Was unternimmt der Bundesrat, um der sinkenden Fruchtbarkeit in der Schweiz entgegenzuwirken?

ShortId
26.3790
Id
20263790
Updated
13.07.2026 12:55
Language
de
Title
Was unternimmt der Bundesrat, um der sinkenden Fruchtbarkeit in der Schweiz entgegenzuwirken?
AdditionalIndexing
2841;52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In der Schweiz lässt sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern eine Abnahme der Fruchtbarkeit beobachten. Die Anzahl der betroffenen Paare ist zwischen 2002 und 2010 stark angestiegen – so lautet die Antwort des Bundesrates auf mein Postulat&nbsp;24.4689. Es werden jedoch keine systematischen Daten zur Unfruchtbarkeit erhoben.</p><p>In einer <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.srf.ch%2Fnews%2Fschweiz%2Fsperma-in-der-krise-schweizer-studie-zeigt-erstmals-stadt-land-unterschiede&amp;data=05%7C02%7Cvalerie.piller_carrard%40parl.ch%7Cc4409f687915499270b008dec87ff9d7%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639168649144791183%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=PNRJ3MrpZR%2Feep3yg0Rl0efMNRkSyQeO7Ohai5MS9n8%3D&amp;reserved=0">Reportage vom 12.&nbsp;November&nbsp;2025</a> verweist das SRF auf eine Studie der Universität&nbsp;Genf&nbsp;(Rahban et al. 2019), die auf die schlechte Spermienqualität bei Männern in der Schweiz hinweist und aufzeigt, dass diese je nach Region variiert: In ländlichen Gebieten ist die Spermienqualität schlechter als in städtischen Gebieten.</p><ol><li>In seiner Antwort auf mein Postulat weist der Bundesrat darauf hin, dass er bereits heute in seinem Zuständigkeitsbereich Massnahmen zur Verminderung von Infertilität umsetze. Um welche Massnahmen handelt es sich dabei? Wie wurde die Wirksamkeit dieser Massnahmen bewertet?</li><li>Aus Sicht des Bundesrates wäre eine retrospektive Analyse aufgrund fehlender Studien und Daten nicht aussagekräftig. Dennoch hat er darauf verzichtet, die Schweizer Gesundheitsstudie&nbsp;(nationales Human-Biomonitoring-Projekt) weiterzuführen. Ist er auch der Meinung, dass ein Human-Biomonitoring-Projekt, wie es die Nachbarländer seit Jahren durchführen, mehr Klarheit über die umweltbedingten Ursachen der sinkenden Fruchtbarkeit schaffen und fundiertere Entscheidungen ermöglichen könnte? Was sieht der Bundesrat vor, um künftig über mehr Daten zu verfügen?&nbsp;</li><li>Die Ergebnisse der Studie der Universität Genf lassen vermuten, dass die Exposition gegenüber problematischen Substanzen eine der Ursachen für die schlechte Spermienqualität ist. Was weiss man über den Einfluss solcher Substanzen auf die Fruchtbarkeit der Frauen?</li><li>Die Europäische&nbsp;Chemikalienagentur&nbsp;(ECHA) hat Trifluoressigsäure&nbsp;(TFA) kürzlich als reproduktionstoxisch&nbsp;(Kategorie&nbsp;1B) eingestuft. Diese zählt zu den per- und polyfluorierten Alkylverbindungen&nbsp;(PFAS) und tritt flächendeckend im Grundwasser auf. Beabsichtigt der Bundesrat, Massnahmen zu ergreifen, um die PFAS-Emissionen so schnell wie möglich an der Quelle zu reduzieren? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht? Mit welchen Massnahmen will der Bundesrat die Belastung der Bevölkerung durch Stoffe, welche die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können, begrenzen?</li></ol>
  • Was unternimmt der Bundesrat, um der sinkenden Fruchtbarkeit in der Schweiz entgegenzuwirken?
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In der Schweiz lässt sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern eine Abnahme der Fruchtbarkeit beobachten. Die Anzahl der betroffenen Paare ist zwischen 2002 und 2010 stark angestiegen – so lautet die Antwort des Bundesrates auf mein Postulat&nbsp;24.4689. Es werden jedoch keine systematischen Daten zur Unfruchtbarkeit erhoben.</p><p>In einer <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.srf.ch%2Fnews%2Fschweiz%2Fsperma-in-der-krise-schweizer-studie-zeigt-erstmals-stadt-land-unterschiede&amp;data=05%7C02%7Cvalerie.piller_carrard%40parl.ch%7Cc4409f687915499270b008dec87ff9d7%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639168649144791183%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=PNRJ3MrpZR%2Feep3yg0Rl0efMNRkSyQeO7Ohai5MS9n8%3D&amp;reserved=0">Reportage vom 12.&nbsp;November&nbsp;2025</a> verweist das SRF auf eine Studie der Universität&nbsp;Genf&nbsp;(Rahban et al. 2019), die auf die schlechte Spermienqualität bei Männern in der Schweiz hinweist und aufzeigt, dass diese je nach Region variiert: In ländlichen Gebieten ist die Spermienqualität schlechter als in städtischen Gebieten.</p><ol><li>In seiner Antwort auf mein Postulat weist der Bundesrat darauf hin, dass er bereits heute in seinem Zuständigkeitsbereich Massnahmen zur Verminderung von Infertilität umsetze. Um welche Massnahmen handelt es sich dabei? Wie wurde die Wirksamkeit dieser Massnahmen bewertet?</li><li>Aus Sicht des Bundesrates wäre eine retrospektive Analyse aufgrund fehlender Studien und Daten nicht aussagekräftig. Dennoch hat er darauf verzichtet, die Schweizer Gesundheitsstudie&nbsp;(nationales Human-Biomonitoring-Projekt) weiterzuführen. Ist er auch der Meinung, dass ein Human-Biomonitoring-Projekt, wie es die Nachbarländer seit Jahren durchführen, mehr Klarheit über die umweltbedingten Ursachen der sinkenden Fruchtbarkeit schaffen und fundiertere Entscheidungen ermöglichen könnte? Was sieht der Bundesrat vor, um künftig über mehr Daten zu verfügen?&nbsp;</li><li>Die Ergebnisse der Studie der Universität Genf lassen vermuten, dass die Exposition gegenüber problematischen Substanzen eine der Ursachen für die schlechte Spermienqualität ist. Was weiss man über den Einfluss solcher Substanzen auf die Fruchtbarkeit der Frauen?</li><li>Die Europäische&nbsp;Chemikalienagentur&nbsp;(ECHA) hat Trifluoressigsäure&nbsp;(TFA) kürzlich als reproduktionstoxisch&nbsp;(Kategorie&nbsp;1B) eingestuft. Diese zählt zu den per- und polyfluorierten Alkylverbindungen&nbsp;(PFAS) und tritt flächendeckend im Grundwasser auf. Beabsichtigt der Bundesrat, Massnahmen zu ergreifen, um die PFAS-Emissionen so schnell wie möglich an der Quelle zu reduzieren? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht? Mit welchen Massnahmen will der Bundesrat die Belastung der Bevölkerung durch Stoffe, welche die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können, begrenzen?</li></ol>
    • Was unternimmt der Bundesrat, um der sinkenden Fruchtbarkeit in der Schweiz entgegenzuwirken?

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