Krebsrisiko von Dieselmotorabgasen

ShortId
94.3456
Id
19943456
Updated
25.06.2025 02:01
Language
de
Title
Krebsrisiko von Dieselmotorabgasen
AdditionalIndexing
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die nationalrätliche Urek hat am 8. November 1993 eine Motion (93.3536) eingereicht, welche unter sichernden Randbedingungen eine Änderung der derzeitigen Treibstoffzollansätze im Sinne einer ertragsneutralen Zolldifferenzierung zwischen Benzin und Dieselöl verlangte. Damit sollten eine mit der Entwicklung in den Nachbarländern vergleichbare, längerfristige Förderung des Dieselbetriebes im Personenwagen-Strassenverkehr und damit eine spürbare Reduktion der Umweltbelastung (namentlich im Bereiche der CO2- und der HC-Emissionen) und des Energieverbrauches erreicht werden.</p><p>Unter Berufung auf die für ihn entscheidwesentliche, seines Erachtens grosse Wahrscheinlichkeit eines Krebsrisikos der Russpartikelemissionen von Dieselmotoren beantragte der Bundesrat, die Motion abzulehnen.</p><p>In der Folge führte die Urek am 17. Mai 1994 mit verschiedenen Experten Hearings zu dieser Frage durch. Trotz der grossen Vorteile sowohl in energetischer Hinsicht wie im Hinblick auf die Reduktion der CO2-Emissionen zog die Urek den Vorstoss zurück, weil die Bedenken bezüglich der Kanzerogenität nicht zerstreut werden konnten. Offen blieb dabei die wissenschaftlich noch ungenügend geklärte Frage, ob eine Wirkungsschwelle vorhanden sei, so dass unterhalb einer gewissen Konzentration (d. h. unterhalb der bestehenden oder allenfalls zu verschärfenden Partikelgrenzwerte) von einem Krebsrisiko nicht mehr gesprochen werden könnte.</p>
  • <p>Angesichts der für unsere Energie- und Umweltsituation attraktiv erscheinenden Förderung des Dieselbetriebes von Personenwagen ersuche ich den Bundesrat, der Frage einer allenfalls bestehenden gesundheitlichen Wirkungsschwelle der Russpartikelemissionen besondere Beachtung zu schenken und sich</p><p>- um eine diesbezügliche, international koordinierte Forschung zu bemühen; oder</p><p>- die Frage im Rahmen der NFP aufzunehmen.</p>
  • Krebsrisiko von Dieselmotorabgasen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die nationalrätliche Urek hat am 8. November 1993 eine Motion (93.3536) eingereicht, welche unter sichernden Randbedingungen eine Änderung der derzeitigen Treibstoffzollansätze im Sinne einer ertragsneutralen Zolldifferenzierung zwischen Benzin und Dieselöl verlangte. Damit sollten eine mit der Entwicklung in den Nachbarländern vergleichbare, längerfristige Förderung des Dieselbetriebes im Personenwagen-Strassenverkehr und damit eine spürbare Reduktion der Umweltbelastung (namentlich im Bereiche der CO2- und der HC-Emissionen) und des Energieverbrauches erreicht werden.</p><p>Unter Berufung auf die für ihn entscheidwesentliche, seines Erachtens grosse Wahrscheinlichkeit eines Krebsrisikos der Russpartikelemissionen von Dieselmotoren beantragte der Bundesrat, die Motion abzulehnen.</p><p>In der Folge führte die Urek am 17. Mai 1994 mit verschiedenen Experten Hearings zu dieser Frage durch. Trotz der grossen Vorteile sowohl in energetischer Hinsicht wie im Hinblick auf die Reduktion der CO2-Emissionen zog die Urek den Vorstoss zurück, weil die Bedenken bezüglich der Kanzerogenität nicht zerstreut werden konnten. Offen blieb dabei die wissenschaftlich noch ungenügend geklärte Frage, ob eine Wirkungsschwelle vorhanden sei, so dass unterhalb einer gewissen Konzentration (d. h. unterhalb der bestehenden oder allenfalls zu verschärfenden Partikelgrenzwerte) von einem Krebsrisiko nicht mehr gesprochen werden könnte.</p>
    • <p>Angesichts der für unsere Energie- und Umweltsituation attraktiv erscheinenden Förderung des Dieselbetriebes von Personenwagen ersuche ich den Bundesrat, der Frage einer allenfalls bestehenden gesundheitlichen Wirkungsschwelle der Russpartikelemissionen besondere Beachtung zu schenken und sich</p><p>- um eine diesbezügliche, international koordinierte Forschung zu bemühen; oder</p><p>- die Frage im Rahmen der NFP aufzunehmen.</p>
    • Krebsrisiko von Dieselmotorabgasen

Back to List