Armee 95. Instruktorenfunktion

ShortId
94.3122
Id
19943122
Updated
25.06.2025 01:56
Language
de
Title
Armee 95. Instruktorenfunktion
AdditionalIndexing
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Ich habe die Redimensionierung unserer Milizarmee, wie sie durch die Organisation der "Armee 95" eingeleitet wird, zum Anlass genommen, um die im vorliegenden Postulat aufgeführten 6 Punkte dem Bundesrat und vor allem der zuständigen ausführenden Behörde (EMD) zur Prüfung zu unterbreiten. Die Zurückholung des Instruktionskorps in die Kommandos der Truppen in den verschiedenen Regionen unseres Landes scheint mir notwendig, ja dringlich. Es scheint mir heute mehr als Zweckmässig, die Instruktoren aus den Büros der "Planungsbürokratie" des Generalstabes und des EMD herauszuholen, um den zahlenmässig reduzierten bewaffneten Einheiten unserer Milizarmee zu einer professionell verantworteten Führung zu verhelfen. Die Region südlich der Alpen oder des Gotthards (konkret, das Tessin) muss eindeutige Anhaltspunkte finden können, wenn es um den Schutz ihrer ethnischen und geographischen Bedeutung im Rahmen der Eidgenossenschaft geht. Die Gebirgsdivision 9, die mit der Neuorganisation der Armee tatsächlich zu einer "voralpinen Abwehrbrigade" geworden ist, sollte nicht nur dem Namen nach und nicht nur als "Symbol" geschützt und verstärkt werden. Im Rahmen der "Armee 95" soll die Führung höherer militärischer Einheiten vorwiegend von hauptberuflichen Instruktoren übernommen werden, die - nicht nur ihrer Karriere wegen - mit dem Kommando der Truppen auf den Ausbildungsplätzen, und nicht vom Schreibtisch aus, vertraut sind. Im Rahmen der Organisation der "Armee 95" muss der sprachlichen, kulturellen und mentalitätsmässigen Verschiedenheit der einzelnen Regionen der Schweiz Rechnung getragen werden. Die militärische Verteidigung und die Verteidigung unserer zivilen Werte (kultureller, menschlicher und ethnischer Art) miteinander zu verbinden, scheint mir im Hinblick auf die Zukunft unserer Milizarmee im 21. Jahrhundert geradezu eine Pflicht.</p>
  • <p>Nach der Abstimmung über die "Armee 95" ersuche ich den Bundesrat, die Funktionen des Instruktionskorps im Rahmen des neuen Konzepts für unsere bewaffnete Landesverteidigung zu überdenken und aufzuwerten.</p><p>Insbesondere sind folgende Punkte zu prüfen:</p><p>1. Welche Funktionen der Militärinstruktoren gedenkt man in quantitativer wie auch in qualitativer Hinsicht zu fördern und festzuschreiben?</p><p>2. Die Instruktoren, die zurzeit in Büros des Generalstabes verbannt sind und nicht näher umschriebene, nicht unbedingt mit ihrem Beruf als Truppeninstruktor zusammenhängende Aufgaben erfüllen, sollten auf die Ausbildungsplätze und in die Truppenkommandos zurückgeholt werden.</p><p>3. Auch in der "Armee 95" ist dafür zu sorgen, dass den sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten der verschiedenen Regionen unseres Landes Rechnung getragen wird.</p><p>4. Gestützt auf Punkt 3 ist namentlich auf Kontinuität bei der Besetzung der Kommandos von Truppen aus der Südschweiz (Tessin) mit italienischsprachigen Instruktoren zu achten.</p><p>5. Was gedenkt man im Rahmen der Reform der "Armee 95" zu unternehmen, um die Verteidigung des schweizerischen Territoriums südlich des Gotthards und entlang des Alpenkammes umzustrukturieren?</p><p>6. Wie sollen im Rahmen der Reform "Armee 95" die bewaffnete Verteidigung und die Verteidigung der zivilen, kulturellen, menschlichen und historischen Werte der Eidgenossenschaft miteinander verbunden werden?</p>
  • Armee 95. Instruktorenfunktion
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Ich habe die Redimensionierung unserer Milizarmee, wie sie durch die Organisation der "Armee 95" eingeleitet wird, zum Anlass genommen, um die im vorliegenden Postulat aufgeführten 6 Punkte dem Bundesrat und vor allem der zuständigen ausführenden Behörde (EMD) zur Prüfung zu unterbreiten. Die Zurückholung des Instruktionskorps in die Kommandos der Truppen in den verschiedenen Regionen unseres Landes scheint mir notwendig, ja dringlich. Es scheint mir heute mehr als Zweckmässig, die Instruktoren aus den Büros der "Planungsbürokratie" des Generalstabes und des EMD herauszuholen, um den zahlenmässig reduzierten bewaffneten Einheiten unserer Milizarmee zu einer professionell verantworteten Führung zu verhelfen. Die Region südlich der Alpen oder des Gotthards (konkret, das Tessin) muss eindeutige Anhaltspunkte finden können, wenn es um den Schutz ihrer ethnischen und geographischen Bedeutung im Rahmen der Eidgenossenschaft geht. Die Gebirgsdivision 9, die mit der Neuorganisation der Armee tatsächlich zu einer "voralpinen Abwehrbrigade" geworden ist, sollte nicht nur dem Namen nach und nicht nur als "Symbol" geschützt und verstärkt werden. Im Rahmen der "Armee 95" soll die Führung höherer militärischer Einheiten vorwiegend von hauptberuflichen Instruktoren übernommen werden, die - nicht nur ihrer Karriere wegen - mit dem Kommando der Truppen auf den Ausbildungsplätzen, und nicht vom Schreibtisch aus, vertraut sind. Im Rahmen der Organisation der "Armee 95" muss der sprachlichen, kulturellen und mentalitätsmässigen Verschiedenheit der einzelnen Regionen der Schweiz Rechnung getragen werden. Die militärische Verteidigung und die Verteidigung unserer zivilen Werte (kultureller, menschlicher und ethnischer Art) miteinander zu verbinden, scheint mir im Hinblick auf die Zukunft unserer Milizarmee im 21. Jahrhundert geradezu eine Pflicht.</p>
    • <p>Nach der Abstimmung über die "Armee 95" ersuche ich den Bundesrat, die Funktionen des Instruktionskorps im Rahmen des neuen Konzepts für unsere bewaffnete Landesverteidigung zu überdenken und aufzuwerten.</p><p>Insbesondere sind folgende Punkte zu prüfen:</p><p>1. Welche Funktionen der Militärinstruktoren gedenkt man in quantitativer wie auch in qualitativer Hinsicht zu fördern und festzuschreiben?</p><p>2. Die Instruktoren, die zurzeit in Büros des Generalstabes verbannt sind und nicht näher umschriebene, nicht unbedingt mit ihrem Beruf als Truppeninstruktor zusammenhängende Aufgaben erfüllen, sollten auf die Ausbildungsplätze und in die Truppenkommandos zurückgeholt werden.</p><p>3. Auch in der "Armee 95" ist dafür zu sorgen, dass den sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten der verschiedenen Regionen unseres Landes Rechnung getragen wird.</p><p>4. Gestützt auf Punkt 3 ist namentlich auf Kontinuität bei der Besetzung der Kommandos von Truppen aus der Südschweiz (Tessin) mit italienischsprachigen Instruktoren zu achten.</p><p>5. Was gedenkt man im Rahmen der Reform der "Armee 95" zu unternehmen, um die Verteidigung des schweizerischen Territoriums südlich des Gotthards und entlang des Alpenkammes umzustrukturieren?</p><p>6. Wie sollen im Rahmen der Reform "Armee 95" die bewaffnete Verteidigung und die Verteidigung der zivilen, kulturellen, menschlichen und historischen Werte der Eidgenossenschaft miteinander verbunden werden?</p>
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