Hohe Zuwanderung in Branchen mit stark wachsender Arbeitslosigkeit
- ShortId
-
26.3887
- Id
-
20263887
- Updated
-
25.06.2026 13:31
- Language
-
de
- Title
-
Hohe Zuwanderung in Branchen mit stark wachsender Arbeitslosigkeit
- AdditionalIndexing
-
44;2811
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Gemäss der «Jahresstatistik Zuwanderung» des Staatssekretariates für Migration SEM für das Jahr 2025 sind von Januar bis Dezember des letzten Jahres insgesamt 93'068 erwerbstätige Personen in die Schweiz zugewandert. Rund 30'000 Personen wanderten in den Wirtschaftssektor «Banken, Informatik und Beratung» ein. Dies sind 31,9%, also fast ein Drittel, aller zwecks Erwerbstätigkeit eingewanderten Personen.</p><p> </p><p>Der am 7. Mai 2026 durch das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO publizierte Bericht «Die Lage auf dem Arbeitsmarkt, April 2026» zeigt Folgendes auf:</p><ul><li>Ende April 2026 waren im Bereich «Information und Kommunikation» (v.a. auch Informatik) 6'524 Personen als arbeitslos gemeldet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 einer Zunahme um 13,5%.</li><li>Ende April 2026 waren im Bereich «Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (v.a. Banken) 8'142 Personen als arbeitslos gemeldet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 einer Zunahme um 17,4%.</li></ul><p> </p><p>Dass trotz steigender Arbeitslosigkeit in der Informatik- und in der Finanzbranche gerade in diesen Wirtschaftszweigen eine hohe Zuwanderung in den Arbeitsmarkt erfolgt, wirft ein schlechtes Licht auf die Wirtschaft. Diese bemüht sich offenbar zu wenig darum, das inländische Potenzial auszuschöpfen und zieht den schweizerischen Fachkräften zu oft ausländische Stellenbewerber vor.</p><p> </p><p>Vor diesem Hintergrund ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p> </p><ol><li>Was gedenkt der Bundesrat – gegebenenfalls unter Einbezug der Wirtschaft – zu unternehmen, um das inländische Arbeitskräftepotenzial besser auszuschöpfen und die Zuwanderung in Branchen mit wachsender Arbeitslosigkeit zu reduzieren?</li><li>Mit welchen gesetzlichen Anpassungen könnte dieses Ziel gestärkt werden?</li></ol>
- Hohe Zuwanderung in Branchen mit stark wachsender Arbeitslosigkeit
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Gemäss der «Jahresstatistik Zuwanderung» des Staatssekretariates für Migration SEM für das Jahr 2025 sind von Januar bis Dezember des letzten Jahres insgesamt 93'068 erwerbstätige Personen in die Schweiz zugewandert. Rund 30'000 Personen wanderten in den Wirtschaftssektor «Banken, Informatik und Beratung» ein. Dies sind 31,9%, also fast ein Drittel, aller zwecks Erwerbstätigkeit eingewanderten Personen.</p><p> </p><p>Der am 7. Mai 2026 durch das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO publizierte Bericht «Die Lage auf dem Arbeitsmarkt, April 2026» zeigt Folgendes auf:</p><ul><li>Ende April 2026 waren im Bereich «Information und Kommunikation» (v.a. auch Informatik) 6'524 Personen als arbeitslos gemeldet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 einer Zunahme um 13,5%.</li><li>Ende April 2026 waren im Bereich «Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (v.a. Banken) 8'142 Personen als arbeitslos gemeldet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 einer Zunahme um 17,4%.</li></ul><p> </p><p>Dass trotz steigender Arbeitslosigkeit in der Informatik- und in der Finanzbranche gerade in diesen Wirtschaftszweigen eine hohe Zuwanderung in den Arbeitsmarkt erfolgt, wirft ein schlechtes Licht auf die Wirtschaft. Diese bemüht sich offenbar zu wenig darum, das inländische Potenzial auszuschöpfen und zieht den schweizerischen Fachkräften zu oft ausländische Stellenbewerber vor.</p><p> </p><p>Vor diesem Hintergrund ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p> </p><ol><li>Was gedenkt der Bundesrat – gegebenenfalls unter Einbezug der Wirtschaft – zu unternehmen, um das inländische Arbeitskräftepotenzial besser auszuschöpfen und die Zuwanderung in Branchen mit wachsender Arbeitslosigkeit zu reduzieren?</li><li>Mit welchen gesetzlichen Anpassungen könnte dieses Ziel gestärkt werden?</li></ol>
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