glarner"},"type":"author"}],"shortId":"26.435","state":{"id":202,"name":"Eingereicht","doneKey":"0","newKey":1},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die Schweiz verfügt über eines der leistungsfähigsten Berufsbildungssysteme der Welt. Dennoch gilt das Gymnasium als Königsweg, die Berufslehre als zweite Wahl. Diese Hierarchie ist schädlich: Sie beschert dem Arbeitsmarkt Jahr für Jahr Absolventinnen und Absolventen, die noch nie eine Rechnung gestellt, ein Projekt abgewickelt oder Verantwortung für ein Ergebnis getragen haben.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Wer studieren will, soll zuvor eine Lehre abgeschlossen haben. Wer danach an eine Fachhochschule möchte, erwirbt berufsbegleitend die Berufsmaturität. Wer an eine Universität oder ETH will, absolviert zusätzlich die Passerelle - die künftig als geförderter Regelweg, nicht als Hürde, ausgestaltet wird. Wer nach der Lehre direkt ins Berufsleben einsteigt, tut dies mit einer vollwertigen Qualifikation - ohne Stigma, ohne Sackgasse.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Die volkswirtschaftlichen Vorteile liegen auf der Hand: Studierende mit Berufserfahrung schliessen zielgerichteter ab, wechseln seltener das Studienfach, sind praxistauglicher und finden schneller in den Arbeitsmarkt.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Der Ausbau der Berufsmittelschulen und Passerellenangebote ist kostenneutral zu gestalten: Mittel aus dem gymnasialen Bereich werden proportional umgeleitet. Die Reform ist strukturell selbstfinanzierend - Lehrbetriebe übernehmen einen substanziellen Teil der Ausbildungskosten.<\/p>"},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Die einschlägigen Bundesgesetze — namentlich BBG und HFKG sowie die Zulassungsverordnungen — sind dahingehend zu revidieren, dass:<\/p><p>&nbsp;<\/p><ol><li><p>Der Abschluss einer eidgenössisch anerkannten beruflichen Grundbildung (EFZ oder EBA) zur obligatorischen Zulassungsvoraussetzung für alle tertiären Bildungseinrichtungen der Schweiz wird - Universitäten, ETH, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen eingeschlossen;<\/p><p>&nbsp;<\/p><\/li><li><p>die Berufsmaturität (BM), erworben berufsbegleitend an der Berufsmittelschule, als Regelzugang zu Fachhochschulen gilt; für Universitäten und ETH bleibt die Passerelle (ergänzende Prüfung BM→Uni) als Zulassungsvoraussetzung bestehen - wird jedoch als geförderter, standardmässig zugänglicher Regelweg ausgestaltet und nicht als Auslesehindernis;<\/p><p>&nbsp;<\/p><\/li><li><p>begründete Ausnahmen möglich bleiben - namentlich für Ausnahmetalente, internationale Studierende und Personen mit gleichwertigen ausländischen Abschlüssen - und der Bundesrat die Ausnahmetatbestände abschliessend per Verordnung regelt;<\/p><p>&nbsp;<\/p><\/li><li>der EFZ-Abschluss ohne Berufsmaturität als vollwertige, eigenständige Qualifikation verankert wird. Die Lehre ist kein Durchgangsstadium, sondern ein gleichwertiger Berufsweg.<\/li><\/ol>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Lehre vor Studium. Berufspraxis als Zulassungsvoraussetzung für alle tertiären Bildungseinrichtungen"}],"title":"Lehre vor Studium. Berufspraxis als Zulassungsvoraussetzung für alle tertiären Bildungseinrichtungen"}