Rollmaterialbeschaffung bei den Bahnen und Lärmschutz- bzw. Sicherheitsmassnahmen

ShortId
94.3498
Id
19943498
Updated
25.06.2025 02:05
Language
de
Title
Rollmaterialbeschaffung bei den Bahnen und Lärmschutz- bzw. Sicherheitsmassnahmen
AdditionalIndexing
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das Konzept "Bahn 2000" wie auch das Programm Alptransit gehen von verfügbaren, bestehenden Zufahrtsstrecken aus. Der Aargau als klassischer Transitkanton ist davon besonders betroffen. Die Zugsdichte - auch nachts und am Wochenende - nimmt auf diesen Hauptrouten stetig zu.</p><p>Einzelne Kantone scheinen sich in der Forderung nach Maximallösungen gegenseitig übertrumpfen zu wollen (z. B. Neubaustrecke Olten--Mattstetten, Kantone Uri und Tessin) und fordern Tunnelbauten in nie gekanntem Ausmass.</p><p>Es kann nicht hingenommen werden, dass in Kantonen, in welchen die bestehenden Anlagen voll für den Transit und den Fernreiseverkehr beansprucht werden, die Finanzierung letztlich für die notwendige Netzergänzung und die Sicherheits- und Lärmschutzmassnahmen fehlt, wenn andernorts unverhältnismässige Investitionen getätigt werden müssen. Mit einem vertretbaren Aufwand, der in keiner Relation zu den Neubauforderungen steht und dem ganzen Netz in der ganzen Schweiz dienlich ist, kann mit Rollmaterialersatz und gezielten Schutz- wie Sicherheitsmassnahmen hohe Effizienz erreicht werden im Interesse der betroffenen Bevölkerung und der Förderung der Schiene.</p><p>Die Zielsetzung muss im Rahmen von "Bahn 2000", Alptransit und laufenden Verbesserungen am Schienennetz und beim Rollmaterial letztlich sein, ein auf den gesamten Hauptrouten modernes und umweltverträgliches Bahnsystem für die Schweiz zu erreichen. Sollten die tranchenweisen Kredite im Rahmen der ordentlichen Budgetierung und des Mittelfristplanes der SBB für die erwähnten Massnahmen und die Rollmaterialbeschaffung nicht ausreichen, so ist den eidgenössischen Räten eine Sondervorlage zu unterbreiten.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird eingeladen,</p><p>- die Beschaffung von neuem Rollmaterial für die Bahnen in der Schweiz für sämtliche Zugskompositionen, im besonderen aber auch für den Güterverkehr, zu beschleunigen, die Beschaffungskredite entsprechend zu erhöhen und gleichzeitig</p><p>- die Verhandlungen im Verbund mit den europäischen Bahnen zu intensivieren für einen sukzessive höheren Einsatz von modernem, lärmarmen und auf sicherheitstechnisch hohem Stand verfügbarem Rollmaterial auf der Schiene.</p><p>- Dabei ist den Haupttransitstrecken (Huckepackkorridor, später Zulaufstrecken im Rahmen des Alptransits) besondere Beachtung zu schenken, und</p><p>- gleichzeitig ist die Lärmdämmung in empfindlichen Siedlungsräumen (Lärmschutzmassnahmen) entlang den Hauptrouten entschieden zu fördern, und die Anforderungen der Lärmschutzverordnung sind zu erfüllen.</p>
  • Rollmaterialbeschaffung bei den Bahnen und Lärmschutz- bzw. Sicherheitsmassnahmen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das Konzept "Bahn 2000" wie auch das Programm Alptransit gehen von verfügbaren, bestehenden Zufahrtsstrecken aus. Der Aargau als klassischer Transitkanton ist davon besonders betroffen. Die Zugsdichte - auch nachts und am Wochenende - nimmt auf diesen Hauptrouten stetig zu.</p><p>Einzelne Kantone scheinen sich in der Forderung nach Maximallösungen gegenseitig übertrumpfen zu wollen (z. B. Neubaustrecke Olten--Mattstetten, Kantone Uri und Tessin) und fordern Tunnelbauten in nie gekanntem Ausmass.</p><p>Es kann nicht hingenommen werden, dass in Kantonen, in welchen die bestehenden Anlagen voll für den Transit und den Fernreiseverkehr beansprucht werden, die Finanzierung letztlich für die notwendige Netzergänzung und die Sicherheits- und Lärmschutzmassnahmen fehlt, wenn andernorts unverhältnismässige Investitionen getätigt werden müssen. Mit einem vertretbaren Aufwand, der in keiner Relation zu den Neubauforderungen steht und dem ganzen Netz in der ganzen Schweiz dienlich ist, kann mit Rollmaterialersatz und gezielten Schutz- wie Sicherheitsmassnahmen hohe Effizienz erreicht werden im Interesse der betroffenen Bevölkerung und der Förderung der Schiene.</p><p>Die Zielsetzung muss im Rahmen von "Bahn 2000", Alptransit und laufenden Verbesserungen am Schienennetz und beim Rollmaterial letztlich sein, ein auf den gesamten Hauptrouten modernes und umweltverträgliches Bahnsystem für die Schweiz zu erreichen. Sollten die tranchenweisen Kredite im Rahmen der ordentlichen Budgetierung und des Mittelfristplanes der SBB für die erwähnten Massnahmen und die Rollmaterialbeschaffung nicht ausreichen, so ist den eidgenössischen Räten eine Sondervorlage zu unterbreiten.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird eingeladen,</p><p>- die Beschaffung von neuem Rollmaterial für die Bahnen in der Schweiz für sämtliche Zugskompositionen, im besonderen aber auch für den Güterverkehr, zu beschleunigen, die Beschaffungskredite entsprechend zu erhöhen und gleichzeitig</p><p>- die Verhandlungen im Verbund mit den europäischen Bahnen zu intensivieren für einen sukzessive höheren Einsatz von modernem, lärmarmen und auf sicherheitstechnisch hohem Stand verfügbarem Rollmaterial auf der Schiene.</p><p>- Dabei ist den Haupttransitstrecken (Huckepackkorridor, später Zulaufstrecken im Rahmen des Alptransits) besondere Beachtung zu schenken, und</p><p>- gleichzeitig ist die Lärmdämmung in empfindlichen Siedlungsräumen (Lärmschutzmassnahmen) entlang den Hauptrouten entschieden zu fördern, und die Anforderungen der Lärmschutzverordnung sind zu erfüllen.</p>
    • Rollmaterialbeschaffung bei den Bahnen und Lärmschutz- bzw. Sicherheitsmassnahmen

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