Millionen-Diebstähle bei der PTT
- ShortId
-
94.3289
- Id
-
19943289
- Updated
-
10.04.2024 10:29
- Language
-
de
- Title
-
Millionen-Diebstähle bei der PTT
- AdditionalIndexing
-
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der neuerliche Sihlpostraub vom Februar 1994 sowie der Millionenraub in der St. Galler Hauptpost vom April 1994 werfen die Frage auf, ob die PTT nicht unverantwortlich und naiv mit Millionenbeträgen umgeht.</p><p>In Zürich wurde eine Wertsendung in Millionenhöhe von nur drei Postangestellten mit offenbar ungenügenden Sicherheitsvorkehrungen transportiert. Bei der Befragung der Zeugen (= Postangestellten) musste die Polizei Dolmetscher für 8 Sprachen einsetzen. Offenbar setzt die PTT Personen ein, die keine Landessprache sprechen, und dies im sensiblen Geldtransportbereich.</p><p>In St. Gallen öffneten die Räuber zwei Tresore "mit vorgefundenen Schlüsseln", die ein Postangestellter (entweder fahrlässig oder gar absichtlich) auf einem Tisch liegen liess.</p><p>Bei beiden bis heute ungeklärten Diebstählen tauchte auch der Verdacht auf, die Räuber verfügten über Tips oder Schützenhilfe von Postangestellten.</p><p>Dieser naive Umgang der PTT mit Millionenbeträgen stellt geradezu eine Einladung zu weiteren solchen Ueberfällen an. Deshalb regt der vorliegende Vorstoss an, die Sicherheitsvorkehren wirksam zu verschärfen und dem Stand anzupassen, der bei den Banken üblich ist.</p>
- <p>Der Bundesrat wird ersucht,</p><p>- dafür zu sorgen, dass die Sicherheitsmassnahmen der PTT bei Geldtransporten und Geldlagerungen umgehend verbessert werden, damit weitere Millionendiebstähle verhindert werden können; die Sicherheitsmassnahmen sind mindestens dem bei den Banken üblichen Standard anzupassen;</p><p>- dafür zu sorgen, dass die PTT nur vertrauensvolle Personen mit einwandfreiem Leumund in den sensiblen Bereichen einsetzen, die zudem die Landessprache des jeweiligen Landesgebietes beherrschen.</p>
- Millionen-Diebstähle bei der PTT
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Der neuerliche Sihlpostraub vom Februar 1994 sowie der Millionenraub in der St. Galler Hauptpost vom April 1994 werfen die Frage auf, ob die PTT nicht unverantwortlich und naiv mit Millionenbeträgen umgeht.</p><p>In Zürich wurde eine Wertsendung in Millionenhöhe von nur drei Postangestellten mit offenbar ungenügenden Sicherheitsvorkehrungen transportiert. Bei der Befragung der Zeugen (= Postangestellten) musste die Polizei Dolmetscher für 8 Sprachen einsetzen. Offenbar setzt die PTT Personen ein, die keine Landessprache sprechen, und dies im sensiblen Geldtransportbereich.</p><p>In St. Gallen öffneten die Räuber zwei Tresore "mit vorgefundenen Schlüsseln", die ein Postangestellter (entweder fahrlässig oder gar absichtlich) auf einem Tisch liegen liess.</p><p>Bei beiden bis heute ungeklärten Diebstählen tauchte auch der Verdacht auf, die Räuber verfügten über Tips oder Schützenhilfe von Postangestellten.</p><p>Dieser naive Umgang der PTT mit Millionenbeträgen stellt geradezu eine Einladung zu weiteren solchen Ueberfällen an. Deshalb regt der vorliegende Vorstoss an, die Sicherheitsvorkehren wirksam zu verschärfen und dem Stand anzupassen, der bei den Banken üblich ist.</p>
- <p>Der Bundesrat wird ersucht,</p><p>- dafür zu sorgen, dass die Sicherheitsmassnahmen der PTT bei Geldtransporten und Geldlagerungen umgehend verbessert werden, damit weitere Millionendiebstähle verhindert werden können; die Sicherheitsmassnahmen sind mindestens dem bei den Banken üblichen Standard anzupassen;</p><p>- dafür zu sorgen, dass die PTT nur vertrauensvolle Personen mit einwandfreiem Leumund in den sensiblen Bereichen einsetzen, die zudem die Landessprache des jeweiligen Landesgebietes beherrschen.</p>
- Millionen-Diebstähle bei der PTT
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