Kriminalität in der Schweiz verstehen: Ursachen, Risikofaktoren und Massnahmen
- ShortId
-
26.3842
- Id
-
20263842
- Updated
-
02.07.2026 11:41
- Language
-
de
- Title
-
Kriminalität in der Schweiz verstehen: Ursachen, Risikofaktoren und Massnahmen
- AdditionalIndexing
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1216;09
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Grenzüberschreitende und digitale Formen der Kriminalität gewinnen zunehmend an Bedeutung: Einbrüche, Drogenhandel, Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten, Cyberkriminalität sowie Menschenhandel und Menschenschmuggel. Diese Straftaten werden häufig von grenzüberschreitenden Netzwerken begangen und stellen hohe Anforderungen an die internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden. </p><p>Die öffentliche Debatte über Kriminalität konzentriert sich jedoch oft auf Einzelfälle und die Herkunft der Verdächtigen, ohne die zugrunde liegenden Dynamiken ausreichend zu berücksichtigen. Für eine wirksame Sicherheitspolitik wäre es jedoch wesentlich, die tatsächlichen Ursachen der Kriminalität zu verstehen. In diesem Zusammenhang ist zwischen den verschiedenen statistischen Gruppen innerhalb der ständigen Wohnbevölkerung (Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsbewilligungen, Aufenthaltsdauer in der Schweiz) sowie den Gruppen von Tätern und Täterinnen zu unterscheiden, die grenzüberschreitend aktiv sind und nicht zur ständigen Wohnbevölkerung gehören.</p><p>Die kriminologische Forschung zeigt, dass Kriminalität das Ergebnis des Zusammenspiels verschiedener Faktoren ist: Alter, Geschlecht, Bildung, berufliche Situation, soziale Integration, Wohnort, Aufenthaltsstatus und -dauer sowie individuelle Risikofaktoren (z. B. Suchtprobleme und andere psychische Erkrankungen). Werden die einzelnen Merkmale nur isoliert betrachtet, so kann dies zu Fehlinterpretationen führen und es ergeben sich nur wenige Anhaltspunkte für wirksame Massnahmen. </p><p>Für eine gezielte Sicherheitspolitik ist es daher erforderlich, in einer Analyse auf Grundlage konsolidierter statistischer Daten die verschiedenen Einflussfaktoren zu quantifizieren und die tatsächlich wirksamen Massnahmen aufzuzeigen. So können die Ressourcen gezielt eingesetzt und unerwünschte Anreize vermieden werden. </p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht auf Grundlage konsolidierter statistischer Daten die aktuelle Kriminalitätslage und deren Entwicklung in der Schweiz zu analysieren. Dabei sollen die relevanten kriminologischen, sozialen, wirtschaftlichen und institutionellen Einflussfaktoren untersucht und die Wirksamkeit der bestehenden Bekämpfungsstrategien bewertet werden. Ziel ist es, eine objektive Grundlage für eine wirksame Sicherheits- und Integrationspolitik zu schaffen. </p>
- Kriminalität in der Schweiz verstehen: Ursachen, Risikofaktoren und Massnahmen
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Grenzüberschreitende und digitale Formen der Kriminalität gewinnen zunehmend an Bedeutung: Einbrüche, Drogenhandel, Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten, Cyberkriminalität sowie Menschenhandel und Menschenschmuggel. Diese Straftaten werden häufig von grenzüberschreitenden Netzwerken begangen und stellen hohe Anforderungen an die internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden. </p><p>Die öffentliche Debatte über Kriminalität konzentriert sich jedoch oft auf Einzelfälle und die Herkunft der Verdächtigen, ohne die zugrunde liegenden Dynamiken ausreichend zu berücksichtigen. Für eine wirksame Sicherheitspolitik wäre es jedoch wesentlich, die tatsächlichen Ursachen der Kriminalität zu verstehen. In diesem Zusammenhang ist zwischen den verschiedenen statistischen Gruppen innerhalb der ständigen Wohnbevölkerung (Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsbewilligungen, Aufenthaltsdauer in der Schweiz) sowie den Gruppen von Tätern und Täterinnen zu unterscheiden, die grenzüberschreitend aktiv sind und nicht zur ständigen Wohnbevölkerung gehören.</p><p>Die kriminologische Forschung zeigt, dass Kriminalität das Ergebnis des Zusammenspiels verschiedener Faktoren ist: Alter, Geschlecht, Bildung, berufliche Situation, soziale Integration, Wohnort, Aufenthaltsstatus und -dauer sowie individuelle Risikofaktoren (z. B. Suchtprobleme und andere psychische Erkrankungen). Werden die einzelnen Merkmale nur isoliert betrachtet, so kann dies zu Fehlinterpretationen führen und es ergeben sich nur wenige Anhaltspunkte für wirksame Massnahmen. </p><p>Für eine gezielte Sicherheitspolitik ist es daher erforderlich, in einer Analyse auf Grundlage konsolidierter statistischer Daten die verschiedenen Einflussfaktoren zu quantifizieren und die tatsächlich wirksamen Massnahmen aufzuzeigen. So können die Ressourcen gezielt eingesetzt und unerwünschte Anreize vermieden werden. </p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht auf Grundlage konsolidierter statistischer Daten die aktuelle Kriminalitätslage und deren Entwicklung in der Schweiz zu analysieren. Dabei sollen die relevanten kriminologischen, sozialen, wirtschaftlichen und institutionellen Einflussfaktoren untersucht und die Wirksamkeit der bestehenden Bekämpfungsstrategien bewertet werden. Ziel ist es, eine objektive Grundlage für eine wirksame Sicherheits- und Integrationspolitik zu schaffen. </p>
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