Mithilfe eines Präventionsprogramms den sexuellen Missbrauch von Kindern bekämpfen

ShortId
26.3927
Id
20263927
Updated
08.07.2026 15:20
Language
de
Title
Mithilfe eines Präventionsprogramms den sexuellen Missbrauch von Kindern bekämpfen
AdditionalIndexing
28;34
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Kinder und Jugendliche sind viel zu häufig Opfer von sexualisierter Gewalt, ob im Internet, in der Familie, im nahen Umfeld oder unter Gleichaltrigen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die polizeiliche Kriminalstatistik erfasst jährlich etwa tausend Kinder als Opfer von Straftaten im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen mit Kindern. Und dabei handelt es sich nur um die registrierten Fälle. Umfragen unter Jugendlichen zeigen, dass sexualisierte Gewalt in den letzten Jahren sowohl online als auch offline stark zugenommen hat. Die nationale Kinderschutzstatistik basierend auf Daten der schweizerischen Kinderkliniken zeigt Jahr für Jahr, dass etwa 2000&nbsp;Kinder infolge von Gewalt im Spital behandelt werden. Auch hier handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Bundesverfassung&nbsp;(BV) garantiert Kindern und Jugendlichen das Recht auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit&nbsp;(Art.&nbsp;11&nbsp;BV). Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes&nbsp;(KRK) verpflichtet den Bund, alle geeigneten Massnahmen zu treffen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung zu schützen&nbsp;(Art.&nbsp;19&nbsp;KRK). Diese Verpflichtungen stehen in starkem Kontrast zur Zunahme sexualisierter Gewalt, der Kinder und Jugendliche sowohl im Internet als auch in ihrem Umfeld ausgesetzt sind, sowie zu den Präventionsmassnahmen des Bundes; diese sind unzureichend.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Hinblick auf seine Verpflichtungen sollte der Bund ein mehrjähriges Präventionsprogramm gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen in die Wege leiten, um diese Gewalt deutlich einzudämmen. Dieses Präventionsprogramm soll insbesondere abzielen auf die Bekämpfung von sexuellen Handlungen mit Kindern in ihrem nahen Umfeld, aber auch auf die Bekämpfung von Erpressung von Jugendlichen mittels intimer Bilder oder Deepfakes, von sexueller Belästigung auf Kommunikationsplattformen sowie von Grooming-Praktiken, die sich gegen Minderjährige richten.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein mehrjähriges Präventionsprogramm auszuarbeiten und umzusetzen, um sexuelle Gewalt gegen Minderjährige sowohl online als auch offline wirksam zu reduzieren. Der Bund soll hierfür die Kantone und die Fachorganisationen in den Prozess miteinbeziehen.</p>
  • Mithilfe eines Präventionsprogramms den sexuellen Missbrauch von Kindern bekämpfen
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Kinder und Jugendliche sind viel zu häufig Opfer von sexualisierter Gewalt, ob im Internet, in der Familie, im nahen Umfeld oder unter Gleichaltrigen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die polizeiliche Kriminalstatistik erfasst jährlich etwa tausend Kinder als Opfer von Straftaten im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen mit Kindern. Und dabei handelt es sich nur um die registrierten Fälle. Umfragen unter Jugendlichen zeigen, dass sexualisierte Gewalt in den letzten Jahren sowohl online als auch offline stark zugenommen hat. Die nationale Kinderschutzstatistik basierend auf Daten der schweizerischen Kinderkliniken zeigt Jahr für Jahr, dass etwa 2000&nbsp;Kinder infolge von Gewalt im Spital behandelt werden. Auch hier handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Bundesverfassung&nbsp;(BV) garantiert Kindern und Jugendlichen das Recht auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit&nbsp;(Art.&nbsp;11&nbsp;BV). Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes&nbsp;(KRK) verpflichtet den Bund, alle geeigneten Massnahmen zu treffen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung zu schützen&nbsp;(Art.&nbsp;19&nbsp;KRK). Diese Verpflichtungen stehen in starkem Kontrast zur Zunahme sexualisierter Gewalt, der Kinder und Jugendliche sowohl im Internet als auch in ihrem Umfeld ausgesetzt sind, sowie zu den Präventionsmassnahmen des Bundes; diese sind unzureichend.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Hinblick auf seine Verpflichtungen sollte der Bund ein mehrjähriges Präventionsprogramm gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen in die Wege leiten, um diese Gewalt deutlich einzudämmen. Dieses Präventionsprogramm soll insbesondere abzielen auf die Bekämpfung von sexuellen Handlungen mit Kindern in ihrem nahen Umfeld, aber auch auf die Bekämpfung von Erpressung von Jugendlichen mittels intimer Bilder oder Deepfakes, von sexueller Belästigung auf Kommunikationsplattformen sowie von Grooming-Praktiken, die sich gegen Minderjährige richten.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein mehrjähriges Präventionsprogramm auszuarbeiten und umzusetzen, um sexuelle Gewalt gegen Minderjährige sowohl online als auch offline wirksam zu reduzieren. Der Bund soll hierfür die Kantone und die Fachorganisationen in den Prozess miteinbeziehen.</p>
    • Mithilfe eines Präventionsprogramms den sexuellen Missbrauch von Kindern bekämpfen

Back to List