Kann der Bundesrat die Gewässer und Fische noch rechtzeitig vor der 3-Grad-Welt und vor Flusshitzewellen retten?

ShortId
26.3923
Id
20263923
Updated
26.06.2026 07:45
Language
de
Title
Kann der Bundesrat die Gewässer und Fische noch rechtzeitig vor der 3-Grad-Welt und vor Flusshitzewellen retten?
AdditionalIndexing
52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p><strong>Es ergeben sich daraus folgende Fragen:</strong></p><ol><li>Teilt der Bundesrat die Einschätzung, dass Flusshitzewellen für Fische und Gewässerökosysteme ein bisher unterschätztes Risiko darstellen und in der nationalen Gewässer- und Fischereipolitik künftig besser berücksichtigt werden müssen?</li><li>Welche Konsequenzen zieht der Bundesrat aus den Fakten, dass Schweizer Flüsse in den letzten 40 Jahren insgesamt um rund 2 Grad wärmer wurden, und wonach Flusshitzewellen häufiger und schwerer werden?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, im Aktionsplan konkrete Massnahmen gegen Flusshitzewellen vorzusehen, u.a. Beschattung durch standortgerechte Ufervegetation, Wiederanbindung von Seitengewässern, Sicherung und Wiederherstellung von Kaltwasserrefugien, ausreichende Restwassermengen, Reduktion von Wasserentnahmen in Hitzeperioden sowie Verbesserung der Längs- und Quervernetzung?</li><li>Teilt der Bundesrat die Einschätzung, dass die heutigen Umsetzungspläne für die Revitalisierung der Gewässer nicht mehr genügen und angepasst werden müssen &nbsp;– insbesondere das Ziel von rund 4000 km bis 2090 – angesichts der stärkeren Auswirkungen der Klimaerwärmung als bisher angenommen? Falls nicht, wie will er das Ziel erreichen und mit welchen finanziellen Mitteln?</li><li>Wie werden Kantone, Wissenschaft und Fischereiorganisationen in die Erarbeitung des Aktionsplans eingebunden?</li></ol>
  • <p>Die Fischbestände und Fischarten der Schweiz stehen massiv unter Druck. Der Klimawandel ist eine der grössten Bedrohungen. Die neue Empfehlung des Netzwerks Anpassung an den Klimawandel verschärft die Ausgangslage deutlich, da die langfristigen Planungen der Schweiz realistischerweise auf eine 3-Grad-Welt auszurichten sind, anstatt eine 1.5 Grad Zunahme. Diese Entwicklung trifft die Gewässer und Fische direkt. Steigende Wassertemperaturen bedeuten weniger Sauerstoff, mehr Stress, mehr Krankheiten und weniger geeignete Lebensräume. Für kälteliebende Arten können längere Hitzeperioden, tiefe Wasserstände und fehlende Rückzugsräume tödlich enden. Schweizer Flüsse sind in den letzten 40 Jahren pro Jahrzehnt um 0,5 Grad wärmer geworden, insgesamt um rund 2 Grad. Zudem werden Flusshitzewellen häufiger und schwerer, ein gemäss Wissenschaft unterschätztes Risiko. Mit der Überweisung der Motion 24.4317 hat das Parlament den Bundesrat beauftragt, einen Aktionsplan Fische zu erarbeiten. Dieser Aktionsplan muss den klimatischen Risiken Rechnung tragen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
  • Kann der Bundesrat die Gewässer und Fische noch rechtzeitig vor der 3-Grad-Welt und vor Flusshitzewellen retten?
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p><strong>Es ergeben sich daraus folgende Fragen:</strong></p><ol><li>Teilt der Bundesrat die Einschätzung, dass Flusshitzewellen für Fische und Gewässerökosysteme ein bisher unterschätztes Risiko darstellen und in der nationalen Gewässer- und Fischereipolitik künftig besser berücksichtigt werden müssen?</li><li>Welche Konsequenzen zieht der Bundesrat aus den Fakten, dass Schweizer Flüsse in den letzten 40 Jahren insgesamt um rund 2 Grad wärmer wurden, und wonach Flusshitzewellen häufiger und schwerer werden?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, im Aktionsplan konkrete Massnahmen gegen Flusshitzewellen vorzusehen, u.a. Beschattung durch standortgerechte Ufervegetation, Wiederanbindung von Seitengewässern, Sicherung und Wiederherstellung von Kaltwasserrefugien, ausreichende Restwassermengen, Reduktion von Wasserentnahmen in Hitzeperioden sowie Verbesserung der Längs- und Quervernetzung?</li><li>Teilt der Bundesrat die Einschätzung, dass die heutigen Umsetzungspläne für die Revitalisierung der Gewässer nicht mehr genügen und angepasst werden müssen &nbsp;– insbesondere das Ziel von rund 4000 km bis 2090 – angesichts der stärkeren Auswirkungen der Klimaerwärmung als bisher angenommen? Falls nicht, wie will er das Ziel erreichen und mit welchen finanziellen Mitteln?</li><li>Wie werden Kantone, Wissenschaft und Fischereiorganisationen in die Erarbeitung des Aktionsplans eingebunden?</li></ol>
    • <p>Die Fischbestände und Fischarten der Schweiz stehen massiv unter Druck. Der Klimawandel ist eine der grössten Bedrohungen. Die neue Empfehlung des Netzwerks Anpassung an den Klimawandel verschärft die Ausgangslage deutlich, da die langfristigen Planungen der Schweiz realistischerweise auf eine 3-Grad-Welt auszurichten sind, anstatt eine 1.5 Grad Zunahme. Diese Entwicklung trifft die Gewässer und Fische direkt. Steigende Wassertemperaturen bedeuten weniger Sauerstoff, mehr Stress, mehr Krankheiten und weniger geeignete Lebensräume. Für kälteliebende Arten können längere Hitzeperioden, tiefe Wasserstände und fehlende Rückzugsräume tödlich enden. Schweizer Flüsse sind in den letzten 40 Jahren pro Jahrzehnt um 0,5 Grad wärmer geworden, insgesamt um rund 2 Grad. Zudem werden Flusshitzewellen häufiger und schwerer, ein gemäss Wissenschaft unterschätztes Risiko. Mit der Überweisung der Motion 24.4317 hat das Parlament den Bundesrat beauftragt, einen Aktionsplan Fische zu erarbeiten. Dieser Aktionsplan muss den klimatischen Risiken Rechnung tragen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
    • Kann der Bundesrat die Gewässer und Fische noch rechtzeitig vor der 3-Grad-Welt und vor Flusshitzewellen retten?

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