﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20260435</id><updated>2026-07-27T17:27:08Z</updated><additionalIndexing>32;44</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Pa. Iv.</abbreviation><id>4</id><name>Parlamentarische Initiative</name></affairType><author><councillor><code>3074</code><gender>m</gender><id>4161</id><name>Glarner Andreas</name><officialDenomination>Glarner</officialDenomination></councillor><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2026-06-19T00:00:00Z</date><legislativePeriod>52</legislativePeriod><session>5214</session></deposit><descriptors /><drafts><draft><consultation><resolutions /></consultation><federalCouncilProposal /><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>Parl</abbreviation><id>1</id><name>Parlament</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2026-06-19T00:00:00</date><id>202</id><name>Eingereicht</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>3074</code><gender>m</gender><id>4161</id><name>Glarner Andreas</name><officialDenomination>Glarner</officialDenomination></councillor><type>author</type></role></roles><shortId>26.435</shortId><state><id>202</id><name>Eingereicht</name><doneKey>0</doneKey><newKey>1</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Die Schweiz verfügt über eines der leistungsfähigsten Berufsbildungssysteme der Welt. Dennoch gilt das Gymnasium als Königsweg, die Berufslehre als zweite Wahl. Diese Hierarchie ist schädlich: Sie beschert dem Arbeitsmarkt Jahr für Jahr Absolventinnen und Absolventen, die noch nie eine Rechnung gestellt, ein Projekt abgewickelt oder Verantwortung für ein Ergebnis getragen haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer studieren will, soll zuvor eine Lehre abgeschlossen haben. Wer danach an eine Fachhochschule möchte, erwirbt berufsbegleitend die Berufsmaturität. Wer an eine Universität oder ETH will, absolviert zusätzlich die Passerelle - die künftig als geförderter Regelweg, nicht als Hürde, ausgestaltet wird. Wer nach der Lehre direkt ins Berufsleben einsteigt, tut dies mit einer vollwertigen Qualifikation - ohne Stigma, ohne Sackgasse.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die volkswirtschaftlichen Vorteile liegen auf der Hand: Studierende mit Berufserfahrung schliessen zielgerichteter ab, wechseln seltener das Studienfach, sind praxistauglicher und finden schneller in den Arbeitsmarkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Ausbau der Berufsmittelschulen und Passerellenangebote ist kostenneutral zu gestalten: Mittel aus dem gymnasialen Bereich werden proportional umgeleitet. Die Reform ist strukturell selbstfinanzierend - Lehrbetriebe übernehmen einen substanziellen Teil der Ausbildungskosten.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Die einschlägigen Bundesgesetze — namentlich BBG und HFKG sowie die Zulassungsverordnungen — sind dahingehend zu revidieren, dass:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;Der Abschluss einer eidgenössisch anerkannten beruflichen Grundbildung (EFZ oder EBA) zur obligatorischen Zulassungsvoraussetzung für alle tertiären Bildungseinrichtungen der Schweiz wird - Universitäten, ETH, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen eingeschlossen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;die Berufsmaturität (BM), erworben berufsbegleitend an der Berufsmittelschule, als Regelzugang zu Fachhochschulen gilt; für Universitäten und ETH bleibt die Passerelle (ergänzende Prüfung BM→Uni) als Zulassungsvoraussetzung bestehen - wird jedoch als geförderter, standardmässig zugänglicher Regelweg ausgestaltet und nicht als Auslesehindernis;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;begründete Ausnahmen möglich bleiben - namentlich für Ausnahmetalente, internationale Studierende und Personen mit gleichwertigen ausländischen Abschlüssen - und der Bundesrat die Ausnahmetatbestände abschliessend per Verordnung regelt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;der EFZ-Abschluss ohne Berufsmaturität als vollwertige, eigenständige Qualifikation verankert wird. Die Lehre ist kein Durchgangsstadium, sondern ein gleichwertiger Berufsweg.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Lehre vor Studium. Berufspraxis als Zulassungsvoraussetzung für alle tertiären Bildungseinrichtungen</value></text></texts><title>Lehre vor Studium. Berufspraxis als Zulassungsvoraussetzung für alle tertiären Bildungseinrichtungen</title></affair>