Abschlüsse auf der Sekundarstufe II und Armutsprävention. Welche Massnahmen sind erforderlich?

ShortId
26.3694
Id
20263694
Updated
27.07.2026 15:56
Language
de
Title
Abschlüsse auf der Sekundarstufe II und Armutsprävention. Welche Massnahmen sind erforderlich?
AdditionalIndexing
32;28
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Bildungsbericht Schweiz 2026 zeigt auf, dass das vor fast zwanzig Jahren vom Bund und von den Kantonen festgelegte Ziel, demzufolge 95 Prozent der 25-Jährigen über einen Abschluss der Sekundarstufe II verfügen sollen, nach wie vor nicht erreicht worden ist. Im Gegenteil, die Quote ist sogar leicht gesunken, da sie heute gesamtschweizerisch bei 90&nbsp;% liegt. Es ist anzumerken, dass dieses Ziel, das die EDK als «wichtigstes gemeinsames politisches Ziel von Bund und Kantonen im Bildungsbereich» bezeichnet hat, bisher noch nicht erreicht wurde.</p><p>Dem vom Bundesamt für Sozialversicherungen im Jahr 2025 veröffentlichten nationalen Armutsmonitoring zufolge haben Personen ohne Abschluss der Sekundarstufe II ein deutlich höheres Armutsrisiko. Umgekehrt hat die sozioökonomische Herkunft einen starken Einfluss auf die Chancen, einen solchen Abschluss zu erwerben. Der Teufelskreis droht sich fortzusetzen: Armut schränkt die Bildungschancen ein, während mangelnde Bildung das Armutsrisiko erhöht.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Wie erklärt der Bundesrat, dass das politische Ziel, demzufolge 95 Prozent der 25-Jährigen über einen Abschluss der Sekundarstufe II verfügen sollen, nach wie vor nicht erreicht worden ist, wie der Bildungsbericht Schweiz 2026 aufgezeigt hat?</li><li>Welche zusätzlichen Massnahmen wollen der Bund und die Kantone ergreifen, um dieses Ziel zu erreichen?</li><li>Welche zusätzlichen Massnahmen plant der Bund im Rahmen der Armutsprävention, um den Teufelskreis von sozioökonomischer Unsicherheit und Zugang zur Bildung zu durchbrechen?</li><li>Wird die zukünftige nationale Strategie zur Armutsbekämpfung den Bereich der obligatorischen Schulbildung und der Berufsbildung berücksichtigen? Wenn ja, mit welchen Mitteln? Wenn nein, warum nicht?</li></ol>
  • Abschlüsse auf der Sekundarstufe II und Armutsprävention. Welche Massnahmen sind erforderlich?
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Bildungsbericht Schweiz 2026 zeigt auf, dass das vor fast zwanzig Jahren vom Bund und von den Kantonen festgelegte Ziel, demzufolge 95 Prozent der 25-Jährigen über einen Abschluss der Sekundarstufe II verfügen sollen, nach wie vor nicht erreicht worden ist. Im Gegenteil, die Quote ist sogar leicht gesunken, da sie heute gesamtschweizerisch bei 90&nbsp;% liegt. Es ist anzumerken, dass dieses Ziel, das die EDK als «wichtigstes gemeinsames politisches Ziel von Bund und Kantonen im Bildungsbereich» bezeichnet hat, bisher noch nicht erreicht wurde.</p><p>Dem vom Bundesamt für Sozialversicherungen im Jahr 2025 veröffentlichten nationalen Armutsmonitoring zufolge haben Personen ohne Abschluss der Sekundarstufe II ein deutlich höheres Armutsrisiko. Umgekehrt hat die sozioökonomische Herkunft einen starken Einfluss auf die Chancen, einen solchen Abschluss zu erwerben. Der Teufelskreis droht sich fortzusetzen: Armut schränkt die Bildungschancen ein, während mangelnde Bildung das Armutsrisiko erhöht.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Wie erklärt der Bundesrat, dass das politische Ziel, demzufolge 95 Prozent der 25-Jährigen über einen Abschluss der Sekundarstufe II verfügen sollen, nach wie vor nicht erreicht worden ist, wie der Bildungsbericht Schweiz 2026 aufgezeigt hat?</li><li>Welche zusätzlichen Massnahmen wollen der Bund und die Kantone ergreifen, um dieses Ziel zu erreichen?</li><li>Welche zusätzlichen Massnahmen plant der Bund im Rahmen der Armutsprävention, um den Teufelskreis von sozioökonomischer Unsicherheit und Zugang zur Bildung zu durchbrechen?</li><li>Wird die zukünftige nationale Strategie zur Armutsbekämpfung den Bereich der obligatorischen Schulbildung und der Berufsbildung berücksichtigen? Wenn ja, mit welchen Mitteln? Wenn nein, warum nicht?</li></ol>
    • Abschlüsse auf der Sekundarstufe II und Armutsprävention. Welche Massnahmen sind erforderlich?

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