Mercosur-Abkommen. Kein rücksichtsloser Freihandel auf Kosten des Amazonas - der grünen Lunge der Erde -, der dort lebenden Menschen und des Tierwohls
- ShortId
-
19.3993
- Id
-
20193993
- Updated
-
28.07.2023 02:21
- Language
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de
- Title
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Mercosur-Abkommen. Kein rücksichtsloser Freihandel auf Kosten des Amazonas - der grünen Lunge der Erde -, der dort lebenden Menschen und des Tierwohls
- AdditionalIndexing
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52;15;55;08
- 1
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- PriorityCouncil1
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Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Grünen wollen eine Neuausrichtung der Schweizer Handelspolitik, welche Handelsabkommen an verbindliche und korrekt kontrollierte Nachhaltigkeitskriterien zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt knüpft. Das geplante Mercosur-Abkommen darf nicht abgeschlossen werden, wenn es diesen Kriterien widerspricht.</p><p>Brandrodungen und anschliessender Monokultur-Ackerbau schaden dem Klima massiv, die Umwandlung von Trockensavanne in Ackerland setzt im Boden gebundenes CO2 frei. Der Lebensraum der Indigenen und die Biodiversität werden zerstört:</p><p>1. Mit welchen verbindlichen Massnahmen verhindert das Abkommen, dass zunehmende Agrar-Exporte diese schädliche Entwicklung auf Kosten von Klima und Biodiversität weiter ankurbeln?</p><p>2. Wie wird sichergestellt, dass die Landvertreibungen der Kleinbauern gestoppt und die Rechte der indigenen Gemeinschaften respektiert werden, obwohl z.B. Brasilien den Schutz der Indigenen teilweise ins Landwirtschaftsministerium transferiert hat?</p><p>Gemäss Bundesverfassung Artikel 104 a müssen Handelsabkommen zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen:</p><p>3. Der Grossteil des Fleisches aus dem Mercosur stammt aus industrieller Massentierhaltung. In der Schweiz verbotene Tierquälereien (dauernde Anbindehaltung, Kastenstände, Vollspaltenböden, Käfighaltung, Kastrieren ohne Schmerz-Ausschaltung, Transporte über sechs Stunden Fahrtzeit). Artwidrige Fütterung wie Soja- und Getreidemast von Rindern in Feedlots ist legal. Welche klaren Kriterien für das Tierwohl enthält das Abkommen?</p><p>4. Antibiotika/nichthormonelle Leistungsförderer sind in Argentinien, Brasilien und teilweise Uruguay erlaubt. Wie werden die Deklarationsvorschriften durchgesetzt?</p><p>5. Wie werden - anges. häufiger Korruption in der brasilianischen Fleischbranche - strenge unabhängige Kontrollen vor Ort und Sanktionen z.B. bei Tierschutzverstössen in diesen Ländern sichergestellt?</p><p>6. Wie kann der Bundesrat den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten strenge Kontrollen versprechen, wenn der Grossteil der Ware nicht von Schweizer Behörden kontrolliert werden kann, sondern an den EU-Aussengrenzen kontrolliert wird?</p><p>7. Ist der weiter steigende Import von Futtermitteln (Soja) für Intensivhaltung in der Schweiz mit der Bundesverfassung Artikel 104 a vereinbart?</p><p>Generell:</p><p>8. Welche Studien zu den Auswirkungen der Liberalisierung von Agrarprodukten auf die Umwelt liegen wie in der Interpellation 18.3316 angekündigt vor?</p>
- Mercosur-Abkommen. Kein rücksichtsloser Freihandel auf Kosten des Amazonas - der grünen Lunge der Erde -, der dort lebenden Menschen und des Tierwohls
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Grünen wollen eine Neuausrichtung der Schweizer Handelspolitik, welche Handelsabkommen an verbindliche und korrekt kontrollierte Nachhaltigkeitskriterien zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt knüpft. Das geplante Mercosur-Abkommen darf nicht abgeschlossen werden, wenn es diesen Kriterien widerspricht.</p><p>Brandrodungen und anschliessender Monokultur-Ackerbau schaden dem Klima massiv, die Umwandlung von Trockensavanne in Ackerland setzt im Boden gebundenes CO2 frei. Der Lebensraum der Indigenen und die Biodiversität werden zerstört:</p><p>1. Mit welchen verbindlichen Massnahmen verhindert das Abkommen, dass zunehmende Agrar-Exporte diese schädliche Entwicklung auf Kosten von Klima und Biodiversität weiter ankurbeln?</p><p>2. Wie wird sichergestellt, dass die Landvertreibungen der Kleinbauern gestoppt und die Rechte der indigenen Gemeinschaften respektiert werden, obwohl z.B. Brasilien den Schutz der Indigenen teilweise ins Landwirtschaftsministerium transferiert hat?</p><p>Gemäss Bundesverfassung Artikel 104 a müssen Handelsabkommen zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen:</p><p>3. Der Grossteil des Fleisches aus dem Mercosur stammt aus industrieller Massentierhaltung. In der Schweiz verbotene Tierquälereien (dauernde Anbindehaltung, Kastenstände, Vollspaltenböden, Käfighaltung, Kastrieren ohne Schmerz-Ausschaltung, Transporte über sechs Stunden Fahrtzeit). Artwidrige Fütterung wie Soja- und Getreidemast von Rindern in Feedlots ist legal. Welche klaren Kriterien für das Tierwohl enthält das Abkommen?</p><p>4. Antibiotika/nichthormonelle Leistungsförderer sind in Argentinien, Brasilien und teilweise Uruguay erlaubt. Wie werden die Deklarationsvorschriften durchgesetzt?</p><p>5. Wie werden - anges. häufiger Korruption in der brasilianischen Fleischbranche - strenge unabhängige Kontrollen vor Ort und Sanktionen z.B. bei Tierschutzverstössen in diesen Ländern sichergestellt?</p><p>6. Wie kann der Bundesrat den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten strenge Kontrollen versprechen, wenn der Grossteil der Ware nicht von Schweizer Behörden kontrolliert werden kann, sondern an den EU-Aussengrenzen kontrolliert wird?</p><p>7. Ist der weiter steigende Import von Futtermitteln (Soja) für Intensivhaltung in der Schweiz mit der Bundesverfassung Artikel 104 a vereinbart?</p><p>Generell:</p><p>8. Welche Studien zu den Auswirkungen der Liberalisierung von Agrarprodukten auf die Umwelt liegen wie in der Interpellation 18.3316 angekündigt vor?</p>
- Mercosur-Abkommen. Kein rücksichtsloser Freihandel auf Kosten des Amazonas - der grünen Lunge der Erde -, der dort lebenden Menschen und des Tierwohls
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