Durchfuhr jagdbarer Wildtiere durch die schweiz
- ShortId
-
95.1073
- Id
-
19951073
- Updated
-
24.06.2025 22:53
- Language
-
de
- Title
-
Durchfuhr jagdbarer Wildtiere durch die schweiz
- AdditionalIndexing
-
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Soweit dem Bundesrat die Angaben zugänglich sind, können die Fragen in der gestellten Reihenfolge wie folgt beantwortet werden:</p><p>Es werden jagdbare Wildtiere durch die Schweiz transportiert.</p><p>Es handelt sich um Rebhühner.</p><p>Da Tiertransporte innerhalb der Schweiz keiner staatlichen Bewilligungspflicht unterliegen, entzieht es sich der Kenntnis des Bundesrates, ob und in welchem Umfang jadgbare Wildtiere innerhalb der Schweiz transportiert werden.</p><p>Die Rebhühner stammen aus Dänemark und gehen nach Italien. Sie werden über die Autobahn von Basel nach Chiasso durch die Schweiz geführt.</p><p>Die Tiere werden auf einem Lastwagen plus Anhänger transportiert. Je 12 Tiere befinden sich in einem Transportbehälter von 45x40x15 Zentimeter, dessen Boden mit Strohhäcksel belegt ist.</p><p>Den Tieren werden bei Transportbeginn in Wasser aufgequollene Futterkörner beigegeben. Alle Transporte werden durch den grenztierärztlichen Dienst des Bundesamtes für Veterinärwesen kontrolliert.</p><p>Von Dänemark nach Basel dauert der Transport in der Regel 10 bis 13 Stunden, von Basel nach Chiasso 4 bis 6 Stunden.</p><p>Soweit bekannt ist, werden die Transporte nicht in Etappen durchgeführt.</p><p>Die Tiere sind von einem amtstierärztlichen Zeugnis begleitet, in dem u. a. bestätigt wird, dass sie vor dem Versand untersucht und für transportfähig befunden wurden. Um die Transportzeit nicht zu verlängern, werden die Tiere nicht anlässlich der Einreise in Basel, sondern erst in Chiasso grenztierärztlich kontrolliert. Die Massnahme wurde auch im Hinblick darauf getroffen, dass die Begleitdokumente vertrauenswürdig und in der Praxis in den letzten Jahren keine wesentlichen Probleme aufgetreten sind. Allfällige tierärztliche Massnahmen im Bestimmungsland entziehen sich der Kenntnis des Bundesrates.</p><p>Die Seiten der Transportfahrzeuge sind durch feinmaschiges Gitter abgedeckt, das zwar luftdurchlässig ist, aber vor Sonneneinstrahlung und Zugluft schützt. Im Dach eingebaute Luken sorgen für zusätzliche Frischluft. Vier auf dem LKW und zwei auf dem Anhänger eingerichtete Ventilatoren treten in Funktion, wenn nicht gefahren wird und sorgen für eine Zwangsentlüftung bei Aufenthalten. Bei kalter Witterung werden seitlich der Transportflächen Blachen angebracht. Der Grenztierarzt kontrolliert, ob sich noch Futter in den Käfigen befindet, und ob dieses noch einen ausreichenden Wassergehalt hat.</p><p>Der Grenztierarzt überprüft die Tiere auf Schäden, Verletzungen oder Verstümmelungen. Bis heute wurden solche kaum festgestellt.</p><p>Tote Tiere wurden in den letzten Jahren keine festgestellt.</p><p>Die Transporte finden jeweils von August bis November statt.</p><p>Die Rebhühner stammen aus Zuchten.</p><p>Die Haltungsbedingungen in den dänischen Zuchtbetrieben sind dem Bundesrat nicht bekannt.</p><p>Soweit bekannt ist, werden die Tiere nach ihrer Ankunft vorübergehend in grosse Volieren verbracht und anschliessend ausgesetzt.</p><p>Bei den Exporteuren handelt es sich um Zuchtbetriebe, bei den Importeuren um Private (Einzelpersonen und Firmen).</p>
- <p>Werden noch immer jagdbare Wildtiere durch die Schweiz transportiert?</p><p>Wenn ja, welche Arten?</p><p>Werden jagdbare Wildtiere auch innerhalb der Schweiz transportiert?</p><p>Wenn ja, welche Arten?</p><p>Transportwege: Herkunfts- und Zielort? Genaue Transportrouten?</p><p>Transportbedingungen: Welche Transportmittel, Art der Unterkunft während des Transportes? Behälter, Käfige?</p><p>Fütterung und Kontrollen während des Transits?</p><p>Transportdauer? Maximale Reisezeit?</p><p>Werden Transporte in Etappen durchgeführt? Wenn ja, werden die Tiere an den Etappenorten betreut?</p><p>Werden die Transporte tierärztlich betreut? Wann? Vor der Abfahrt? Bei der Ankunft? Auf Zwischenetappen?</p><p>Welchen Belastungen sind die Tiere ausgesetzt? Witterung? Einschränkung der Bewegungsfreiheit? Nahrungs- Wassermangel?</p><p>Kommt es während der Reise zu Schädigungen, Verletzungen, Verstümmelungen? Wenn ja, welche?</p><p>Was geschieht unterwegs mit allfällig verletzten oder toten Tieren?</p><p>Wann - zu welcher Jahreszeit - finden die Transporte statt?</p><p>Stammen die Wildtiere aus Zuchten oder aus freier Wildbahn?</p><p>Wenn aus Zuchten, welches sind die Haltungsbedingungen in den Zuchtfarmen?</p><p>Wenn aus freier Wildbahn, wie werden sie eingefangen?</p><p>Was geschieht mit ihnen nach ihrer Ankunft?</p><p>Wer sind die Handelspartner? Private Züchter/Farmer? Jagdgesellschaften? Behördliche Stellen? Andere?</p>
- Durchfuhr jagdbarer Wildtiere durch die schweiz
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Soweit dem Bundesrat die Angaben zugänglich sind, können die Fragen in der gestellten Reihenfolge wie folgt beantwortet werden:</p><p>Es werden jagdbare Wildtiere durch die Schweiz transportiert.</p><p>Es handelt sich um Rebhühner.</p><p>Da Tiertransporte innerhalb der Schweiz keiner staatlichen Bewilligungspflicht unterliegen, entzieht es sich der Kenntnis des Bundesrates, ob und in welchem Umfang jadgbare Wildtiere innerhalb der Schweiz transportiert werden.</p><p>Die Rebhühner stammen aus Dänemark und gehen nach Italien. Sie werden über die Autobahn von Basel nach Chiasso durch die Schweiz geführt.</p><p>Die Tiere werden auf einem Lastwagen plus Anhänger transportiert. Je 12 Tiere befinden sich in einem Transportbehälter von 45x40x15 Zentimeter, dessen Boden mit Strohhäcksel belegt ist.</p><p>Den Tieren werden bei Transportbeginn in Wasser aufgequollene Futterkörner beigegeben. Alle Transporte werden durch den grenztierärztlichen Dienst des Bundesamtes für Veterinärwesen kontrolliert.</p><p>Von Dänemark nach Basel dauert der Transport in der Regel 10 bis 13 Stunden, von Basel nach Chiasso 4 bis 6 Stunden.</p><p>Soweit bekannt ist, werden die Transporte nicht in Etappen durchgeführt.</p><p>Die Tiere sind von einem amtstierärztlichen Zeugnis begleitet, in dem u. a. bestätigt wird, dass sie vor dem Versand untersucht und für transportfähig befunden wurden. Um die Transportzeit nicht zu verlängern, werden die Tiere nicht anlässlich der Einreise in Basel, sondern erst in Chiasso grenztierärztlich kontrolliert. Die Massnahme wurde auch im Hinblick darauf getroffen, dass die Begleitdokumente vertrauenswürdig und in der Praxis in den letzten Jahren keine wesentlichen Probleme aufgetreten sind. Allfällige tierärztliche Massnahmen im Bestimmungsland entziehen sich der Kenntnis des Bundesrates.</p><p>Die Seiten der Transportfahrzeuge sind durch feinmaschiges Gitter abgedeckt, das zwar luftdurchlässig ist, aber vor Sonneneinstrahlung und Zugluft schützt. Im Dach eingebaute Luken sorgen für zusätzliche Frischluft. Vier auf dem LKW und zwei auf dem Anhänger eingerichtete Ventilatoren treten in Funktion, wenn nicht gefahren wird und sorgen für eine Zwangsentlüftung bei Aufenthalten. Bei kalter Witterung werden seitlich der Transportflächen Blachen angebracht. Der Grenztierarzt kontrolliert, ob sich noch Futter in den Käfigen befindet, und ob dieses noch einen ausreichenden Wassergehalt hat.</p><p>Der Grenztierarzt überprüft die Tiere auf Schäden, Verletzungen oder Verstümmelungen. Bis heute wurden solche kaum festgestellt.</p><p>Tote Tiere wurden in den letzten Jahren keine festgestellt.</p><p>Die Transporte finden jeweils von August bis November statt.</p><p>Die Rebhühner stammen aus Zuchten.</p><p>Die Haltungsbedingungen in den dänischen Zuchtbetrieben sind dem Bundesrat nicht bekannt.</p><p>Soweit bekannt ist, werden die Tiere nach ihrer Ankunft vorübergehend in grosse Volieren verbracht und anschliessend ausgesetzt.</p><p>Bei den Exporteuren handelt es sich um Zuchtbetriebe, bei den Importeuren um Private (Einzelpersonen und Firmen).</p>
- <p>Werden noch immer jagdbare Wildtiere durch die Schweiz transportiert?</p><p>Wenn ja, welche Arten?</p><p>Werden jagdbare Wildtiere auch innerhalb der Schweiz transportiert?</p><p>Wenn ja, welche Arten?</p><p>Transportwege: Herkunfts- und Zielort? Genaue Transportrouten?</p><p>Transportbedingungen: Welche Transportmittel, Art der Unterkunft während des Transportes? Behälter, Käfige?</p><p>Fütterung und Kontrollen während des Transits?</p><p>Transportdauer? Maximale Reisezeit?</p><p>Werden Transporte in Etappen durchgeführt? Wenn ja, werden die Tiere an den Etappenorten betreut?</p><p>Werden die Transporte tierärztlich betreut? Wann? Vor der Abfahrt? Bei der Ankunft? Auf Zwischenetappen?</p><p>Welchen Belastungen sind die Tiere ausgesetzt? Witterung? Einschränkung der Bewegungsfreiheit? Nahrungs- Wassermangel?</p><p>Kommt es während der Reise zu Schädigungen, Verletzungen, Verstümmelungen? Wenn ja, welche?</p><p>Was geschieht unterwegs mit allfällig verletzten oder toten Tieren?</p><p>Wann - zu welcher Jahreszeit - finden die Transporte statt?</p><p>Stammen die Wildtiere aus Zuchten oder aus freier Wildbahn?</p><p>Wenn aus Zuchten, welches sind die Haltungsbedingungen in den Zuchtfarmen?</p><p>Wenn aus freier Wildbahn, wie werden sie eingefangen?</p><p>Was geschieht mit ihnen nach ihrer Ankunft?</p><p>Wer sind die Handelspartner? Private Züchter/Farmer? Jagdgesellschaften? Behördliche Stellen? Andere?</p>
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