Was weiss der Bundesrat über die TFA-Einträge in unsere Lebensmittel?

ShortId
25.7976
Id
20257976
Updated
08.12.2025 16:26
Language
de
Title
Was weiss der Bundesrat über die TFA-Einträge in unsere Lebensmittel?
AdditionalIndexing
2841;52;55
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>Bislang liegen nur wenige Daten zum Gehalt von Trifluor-Essigsäure (TFA) in Lebensmitteln in der Schweiz vor. Im Rahmen der Kampagne «PFAS in Trinkwasser» der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker wurde 2023 nachgewiesen, dass TFA-Rückstände flächendeckend im Trinkwasser vorhanden sind. In Deutschland zeigte eine Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart im Jahr 2024, dass in rund einem Fünftel der über 2'000 analysierten Obst- und Gemüseproben TFA nachgewiesen werden konnte.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Eintragswege von TFA unterscheiden sich je nach Standort und werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Laut einer im Oktober 2025 veröffentlichten wissenschaftlichen Auswertung von Agroscope besitzen fluorierte Kältemittel aus Klima- und Kühlanlagen das grösste mengenmässige Potenzial zur Bildung von TFA, gefolgt von fluorierten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit führt derzeit eine gesundheitliche Bewertung von TFA durch. Deren Veröffentlichung wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet. Diese Bewertung wird auch in der Schweiz als Grundlage dienen, um zu entscheiden, ob zum Schutz der Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten entsprechende Massnahmen erforderlich sind.</span><span></span><span></span></p></span>
  • <p>Laut BLW&nbsp;gelangen mehr TFA&nbsp;durch&nbsp;Kältemittel&nbsp;und&nbsp;Niederschläge ins&nbsp;Grundwasser&nbsp;als durch Pflanzenschutzmittel (PSM).&nbsp;Aber TFA-Werte im Grundwasser&nbsp;unter&nbsp;Ackerland&nbsp;sind deutlich&nbsp;höher als anderswo und laut einer Studie aus Oberösterreich (GLOBAL 2000) sind Zerealien aus konventionellem Anbau dreimal höher belastet&nbsp;als Bio-Zerealien.&nbsp;<br>- Was&nbsp;weiss&nbsp;der BR über&nbsp;TFA-Einträge&nbsp;in der Nahrung?<br>- Sind&nbsp;PSM für&nbsp;die&nbsp;menschliche&nbsp;Gesundheit&nbsp;bedeutender&nbsp;als&nbsp;Kältemittel? Falls&nbsp;ja, warum?&nbsp;Falls&nbsp;nein,&nbsp;warum&nbsp;nicht?&nbsp;</p>
  • Was weiss der Bundesrat über die TFA-Einträge in unsere Lebensmittel?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>Bislang liegen nur wenige Daten zum Gehalt von Trifluor-Essigsäure (TFA) in Lebensmitteln in der Schweiz vor. Im Rahmen der Kampagne «PFAS in Trinkwasser» der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker wurde 2023 nachgewiesen, dass TFA-Rückstände flächendeckend im Trinkwasser vorhanden sind. In Deutschland zeigte eine Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart im Jahr 2024, dass in rund einem Fünftel der über 2'000 analysierten Obst- und Gemüseproben TFA nachgewiesen werden konnte.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Eintragswege von TFA unterscheiden sich je nach Standort und werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Laut einer im Oktober 2025 veröffentlichten wissenschaftlichen Auswertung von Agroscope besitzen fluorierte Kältemittel aus Klima- und Kühlanlagen das grösste mengenmässige Potenzial zur Bildung von TFA, gefolgt von fluorierten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit führt derzeit eine gesundheitliche Bewertung von TFA durch. Deren Veröffentlichung wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet. Diese Bewertung wird auch in der Schweiz als Grundlage dienen, um zu entscheiden, ob zum Schutz der Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten entsprechende Massnahmen erforderlich sind.</span><span></span><span></span></p></span>
    • <p>Laut BLW&nbsp;gelangen mehr TFA&nbsp;durch&nbsp;Kältemittel&nbsp;und&nbsp;Niederschläge ins&nbsp;Grundwasser&nbsp;als durch Pflanzenschutzmittel (PSM).&nbsp;Aber TFA-Werte im Grundwasser&nbsp;unter&nbsp;Ackerland&nbsp;sind deutlich&nbsp;höher als anderswo und laut einer Studie aus Oberösterreich (GLOBAL 2000) sind Zerealien aus konventionellem Anbau dreimal höher belastet&nbsp;als Bio-Zerealien.&nbsp;<br>- Was&nbsp;weiss&nbsp;der BR über&nbsp;TFA-Einträge&nbsp;in der Nahrung?<br>- Sind&nbsp;PSM für&nbsp;die&nbsp;menschliche&nbsp;Gesundheit&nbsp;bedeutender&nbsp;als&nbsp;Kältemittel? Falls&nbsp;ja, warum?&nbsp;Falls&nbsp;nein,&nbsp;warum&nbsp;nicht?&nbsp;</p>
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