Gibt es für die Schweizer Landwirtschaft einen Weg zwischen konventionellem und Biolandbau?

ShortId
26.3929
Id
20263929
Updated
29.06.2026 14:43
Language
de
Title
Gibt es für die Schweizer Landwirtschaft einen Weg zwischen konventionellem und Biolandbau?
AdditionalIndexing
52;2841;55
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Basieren darauf bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1.&nbsp;Was sind aus seiner Sicht - konkret - die wichtigsten Erkenntnisse aus der 10-Jahres-Studie?</p><p>2.&nbsp;Gibt es in der Schweiz vergleichbare Untersuchungen? Wenn ja, welche und zu welchen Schlüssen kommen sie? Wenn nein, warum?</p><p>3.&nbsp;Lassen sich aus der Studie konkrete Massnahmen ableiten, um das Ziel eines sicheren und nachhaltigen Pflanzenschutzes zu erreichen? Falls ja, welche sind dies? Falls nein, warum?</p><p>4.&nbsp;Verfolgt er die europäischen Diskussionen über die Beschleunigung des agroökologischen Wandels? Wenn ja, wie schätzt er die Entwicklung ein und welche Relevanz hat sie für unsere Land- und Ernährungswirtschaft und wie berücksichtigt er dies in der AP 2030+?</p><p>5.&nbsp;Angesichts der zunehmenden Herausforderungen rund um problematische Stoffe im Boden, Grundwasser, Gewässer, Lebensmitteln und uns Menschen, insbesondere angesichts der hohen TFA-Werte im Grundwasser von Ackerbaugebieten: Für wie dringend hält er die Suche nach Alternativen zur Anwendung von konventionellen Pestiziden in der Landwirtschaft und was tut er konkret, um solche Alternativen voranzubringen?</p>
  • <p>Im Februar 2026 publizierte das französische Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Lebensmittel und Umwelt INRAE die Ergebnisse einer Studie, die während 10 Jahren untersuchte, ob eine Landwirtschaft ohne Pestizide technisch und wirtschaftlich möglich bzw. produktiv sei.</p><p>Verzichtet wurde auf sämtliche Pflanzenschutzmittel, jedoch nicht auf synthetische Mineraldünger, mechanische Bodenbearbeitung oder konventionelles Saatgut.</p><p>Die Erträge lagen im Durchschnitt über typischen Bio-Erträgen. Sie waren zum Teil vergleichbar mit oder lagen höher als jene von konventionellen Betrieben. Die Schäden auf Grund von Krankheiten bzw. Schädlingen nahmen über die zehn Jahre nicht zu, trotz Verzichts auf Fungizide, Insektizide und Herbizide.</p><p>Die Autorschaft betont, die Erkenntnisse leisteten einen wichtigen Beitrag zur europäischen Diskussion über die Beschleunigung des agroökologischen Wandels. Eine pestizidfreie Landwirtschaft sei möglich, dafür sei aber ein Systemwechsel nötig.</p><p>Auf meine Frage <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20267514&amp;data=05%7C02%7Chasan.candan%40parl.ch%7Ccb41a11cfa9b48b98e0508decc292d0f%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639172674390674039%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=GFKyuL4PBfLyr2KNladcUve0fGTt8LFBk7KWSxPbAxg%3D&amp;reserved=0"><u>26.7514</u></a> nach den wichtigsten Schlussfolgerungen aus der Studie antwortet der Bundesrat, dass umweltverträglicher Pflanzenschutz schon heute wichtiger Bestandteil der Agrarpolitik sei und listet gegenwärtige und geplante Massnahmen auf.</p>
  • Gibt es für die Schweizer Landwirtschaft einen Weg zwischen konventionellem und Biolandbau?
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Basieren darauf bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1.&nbsp;Was sind aus seiner Sicht - konkret - die wichtigsten Erkenntnisse aus der 10-Jahres-Studie?</p><p>2.&nbsp;Gibt es in der Schweiz vergleichbare Untersuchungen? Wenn ja, welche und zu welchen Schlüssen kommen sie? Wenn nein, warum?</p><p>3.&nbsp;Lassen sich aus der Studie konkrete Massnahmen ableiten, um das Ziel eines sicheren und nachhaltigen Pflanzenschutzes zu erreichen? Falls ja, welche sind dies? Falls nein, warum?</p><p>4.&nbsp;Verfolgt er die europäischen Diskussionen über die Beschleunigung des agroökologischen Wandels? Wenn ja, wie schätzt er die Entwicklung ein und welche Relevanz hat sie für unsere Land- und Ernährungswirtschaft und wie berücksichtigt er dies in der AP 2030+?</p><p>5.&nbsp;Angesichts der zunehmenden Herausforderungen rund um problematische Stoffe im Boden, Grundwasser, Gewässer, Lebensmitteln und uns Menschen, insbesondere angesichts der hohen TFA-Werte im Grundwasser von Ackerbaugebieten: Für wie dringend hält er die Suche nach Alternativen zur Anwendung von konventionellen Pestiziden in der Landwirtschaft und was tut er konkret, um solche Alternativen voranzubringen?</p>
    • <p>Im Februar 2026 publizierte das französische Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Lebensmittel und Umwelt INRAE die Ergebnisse einer Studie, die während 10 Jahren untersuchte, ob eine Landwirtschaft ohne Pestizide technisch und wirtschaftlich möglich bzw. produktiv sei.</p><p>Verzichtet wurde auf sämtliche Pflanzenschutzmittel, jedoch nicht auf synthetische Mineraldünger, mechanische Bodenbearbeitung oder konventionelles Saatgut.</p><p>Die Erträge lagen im Durchschnitt über typischen Bio-Erträgen. Sie waren zum Teil vergleichbar mit oder lagen höher als jene von konventionellen Betrieben. Die Schäden auf Grund von Krankheiten bzw. Schädlingen nahmen über die zehn Jahre nicht zu, trotz Verzichts auf Fungizide, Insektizide und Herbizide.</p><p>Die Autorschaft betont, die Erkenntnisse leisteten einen wichtigen Beitrag zur europäischen Diskussion über die Beschleunigung des agroökologischen Wandels. Eine pestizidfreie Landwirtschaft sei möglich, dafür sei aber ein Systemwechsel nötig.</p><p>Auf meine Frage <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20267514&amp;data=05%7C02%7Chasan.candan%40parl.ch%7Ccb41a11cfa9b48b98e0508decc292d0f%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639172674390674039%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=GFKyuL4PBfLyr2KNladcUve0fGTt8LFBk7KWSxPbAxg%3D&amp;reserved=0"><u>26.7514</u></a> nach den wichtigsten Schlussfolgerungen aus der Studie antwortet der Bundesrat, dass umweltverträglicher Pflanzenschutz schon heute wichtiger Bestandteil der Agrarpolitik sei und listet gegenwärtige und geplante Massnahmen auf.</p>
    • Gibt es für die Schweizer Landwirtschaft einen Weg zwischen konventionellem und Biolandbau?

Back to List