Erhebung zum Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung
- ShortId
-
94.3212
- Id
-
19943212
- Updated
-
10.04.2024 13:09
- Language
-
de
- Title
-
Erhebung zum Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung
- AdditionalIndexing
-
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Verbesserte Kenntnisse über das Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzungen sind eine wichtige Grundlage für die Zukunft der Arbeit, insbesondere für die Erhöhung des Beschäftigungsgrades durch eine Verteilung des vorhandenen Arbeitsvolumens auf die Erwerbstätigen. Dabei ist es einerseits wichtig, zu wissen, wie die Arbeitswünsche der Erwerbstätigen aussehen, namentlich auch die Bedürfnisse von Partnern in Lebensgemeinschaften. Andrerseits sind die betrieblichen und unternehmerischen Voraussetzungen einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung und die entsprechenden Potentiale zur Steigerung der Produktivität und der Beschäftigung von Interesse.</p><p>Die Mc Kinsey Company publizierte kürzlich eine aufschlussreiche Studie für Deutschland zu dieser Frage (Mc Kinsey Company: Teilen und Gewinnen. Das Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung. Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen seit 1987. München 1994). In Deutschland wurde eine Erhebung mit der gleichen Fragestellung durch die Bundesanstalt für Arbeit bereits 1981 durchgeführt (Heft 56 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit. Nürnberg 1981).</p>
- <p>Hinsichtlich der Arbeitszeitwünsche der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bestehen bereits Informationen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake). Im Rahmen der Sake wird jedes Jahr bei 18 000 Haushalten eine telefonische Befragung durchgeführt, bei welcher verschiedene Fragen zur Arbeitszeitflexibilisierung gestellt werden. So geben Voll- und Teilzeiterwerbstätige u. a. an, ob sie in ihrer Tätigkeit eine Reduktion bzw. Aufstockung der Arbeitszeit begrüssen würden. 1993 waren 60 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit ihrer Arbeitszeit zufrieden, 32 Prozent wollten bei entsprechender Lohnanpassung lieber weniger arbeiten, und 8 Prozent wünschten eine Ausdehnung ihres Arbeitsvolumens. Die Ergebnisse der Sake geben auch Auskunft über die Anzahl Stunden, um welche die vollzeit- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihre Arbeitszeit reduzieren bzw. erhöhen möchten, und über die Gründe, die zu einer Teilzeitanstellung führen.</p> Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, eine Erhebung über die Arbeitszeitwünsche der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und über das Potential der wirtschaftlich teilbaren Arbeitsplätze in der Schweiz durchzuführen. Die Resultate dieser repräsentativen Erhebung sollen Grundlagen für eine solidarische und flexible Arbeitszeitgestaltung in der Zukunft liefern.</p>
- Erhebung zum Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Verbesserte Kenntnisse über das Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzungen sind eine wichtige Grundlage für die Zukunft der Arbeit, insbesondere für die Erhöhung des Beschäftigungsgrades durch eine Verteilung des vorhandenen Arbeitsvolumens auf die Erwerbstätigen. Dabei ist es einerseits wichtig, zu wissen, wie die Arbeitswünsche der Erwerbstätigen aussehen, namentlich auch die Bedürfnisse von Partnern in Lebensgemeinschaften. Andrerseits sind die betrieblichen und unternehmerischen Voraussetzungen einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung und die entsprechenden Potentiale zur Steigerung der Produktivität und der Beschäftigung von Interesse.</p><p>Die Mc Kinsey Company publizierte kürzlich eine aufschlussreiche Studie für Deutschland zu dieser Frage (Mc Kinsey Company: Teilen und Gewinnen. Das Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung. Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen seit 1987. München 1994). In Deutschland wurde eine Erhebung mit der gleichen Fragestellung durch die Bundesanstalt für Arbeit bereits 1981 durchgeführt (Heft 56 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit. Nürnberg 1981).</p>
- <p>Hinsichtlich der Arbeitszeitwünsche der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bestehen bereits Informationen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake). Im Rahmen der Sake wird jedes Jahr bei 18 000 Haushalten eine telefonische Befragung durchgeführt, bei welcher verschiedene Fragen zur Arbeitszeitflexibilisierung gestellt werden. So geben Voll- und Teilzeiterwerbstätige u. a. an, ob sie in ihrer Tätigkeit eine Reduktion bzw. Aufstockung der Arbeitszeit begrüssen würden. 1993 waren 60 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit ihrer Arbeitszeit zufrieden, 32 Prozent wollten bei entsprechender Lohnanpassung lieber weniger arbeiten, und 8 Prozent wünschten eine Ausdehnung ihres Arbeitsvolumens. Die Ergebnisse der Sake geben auch Auskunft über die Anzahl Stunden, um welche die vollzeit- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihre Arbeitszeit reduzieren bzw. erhöhen möchten, und über die Gründe, die zu einer Teilzeitanstellung führen.</p> Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, eine Erhebung über die Arbeitszeitwünsche der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und über das Potential der wirtschaftlich teilbaren Arbeitsplätze in der Schweiz durchzuführen. Die Resultate dieser repräsentativen Erhebung sollen Grundlagen für eine solidarische und flexible Arbeitszeitgestaltung in der Zukunft liefern.</p>
- Erhebung zum Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung
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