Unterstützung des Spitzensports

ShortId
94.3128
Id
19943128
Updated
10.04.2024 13:16
Language
de
Title
Unterstützung des Spitzensports
AdditionalIndexing
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Nachdem die Ergebnisse in Albertville und Barcelona katastrophal ausgefallen sind und nachdem man in Lillehammer die beunruhigende Feststellung machen musste, dass es an Nachwuchs fehlt, steht der Schweizer Spitzensport vor schwierigen Jahren.</p><p>Im Vorfeld der Kandidatur von Sitten-Wallis für die olympischen Spiele von 2002 wird es Zeit, sich zu fragen, welche Rolle der Bund im Spitzensport spielen kann und spielen muss. Der Spitzensport ist krank - nicht nur, weil er zu oft unter archaischen Strukturen leidet und von Funktionären mit festgefahrenen Vorstellungen geführt wird, sondern auch, weil ihm die Gemeinwesen nicht immer das geschuldete Interesse entgegenbringen. Dabei ist er heute ebensosehr ein gesellschaftliches Phänomen wie die Kultur und verdient als solches ebenso grosse Unterstützung. </p><p>Es geht keineswegs darum, die wichtige Funktion des Volks- oder Breitensportes und die Notwendigkeit, dass sich der Bund in erster Linie und sehr grosszügig für diesen einsetzt, zu bestreiten, sondern um die Frage, ob es denn so stossend sei, von den Bundesbehörden ein bisschen mehr Aufmerksamkeit für die Spitzensportler zu verlangen. Diese können sich nicht mit Glückwunschtelegrammen und - auch noch so wohlgemeinten - Händedrücken zufrieden geben, wenn es gilt, die Mittel für die Verbesserung ihrer Leistungen zu finden.</p><p>Wohlverstanden, es wird vom Bundesrat nicht verlangt, dass er das tut, was in gewissen anderen Ländern, wo es eine regelrechte staatliche Sportpolitik gibt, gemacht wird oder gemacht wurde. Uebrigens stehen die Investitionen nicht immer im richtigen Verhältnis zu den erzielten Resultaten. </p><p>Wäre es, einmal abgesehen von einem grösseren finanziellen Engagement des Bundes - die wichtigsten Sportverbände sind selber, wie es scheint, davon wenig begeistert -, nicht möglich, die Leistungen und Erleichterungen, die Spitzensportlern und nationalen Sportverbänden gewährt werden, wesentlich zu erhöhen?</p><p>Die Antwort des Bundesrates wird dem Parlament Gelegenheit geben, eine Diskussion darüber zu führen, wie weit der Bund den Spitzensport unterstützen soll.</p>
  • Antwort des Bundesrates.
  • <p>Der Bundesrat wird ersucht, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche Politik gedenkt er künftig zu verfolgen, um den Sport ganz allgemein und den Spitzensport im besonderen zu unterstützen?</p><p>2. Ist er bereit, dafür zu sorgen, dass sich der Bund künftig für den Sport finanziell stärker engagiert?</p><p>3. Ist er bereit, den Spitzensportlern und den Sportorganisationen vermehrt Unterstützung in Form von Leistungen und Erleichterungen zu gewähren?</p>
  • Unterstützung des Spitzensports
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Nachdem die Ergebnisse in Albertville und Barcelona katastrophal ausgefallen sind und nachdem man in Lillehammer die beunruhigende Feststellung machen musste, dass es an Nachwuchs fehlt, steht der Schweizer Spitzensport vor schwierigen Jahren.</p><p>Im Vorfeld der Kandidatur von Sitten-Wallis für die olympischen Spiele von 2002 wird es Zeit, sich zu fragen, welche Rolle der Bund im Spitzensport spielen kann und spielen muss. Der Spitzensport ist krank - nicht nur, weil er zu oft unter archaischen Strukturen leidet und von Funktionären mit festgefahrenen Vorstellungen geführt wird, sondern auch, weil ihm die Gemeinwesen nicht immer das geschuldete Interesse entgegenbringen. Dabei ist er heute ebensosehr ein gesellschaftliches Phänomen wie die Kultur und verdient als solches ebenso grosse Unterstützung. </p><p>Es geht keineswegs darum, die wichtige Funktion des Volks- oder Breitensportes und die Notwendigkeit, dass sich der Bund in erster Linie und sehr grosszügig für diesen einsetzt, zu bestreiten, sondern um die Frage, ob es denn so stossend sei, von den Bundesbehörden ein bisschen mehr Aufmerksamkeit für die Spitzensportler zu verlangen. Diese können sich nicht mit Glückwunschtelegrammen und - auch noch so wohlgemeinten - Händedrücken zufrieden geben, wenn es gilt, die Mittel für die Verbesserung ihrer Leistungen zu finden.</p><p>Wohlverstanden, es wird vom Bundesrat nicht verlangt, dass er das tut, was in gewissen anderen Ländern, wo es eine regelrechte staatliche Sportpolitik gibt, gemacht wird oder gemacht wurde. Uebrigens stehen die Investitionen nicht immer im richtigen Verhältnis zu den erzielten Resultaten. </p><p>Wäre es, einmal abgesehen von einem grösseren finanziellen Engagement des Bundes - die wichtigsten Sportverbände sind selber, wie es scheint, davon wenig begeistert -, nicht möglich, die Leistungen und Erleichterungen, die Spitzensportlern und nationalen Sportverbänden gewährt werden, wesentlich zu erhöhen?</p><p>Die Antwort des Bundesrates wird dem Parlament Gelegenheit geben, eine Diskussion darüber zu führen, wie weit der Bund den Spitzensport unterstützen soll.</p>
    • Antwort des Bundesrates.
    • <p>Der Bundesrat wird ersucht, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche Politik gedenkt er künftig zu verfolgen, um den Sport ganz allgemein und den Spitzensport im besonderen zu unterstützen?</p><p>2. Ist er bereit, dafür zu sorgen, dass sich der Bund künftig für den Sport finanziell stärker engagiert?</p><p>3. Ist er bereit, den Spitzensportlern und den Sportorganisationen vermehrt Unterstützung in Form von Leistungen und Erleichterungen zu gewähren?</p>
    • Unterstützung des Spitzensports

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