Ist es vertretbar, in einem Sektor, der einen Viertel des Produktionswerts der Schweizer Landwirtschaft ausmacht und zahlreiche Arbeitsplätze schafft, derart drastische Kürzungen vorzunehmen?

ShortId
26.3950
Id
20263950
Updated
16.07.2026 14:42
Language
de
Title
Ist es vertretbar, in einem Sektor, der einen Viertel des Produktionswerts der Schweizer Landwirtschaft ausmacht und zahlreiche Arbeitsplätze schafft, derart drastische Kürzungen vorzunehmen?
AdditionalIndexing
04;36;55
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Aufgrund verschiedener beschlossener Sparmassnahmen beabsichtigt Agroscope, ab 2027 bei den Personalkosten (58&nbsp;Vollzeitstellen) sowie bei den Sachkosten Einsparungen vorzunehmen.&nbsp;</p><p>Diese Sparmassnahmen haben erhebliche Auswirkungen auf die Institution und das Personal sowie auf die Schweizer Agrar- und Ernährungsforschung.</p><p>Das Kompetenzzentrum wird seine Aktivitäten wieder stärker auf seine Kernaufgaben konzentrieren: Forschung zur Primärproduktion und zu Umweltwirkungen der Landwirtschaft, gesetzliche Vollzugsaufgaben und Politikberatung.&nbsp;</p><p>Die Forschungsaktivitäten in den Bereichen gesunde Ernährung, neue Lebensmittel und alternative Nischenkulturen werden eingestellt.</p><p>Bestimmten Quellen zufolge entsprechen viele Streichungen dem Grundgedanken der neuen Ernährungspyramide: weniger Fleisch und mehr pflanzliche Ernährung.&nbsp;</p><p>Entgegen den Ankündigungen in der Medienmitteilung sollen in naher Zukunft ganze strategische Bereiche einfach gestrichen werden:&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Einstellung der Forschung im Bereich Rindfleisch sowie des gesamten Bereichs der Fleischqualitätskontrolle.</li><li>Einstellung der Forschung zur Schweineproduktion sowie des Projekts zum Bau von Stallungen für Schweine in Posieux, obwohl Agroscope derzeit über europaweit einzigartige Infrastrukturen verfügt, die umfassende und praxisrelevante Versuche ermöglichen, insbesondere zur Verbesserung der Produktionseffizienz und zur Optimierung des Ressourceneinsatzes.</li><li>Abbau von 58&nbsp;Vollzeitstellen, darunter mehrheitlich Forschungsstellen, während die Verwaltungsstellen erhalten bleiben sollen!&nbsp;</li></ul><p>Zur Information: Die Fleischbranche macht 27&nbsp;Prozent des Wertes der Schweizer Agrarproduktion aus, was 3,2&nbsp;Milliarden Franken entspricht.</p><p>Für den Grossverteilhandel beträgt der Umsatz im Fleischbereich rund 15&nbsp;Milliarden Franken; für die Metzgereien und Fleischfachgeschäfte rund 7&nbsp;Milliarden Franken</p><p>Was die Beschäftigung betrifft, sind rund 24&nbsp;000&nbsp;Personen im&nbsp;Verarbeitungssektor tätig, und 40&nbsp;000&nbsp;Betriebe in der Schweiz halten Tiere.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Meine Frage an den Bundesrat:</p><p>&nbsp;</p><ul><li>Ist es vertretbar, in einem Sektor, der einen Viertel des Produktionswerts der Schweizer Landwirtschaft ausmacht und zahlreiche Arbeitsplätze schafft, derart drastische Kürzungen vorzunehmen?</li><li>Warum betreffen die Stellenstreichungen fast ausschliesslich Forschende und nicht das Verwaltungspersonal?</li></ul>
  • Ist es vertretbar, in einem Sektor, der einen Viertel des Produktionswerts der Schweizer Landwirtschaft ausmacht und zahlreiche Arbeitsplätze schafft, derart drastische Kürzungen vorzunehmen?
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Aufgrund verschiedener beschlossener Sparmassnahmen beabsichtigt Agroscope, ab 2027 bei den Personalkosten (58&nbsp;Vollzeitstellen) sowie bei den Sachkosten Einsparungen vorzunehmen.&nbsp;</p><p>Diese Sparmassnahmen haben erhebliche Auswirkungen auf die Institution und das Personal sowie auf die Schweizer Agrar- und Ernährungsforschung.</p><p>Das Kompetenzzentrum wird seine Aktivitäten wieder stärker auf seine Kernaufgaben konzentrieren: Forschung zur Primärproduktion und zu Umweltwirkungen der Landwirtschaft, gesetzliche Vollzugsaufgaben und Politikberatung.&nbsp;</p><p>Die Forschungsaktivitäten in den Bereichen gesunde Ernährung, neue Lebensmittel und alternative Nischenkulturen werden eingestellt.</p><p>Bestimmten Quellen zufolge entsprechen viele Streichungen dem Grundgedanken der neuen Ernährungspyramide: weniger Fleisch und mehr pflanzliche Ernährung.&nbsp;</p><p>Entgegen den Ankündigungen in der Medienmitteilung sollen in naher Zukunft ganze strategische Bereiche einfach gestrichen werden:&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Einstellung der Forschung im Bereich Rindfleisch sowie des gesamten Bereichs der Fleischqualitätskontrolle.</li><li>Einstellung der Forschung zur Schweineproduktion sowie des Projekts zum Bau von Stallungen für Schweine in Posieux, obwohl Agroscope derzeit über europaweit einzigartige Infrastrukturen verfügt, die umfassende und praxisrelevante Versuche ermöglichen, insbesondere zur Verbesserung der Produktionseffizienz und zur Optimierung des Ressourceneinsatzes.</li><li>Abbau von 58&nbsp;Vollzeitstellen, darunter mehrheitlich Forschungsstellen, während die Verwaltungsstellen erhalten bleiben sollen!&nbsp;</li></ul><p>Zur Information: Die Fleischbranche macht 27&nbsp;Prozent des Wertes der Schweizer Agrarproduktion aus, was 3,2&nbsp;Milliarden Franken entspricht.</p><p>Für den Grossverteilhandel beträgt der Umsatz im Fleischbereich rund 15&nbsp;Milliarden Franken; für die Metzgereien und Fleischfachgeschäfte rund 7&nbsp;Milliarden Franken</p><p>Was die Beschäftigung betrifft, sind rund 24&nbsp;000&nbsp;Personen im&nbsp;Verarbeitungssektor tätig, und 40&nbsp;000&nbsp;Betriebe in der Schweiz halten Tiere.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Meine Frage an den Bundesrat:</p><p>&nbsp;</p><ul><li>Ist es vertretbar, in einem Sektor, der einen Viertel des Produktionswerts der Schweizer Landwirtschaft ausmacht und zahlreiche Arbeitsplätze schafft, derart drastische Kürzungen vorzunehmen?</li><li>Warum betreffen die Stellenstreichungen fast ausschliesslich Forschende und nicht das Verwaltungspersonal?</li></ul>
    • Ist es vertretbar, in einem Sektor, der einen Viertel des Produktionswerts der Schweizer Landwirtschaft ausmacht und zahlreiche Arbeitsplätze schafft, derart drastische Kürzungen vorzunehmen?

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