Lärmschutz bei SBB-Linien
- ShortId
-
94.3529
- Id
-
19943529
- Updated
-
25.06.2025 02:08
- Language
-
de
- Title
-
Lärmschutz bei SBB-Linien
- AdditionalIndexing
-
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Es gibt kaum eine Stadt in der Schweiz, die so lärmgeplagt ist wie Opfikon-Glattbrugg in der Agglomeration Zürich. Hier kumulieren sich Strassen-, Flug- und Bahnlärm. Durch das Gebiet der Stadt führen drei SBB-Linien (Zürich--Bülach--Schaffhausen, Zürich-Flughafen--Winterthur und Zürich--Kloten--Winterthur), welche starke Lärmimmissionen verursachen. Auf den 6 Gleisen rollen täglich rund 700 Züge mitten durch die Stadt. Wenn die Strecke Neat-Zubringer wird, steigt die Frequenz auf mehr als 1000 Züge pro Tag.</p><p>Besonders stört der lärmige Güterverkehr: Benzintankzüge von und zu den flughafennahen Tanklagern und täglich 20 Kieszüge. Auch werden jährlich bis zu 50 Nächte lang Gleisarbeiten durchgeführt. Wie die Stadt Opfikon leiden noch viele andere Städte und Dörfer im Kanton Zürich und in der Schweiz stark unter dem Eisenbahnlärm.</p><p>Werden jährlich mindestens 50 Millionen Franken für Massnahmen des Lärmschutzes eingesetzt, so können trotz angespannter Finanzlage die lärmigsten, durch stark besiedelte Regionen führenden Bahnlinien saniert werden.</p>
- <p>Der Bundesrat weiss um die Problematik der zum Teil starken Lärmimmissionen an zahlreichen Stellen unseres Bahnnetzes. Um weitere Verzögerungen bei der Realisierung der erforderlichen Lärmschutzmassnahmen zu verhindern, hat der Bundesrat am 24. November 1993 die betroffenen Departemente (EVED, EDI, EFD) beauftragt, innert zwei Jahren die Grundlagen zur Lärmsanierung der Eisenbahnen zu konkretisieren.</p><p>Diese Arbeiten sind gegenwärtig im Gang. Insbesondere gilt es, den Lärmkataster fertigzustellen, allfällige Erleichterungen zu erörtern und Vorschläge für die Finanzierung der Massnahmen zu erarbeiten.</p><p>Es ist verfrüht, in Unkenntnis der entsprechenden Grundlagen schon heute den SBB Auflagen im Sinne des Motionärs zu machen, um so mehr, als die Unternehmung nicht über die hierfür erforderlichen, umfangreichen Finanzmittel verfügt (vgl. SBB-Mittelfristplan 1996--2000). Sobald die Grundlagen vorliegen, wird der Bundesrat über den Umfang und die Prioritäten der Massnahmen entscheiden.</p>
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, dafür zu sorgen, dass aus dem Budget der SBB jedes Jahr mindestens 50 Millionen Franken für Massnahmen des Lärmschutzes eingesetzt werden.</p>
- Lärmschutz bei SBB-Linien
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Es gibt kaum eine Stadt in der Schweiz, die so lärmgeplagt ist wie Opfikon-Glattbrugg in der Agglomeration Zürich. Hier kumulieren sich Strassen-, Flug- und Bahnlärm. Durch das Gebiet der Stadt führen drei SBB-Linien (Zürich--Bülach--Schaffhausen, Zürich-Flughafen--Winterthur und Zürich--Kloten--Winterthur), welche starke Lärmimmissionen verursachen. Auf den 6 Gleisen rollen täglich rund 700 Züge mitten durch die Stadt. Wenn die Strecke Neat-Zubringer wird, steigt die Frequenz auf mehr als 1000 Züge pro Tag.</p><p>Besonders stört der lärmige Güterverkehr: Benzintankzüge von und zu den flughafennahen Tanklagern und täglich 20 Kieszüge. Auch werden jährlich bis zu 50 Nächte lang Gleisarbeiten durchgeführt. Wie die Stadt Opfikon leiden noch viele andere Städte und Dörfer im Kanton Zürich und in der Schweiz stark unter dem Eisenbahnlärm.</p><p>Werden jährlich mindestens 50 Millionen Franken für Massnahmen des Lärmschutzes eingesetzt, so können trotz angespannter Finanzlage die lärmigsten, durch stark besiedelte Regionen führenden Bahnlinien saniert werden.</p>
- <p>Der Bundesrat weiss um die Problematik der zum Teil starken Lärmimmissionen an zahlreichen Stellen unseres Bahnnetzes. Um weitere Verzögerungen bei der Realisierung der erforderlichen Lärmschutzmassnahmen zu verhindern, hat der Bundesrat am 24. November 1993 die betroffenen Departemente (EVED, EDI, EFD) beauftragt, innert zwei Jahren die Grundlagen zur Lärmsanierung der Eisenbahnen zu konkretisieren.</p><p>Diese Arbeiten sind gegenwärtig im Gang. Insbesondere gilt es, den Lärmkataster fertigzustellen, allfällige Erleichterungen zu erörtern und Vorschläge für die Finanzierung der Massnahmen zu erarbeiten.</p><p>Es ist verfrüht, in Unkenntnis der entsprechenden Grundlagen schon heute den SBB Auflagen im Sinne des Motionärs zu machen, um so mehr, als die Unternehmung nicht über die hierfür erforderlichen, umfangreichen Finanzmittel verfügt (vgl. SBB-Mittelfristplan 1996--2000). Sobald die Grundlagen vorliegen, wird der Bundesrat über den Umfang und die Prioritäten der Massnahmen entscheiden.</p>
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, dafür zu sorgen, dass aus dem Budget der SBB jedes Jahr mindestens 50 Millionen Franken für Massnahmen des Lärmschutzes eingesetzt werden.</p>
- Lärmschutz bei SBB-Linien
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