Bevorzugung schweizerischer Steinwerke
- ShortId
-
94.3185
- Id
-
19943185
- Updated
-
14.11.2025 07:27
- Language
-
de
- Title
-
Bevorzugung schweizerischer Steinwerke
- AdditionalIndexing
-
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Bei der derzeitigen Wirtschaftslage ist es meiner Auffassung nach notwendig, den Sektor unserer Industrie, der in der Schweiz abgebautes wertvolles Gestein wie Granit, Gneis und Marmor bearbeitet, mit antizyklischen Massnahmen zu stützen.</p><p>Die Bevorzugung der ausländischen Konkurrenz hat verheerende wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen, die unmittelbar die Beschäftigungslage in diesem Sektor beeinträchtigen.</p><p>Die Oeffentlichkeit in unserem Land begreift nicht immer, wieso bei Bauvorhaben des Bundes, der Kantone und der Gemeinden (insbesondere der Regiebetriebe PTT und SBB) oftmals ausländische Konkurrenzfirmen aus dem Bereich der steinbear-beitenden Industrie bevorzugt werden.</p><p>Einige Regionen der Schweiz, insbesondere das Tessin, sind aufgrund der geologi-schen Voraussetzungen im Alpen- und Voralpengebiet sowie im subalpinen Bereich historisch und kulturell eng mit dieser Industrie verbunden.</p><p>Es ist eine Pflicht des Bundesstaates sowie der Behörden von Kantonen und Ge-meinden, die schweizerische steinbearbeitende Industrie zu unterstützen, denn ihr Niedergang hätte Folgen für die Beschäftigungslage im ganzen Land und - so lässt sich erahnen - verheerende soziale und finanzielle Auswirkungen.</p><p>Die Einsparungen, die dank Aufträgen an ausländische Konkurrenzfirmen mit günsti-geren Preisangeboten erzielt werden könnten, würden durch die finanzielle Mehrbe-lastung, welche die konjunkturbedingte Arbeitslosigkeit in unserem Land verursacht, aufgehoben.</p><p>Aus den genannten Gründen ersuche ich den Bundesrat, umgehend zu prüfen, ob für die Stellen, welche bei Bund, Kantonen und Gemeinden in diesem Bereich Auf-träge erteilen, nicht neue Vorschriften erlassen werden sollten, damit nicht nur die schweizerische steinbearbeitende Industrie erhalten werden kann, sondern auch die Arbeitsplätze in den Regionen gesichert sind, welche aufgrund ihrer besonderen geologischen Voraussetzungen eng mit diesem Wirtschaftssektor verbunden sind.</p>
- <p>Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, ob:</p><p>a. Bund, Bundesverwaltung und Regiebetriebe;</p><p>b. Kantone; und</p><p>c. Gemeinden</p><p>durch die Änderung bestehender gesetzlicher Bestimmungen oder durch den Erlass einer neuer Verordnung nicht dazu verpflichtet werden könnten, für öffentliche Bauwerke Baumaterial der schweizerischen steinbearbeitenden Industrie (z. B. Granit, Gneis oder Marmor) zu beziehen.</p>
- Bevorzugung schweizerischer Steinwerke
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Bei der derzeitigen Wirtschaftslage ist es meiner Auffassung nach notwendig, den Sektor unserer Industrie, der in der Schweiz abgebautes wertvolles Gestein wie Granit, Gneis und Marmor bearbeitet, mit antizyklischen Massnahmen zu stützen.</p><p>Die Bevorzugung der ausländischen Konkurrenz hat verheerende wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen, die unmittelbar die Beschäftigungslage in diesem Sektor beeinträchtigen.</p><p>Die Oeffentlichkeit in unserem Land begreift nicht immer, wieso bei Bauvorhaben des Bundes, der Kantone und der Gemeinden (insbesondere der Regiebetriebe PTT und SBB) oftmals ausländische Konkurrenzfirmen aus dem Bereich der steinbear-beitenden Industrie bevorzugt werden.</p><p>Einige Regionen der Schweiz, insbesondere das Tessin, sind aufgrund der geologi-schen Voraussetzungen im Alpen- und Voralpengebiet sowie im subalpinen Bereich historisch und kulturell eng mit dieser Industrie verbunden.</p><p>Es ist eine Pflicht des Bundesstaates sowie der Behörden von Kantonen und Ge-meinden, die schweizerische steinbearbeitende Industrie zu unterstützen, denn ihr Niedergang hätte Folgen für die Beschäftigungslage im ganzen Land und - so lässt sich erahnen - verheerende soziale und finanzielle Auswirkungen.</p><p>Die Einsparungen, die dank Aufträgen an ausländische Konkurrenzfirmen mit günsti-geren Preisangeboten erzielt werden könnten, würden durch die finanzielle Mehrbe-lastung, welche die konjunkturbedingte Arbeitslosigkeit in unserem Land verursacht, aufgehoben.</p><p>Aus den genannten Gründen ersuche ich den Bundesrat, umgehend zu prüfen, ob für die Stellen, welche bei Bund, Kantonen und Gemeinden in diesem Bereich Auf-träge erteilen, nicht neue Vorschriften erlassen werden sollten, damit nicht nur die schweizerische steinbearbeitende Industrie erhalten werden kann, sondern auch die Arbeitsplätze in den Regionen gesichert sind, welche aufgrund ihrer besonderen geologischen Voraussetzungen eng mit diesem Wirtschaftssektor verbunden sind.</p>
- <p>Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, ob:</p><p>a. Bund, Bundesverwaltung und Regiebetriebe;</p><p>b. Kantone; und</p><p>c. Gemeinden</p><p>durch die Änderung bestehender gesetzlicher Bestimmungen oder durch den Erlass einer neuer Verordnung nicht dazu verpflichtet werden könnten, für öffentliche Bauwerke Baumaterial der schweizerischen steinbearbeitenden Industrie (z. B. Granit, Gneis oder Marmor) zu beziehen.</p>
- Bevorzugung schweizerischer Steinwerke
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