Schlagen wir den Sack und meinen den (Banken-) Esel?
- ShortId
-
25.8149
- Id
-
20258149
- Updated
-
15.12.2025 16:10
- Language
-
de
- Title
-
Schlagen wir den Sack und meinen den (Banken-) Esel?
- AdditionalIndexing
-
24
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>Der Bundesrat hat in seinem Bericht zur Bankenstabilität vom 10. April 2024 die Krise der Credit Suisse gründlich untersucht und die Lehren daraus gezogen. Am 6. Juni 2025 hat er die vorgeschlagenen Massnahmen mit Eckwerten konkretisiert, unter Einbezug der Vorstösse und Empfehlungen der PUK respektive des Parlaments. </span></p><p><span>Die entsprechenden Gesetzes- und Verordnungsänderungen werden aktuell erarbeitet. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Bei den Massnahmen steht klar die Stärkung des Too-big-to-fail-Dispositivs im Vordergrund. In ausgewählten Bereichen können auch weitere Banken oder sonstige Finanzinstitute von regulatorischen Massnahmen betroffen sein, wenn eine Einschränkung auf die systemrelevanten Banken als nicht zielführend oder nicht sinnvoll erachtet wird, zum Beispiel aus Sicht der Verfassungsmässigkeit. Dies soll aber die Ausnahme bilden und aus einer Kosten-Nutzen-Perspektive ausgewogen sein. Entsprechend werden die regulatorischen Änderungen vornehmlich die systemrelevanten Banken betreffen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Sowohl im Bericht der PUK als auch im Bericht des Bundesrats zur Bankenstabilität von 2024 wurde die Ressourcenausstattung der FINMA beleuchtet und rückblickend grundsätzlich als zu gering eingestuft, insbesondere in Bezug auf die systemrelevanten Banken. Entsprechend hat der Bundesrat gegenüber der FINMA die Sicherstellung einer angemessenen Ressourcenausstattung als Erwartung ausgesprochen. Die FINMA hat seit der Krise der Credit Suisse ihren Personalbestand ausgebaut. Der Aufsichtsansatz bleibt aber risikoorientiert.</span><span></span><span></span></p></span>
- <p>Nach der Notübernahme der CS hat das Parlament und der Bundesrat diverse Massnahmen beschlossen, um die Sicherheit der Banken zu erhöhen.<br>Die FINMA ihrerseits hat ihre Aufsicht und Einflussnahme ausgebaut. Viele dieser Massnahmen sind zwar gut gemeint, stellen aber für viele kleine Banken grosse Herausforderungen dar, während diese bei den Grossbanken durch ein Heer von Juristen abgehandelt werden können. Damit schwächen wir die Kleinen und stärken die Grossen.<br>Ist das eine gute Entwicklung?</p>
- Schlagen wir den Sack und meinen den (Banken-) Esel?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <span><p><span>Der Bundesrat hat in seinem Bericht zur Bankenstabilität vom 10. April 2024 die Krise der Credit Suisse gründlich untersucht und die Lehren daraus gezogen. Am 6. Juni 2025 hat er die vorgeschlagenen Massnahmen mit Eckwerten konkretisiert, unter Einbezug der Vorstösse und Empfehlungen der PUK respektive des Parlaments. </span></p><p><span>Die entsprechenden Gesetzes- und Verordnungsänderungen werden aktuell erarbeitet. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Bei den Massnahmen steht klar die Stärkung des Too-big-to-fail-Dispositivs im Vordergrund. In ausgewählten Bereichen können auch weitere Banken oder sonstige Finanzinstitute von regulatorischen Massnahmen betroffen sein, wenn eine Einschränkung auf die systemrelevanten Banken als nicht zielführend oder nicht sinnvoll erachtet wird, zum Beispiel aus Sicht der Verfassungsmässigkeit. Dies soll aber die Ausnahme bilden und aus einer Kosten-Nutzen-Perspektive ausgewogen sein. Entsprechend werden die regulatorischen Änderungen vornehmlich die systemrelevanten Banken betreffen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Sowohl im Bericht der PUK als auch im Bericht des Bundesrats zur Bankenstabilität von 2024 wurde die Ressourcenausstattung der FINMA beleuchtet und rückblickend grundsätzlich als zu gering eingestuft, insbesondere in Bezug auf die systemrelevanten Banken. Entsprechend hat der Bundesrat gegenüber der FINMA die Sicherstellung einer angemessenen Ressourcenausstattung als Erwartung ausgesprochen. Die FINMA hat seit der Krise der Credit Suisse ihren Personalbestand ausgebaut. Der Aufsichtsansatz bleibt aber risikoorientiert.</span><span></span><span></span></p></span>
- <p>Nach der Notübernahme der CS hat das Parlament und der Bundesrat diverse Massnahmen beschlossen, um die Sicherheit der Banken zu erhöhen.<br>Die FINMA ihrerseits hat ihre Aufsicht und Einflussnahme ausgebaut. Viele dieser Massnahmen sind zwar gut gemeint, stellen aber für viele kleine Banken grosse Herausforderungen dar, während diese bei den Grossbanken durch ein Heer von Juristen abgehandelt werden können. Damit schwächen wir die Kleinen und stärken die Grossen.<br>Ist das eine gute Entwicklung?</p>
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