Wie kommen wir aus der Krise der Überproduktion von Schweizer Schweinefleisch?
- ShortId
-
26.3941
- Id
-
20263941
- Updated
-
29.06.2026 16:55
- Language
-
de
- Title
-
Wie kommen wir aus der Krise der Überproduktion von Schweizer Schweinefleisch?
- AdditionalIndexing
-
55;15;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die aktuelle Überproduktion von Schweinefleisch macht Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz zu schaffen. SRF schrieb im März 2026, der durchschnittliche Preis für Schlachtschweine sei um 27 Prozent gefallen. «Die Züchter in der Schweiz produzieren jede Woche 53'000 Schlachtschweine. Ideal für einen fairen Preis wären 44'000 Schweine.» Der Schweizerische Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband Suisseporc wollte Züchterinnen und Züchter deshalb mit finanziellen Anreizen zum Aufhören bewegen. Die Idee zu dieser freiwilligen Massnahme wurde am 27. Mai 2026 von der Basis des Verbandes knapp verworfen, der Preis für Schweinefleisch dürfte also weiter sinken.</p>
- <p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen: <br> </p><p>1. Handelt es sich bei der Überproduktion von Schweinefleisch in der Schweiz um ein Marktversagen? Wenn ja, was sind die wichtigsten Gründe dafür? Wenn nein, warum nicht?</p><p>2. Welche Rolle spielt dabei der Import von Schweinefleisch und Schweinefleisch-Erzeugnissen aus dem Ausland?</p><p>3. Welche Lösungen sieht der Bundesrat, welche erachtet er als fair und nachhaltig?</p><p>4. Unterstützt er die Schweinebäuerinnen und -bauern bei der Lösungsfindung?</p><p>5. In den Niederlanden wurde der Schweinebestand mittels freiwilliger Ausstiegsprogramme drastisch reduziert, auch, um die massive Stickstoffbelastung und den Ammoniak-Ausstoss der Landwirtschaft zu senken. Sieht der Bundesrat für eine solche Massnahme Potential, in der aktuellen Schweinefleisch-Krise? Falls ja, wie geht er vor? Falls nein, wieso nicht?</p><p>6. Aktuell wirbt ein Schweizer Grossverteiler mit einem Preis von 9.50 CHF pro Kilo Schweizer Schweinskoteletts (50%-Preis). Ein Kilo Gruyère kostet derweilen 22.70 CHF. Wie will der Bundesrat künftig für mehr Preisgerechtigkeit und Kostenwahrheit sorgen?</p><p>7. Wie will er im Rahmen der AP 2030+ dafür sorgen, dass eine solche Krise verhindert werden kann?</p>
- Wie kommen wir aus der Krise der Überproduktion von Schweizer Schweinefleisch?
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die aktuelle Überproduktion von Schweinefleisch macht Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz zu schaffen. SRF schrieb im März 2026, der durchschnittliche Preis für Schlachtschweine sei um 27 Prozent gefallen. «Die Züchter in der Schweiz produzieren jede Woche 53'000 Schlachtschweine. Ideal für einen fairen Preis wären 44'000 Schweine.» Der Schweizerische Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband Suisseporc wollte Züchterinnen und Züchter deshalb mit finanziellen Anreizen zum Aufhören bewegen. Die Idee zu dieser freiwilligen Massnahme wurde am 27. Mai 2026 von der Basis des Verbandes knapp verworfen, der Preis für Schweinefleisch dürfte also weiter sinken.</p>
- <p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen: <br> </p><p>1. Handelt es sich bei der Überproduktion von Schweinefleisch in der Schweiz um ein Marktversagen? Wenn ja, was sind die wichtigsten Gründe dafür? Wenn nein, warum nicht?</p><p>2. Welche Rolle spielt dabei der Import von Schweinefleisch und Schweinefleisch-Erzeugnissen aus dem Ausland?</p><p>3. Welche Lösungen sieht der Bundesrat, welche erachtet er als fair und nachhaltig?</p><p>4. Unterstützt er die Schweinebäuerinnen und -bauern bei der Lösungsfindung?</p><p>5. In den Niederlanden wurde der Schweinebestand mittels freiwilliger Ausstiegsprogramme drastisch reduziert, auch, um die massive Stickstoffbelastung und den Ammoniak-Ausstoss der Landwirtschaft zu senken. Sieht der Bundesrat für eine solche Massnahme Potential, in der aktuellen Schweinefleisch-Krise? Falls ja, wie geht er vor? Falls nein, wieso nicht?</p><p>6. Aktuell wirbt ein Schweizer Grossverteiler mit einem Preis von 9.50 CHF pro Kilo Schweizer Schweinskoteletts (50%-Preis). Ein Kilo Gruyère kostet derweilen 22.70 CHF. Wie will der Bundesrat künftig für mehr Preisgerechtigkeit und Kostenwahrheit sorgen?</p><p>7. Wie will er im Rahmen der AP 2030+ dafür sorgen, dass eine solche Krise verhindert werden kann?</p>
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