Geschlechterrollen, Bildung und Prävention. Grundlagen für eine kohärente Weiterentwicklung der Gleichstellungs- und Präventionspolitik

ShortId
26.3733
Id
20263733
Updated
13.08.2026 10:32
Language
de
Title
Geschlechterrollen, Bildung und Prävention. Grundlagen für eine kohärente Weiterentwicklung der Gleichstellungs- und Präventionspolitik
AdditionalIndexing
GLEICHSTELLUNG_DER_G;28;32
1
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>Die Schweiz verfügt mit der Gleichstellungsstrategie 2030 über einen umfassenden Rahmen zur Förderung der Gleichstellung, der jedoch hinsichtlich Kohärenz und Wirkung weiterentwickelt werden sollte.</p><p>Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, unter anderem aus einer Studie des Jacobs Center for Productive Youth Development der Universität Zürich (<a href="https://www.jacobscenter.uzh.ch/de/research/zproso/miw.html"><u>https://www.jacobscenter.uzh.ch/de/research/zproso/miw.html</u></a>) zeigen, dass geschlechtsbezogene Rollenbilder weiterhin verbreitet sind und insbesondere Männlichkeitsnormen eine relevante Rolle in sozialen Einstellungen und Verhalten spielen können.</p><p>Da die Prägung von Geschlechterrollen entlang der gesamten Bildungs- und Sozialisationskette erfolgt, ist eine systemische Betrachtung erforderlich, um die Wirksamkeit bestehender Massnahmen besser beurteilen und gezielt weiterentwickeln zu können.</p><p><br>&nbsp;</p>
  • <p>Die Umsetzung des Postulates wird im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030, der künftigen nationalen Strategie gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt sowie der Erarbeitung des Berichts zum Postulat 25.4842 Hässig «Verminderung von Gewalt an Frauen durch ganzheitliche Lösungsansätze» in Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteuren erfolgen.</p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030 eine Auslegeordnung vorzunehmen und in einem Bericht darzulegen:</p><p>- &nbsp;wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Geschlechterrollen und Männlichkeitsbildern in die Gleichstellungs- und Präventionspolitik einfliessen und wo weiterer Entwicklungsbedarf besteht. So beispielsweise in:&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>- welche Massnahmen Bund, Kantone und weitere Akteure entlang der Bildungs- und Sozialisationskette (obligatorische Schule, Sekundarstufe II, Berufsbildung, Tertiärstufe sowie weitere Sozialisationsräume) bereits umsetzen und wie diese besser aufeinander abgestimmt werden können.</p><p>&nbsp;</p><p>- wie die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen (insbesondere über Pädagogische Hochschulen) sowie weiteren pädagogischen Fachpersonen in diese Ansätze eingebunden ist und wo Lücken bestehen.</p><p>&nbsp;</p><p>- wie der Übergang in die Arbeitswelt sowie weitere relevante Sozialisationsräume (wie z. B. der Schweizer Armee) in bestehende Präventions- und Gleichstellungsansätze einbezogen werden.</p><p><br>- wo aus Sicht des Bundesrates Lücken in der Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen bestehen, insbesondere hinsichtlich Zielgruppenansprache und Wirksamkeit, und ob eine bessere Abstimmung und/oder Ausrichtung bestehender Programme angezeigt ist.</p><p><br>&nbsp;</p>
  • Geschlechterrollen, Bildung und Prävention. Grundlagen für eine kohärente Weiterentwicklung der Gleichstellungs- und Präventionspolitik
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Schweiz verfügt mit der Gleichstellungsstrategie 2030 über einen umfassenden Rahmen zur Förderung der Gleichstellung, der jedoch hinsichtlich Kohärenz und Wirkung weiterentwickelt werden sollte.</p><p>Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, unter anderem aus einer Studie des Jacobs Center for Productive Youth Development der Universität Zürich (<a href="https://www.jacobscenter.uzh.ch/de/research/zproso/miw.html"><u>https://www.jacobscenter.uzh.ch/de/research/zproso/miw.html</u></a>) zeigen, dass geschlechtsbezogene Rollenbilder weiterhin verbreitet sind und insbesondere Männlichkeitsnormen eine relevante Rolle in sozialen Einstellungen und Verhalten spielen können.</p><p>Da die Prägung von Geschlechterrollen entlang der gesamten Bildungs- und Sozialisationskette erfolgt, ist eine systemische Betrachtung erforderlich, um die Wirksamkeit bestehender Massnahmen besser beurteilen und gezielt weiterentwickeln zu können.</p><p><br>&nbsp;</p>
    • <p>Die Umsetzung des Postulates wird im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030, der künftigen nationalen Strategie gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt sowie der Erarbeitung des Berichts zum Postulat 25.4842 Hässig «Verminderung von Gewalt an Frauen durch ganzheitliche Lösungsansätze» in Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteuren erfolgen.</p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030 eine Auslegeordnung vorzunehmen und in einem Bericht darzulegen:</p><p>- &nbsp;wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Geschlechterrollen und Männlichkeitsbildern in die Gleichstellungs- und Präventionspolitik einfliessen und wo weiterer Entwicklungsbedarf besteht. So beispielsweise in:&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>- welche Massnahmen Bund, Kantone und weitere Akteure entlang der Bildungs- und Sozialisationskette (obligatorische Schule, Sekundarstufe II, Berufsbildung, Tertiärstufe sowie weitere Sozialisationsräume) bereits umsetzen und wie diese besser aufeinander abgestimmt werden können.</p><p>&nbsp;</p><p>- wie die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen (insbesondere über Pädagogische Hochschulen) sowie weiteren pädagogischen Fachpersonen in diese Ansätze eingebunden ist und wo Lücken bestehen.</p><p>&nbsp;</p><p>- wie der Übergang in die Arbeitswelt sowie weitere relevante Sozialisationsräume (wie z. B. der Schweizer Armee) in bestehende Präventions- und Gleichstellungsansätze einbezogen werden.</p><p><br>- wo aus Sicht des Bundesrates Lücken in der Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen bestehen, insbesondere hinsichtlich Zielgruppenansprache und Wirksamkeit, und ob eine bessere Abstimmung und/oder Ausrichtung bestehender Programme angezeigt ist.</p><p><br>&nbsp;</p>
    • Geschlechterrollen, Bildung und Prävention. Grundlagen für eine kohärente Weiterentwicklung der Gleichstellungs- und Präventionspolitik

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