Raumluftqualität in Schulen und Alters- und Pflegeheimen nachhaltig verbessern
- ShortId
-
26.4121
- Id
-
20264121
- Updated
-
21.10.2026 16:06
- Language
-
de
- Title
-
Raumluftqualität in Schulen und Alters- und Pflegeheimen nachhaltig verbessern
- AdditionalIndexing
-
32;2846;52;04;24;2841
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Eine gute Raumluftqualität ist wichtig für die Gesundheit, die Konzentrationsfähigkeit und trägt zu gute Arbeits- und Lernbedingungen bei.</p><p> </p><p>Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weist auf die Bedeutung der Luftqualität in Schulzimmern hin. Laut einer Studie des BAG war die Luftqualität in rund zwei Dritteln der Schweizer Schulen unzureichend. Das BAG weist zudem darauf hin, dass die manuelle Lüftung in vielen Fällen an ihre Grenzen stösst, insbesondere wenn sich viele Personen in den Räumen aufhalten.</p><p> </p><p>Vor diesem Hintergrund ist zu prüfen, wie mit einem gesamtschweizerischen Ansatz eine minimale Luftqualität in Gebäuden gewährleistet werden kann, in denen sich Kinder, Lehrpersonen, ältere und pflegebedürftige Menschen über längere Zeit aufhalten.</p><p> </p><p>Alters- und Pflegeheime verdienen besondere Aufmerksamkeit. Die Bewohnerinnen und Bewohner halten sich dort in der Regel über längere Zeit auf und sind häufig besonders vulnerabel. Zudem sind Alters- und Pflegeheime ständig belegt und müssen nicht nur in den Gemeinschaftsräumen, sondern auch in den Zimmern und Pflegeräumen angemessene Bedingungen gewährleisten.</p><p> </p><p>Es geht nicht zwingend darum, eine bestimmte Technologie vorzuschreiben. Eine zeitgemässe Regelung sollte in erster Linie Ziele für die Raumluftqualität festlegen und die Wahl der für das jeweilige Gebäude am besten geeigneten technischen Lösung ermöglichen. Reicht die natürliche Lüftung nicht aus, um die festgelegten Ziele zu erreichen, könnte eine mechanische Lüftung oder eine andere wirksame technische Lösung vorgeschrieben werden.</p><p> </p><p>Der Bund verfügt bereits über verschiedene Instrumente zur Förderung von Investitionen in Gebäude. Dazu gehört insbesondere das Gebäudeprogramm, das als mögliches Instrument zur Unterstützung der erwähnten Investitionen geprüft werden kann.</p><p> </p><p>Der verfassungsmässigen Kompetenzverteilung ist jedoch Rechnung zu tragen. Die Energiepolitik im Gebäudebereich liegt in erster Linie in der Zuständigkeit der Kantone. Der Bericht soll daher genau aufzeigen, welche Massnahmen im Rahmen des geltenden Bundesrechts ergriffen werden können und welche Gesetzesanpassungen oder Formen der Zusammenarbeit mit den Kantonen erforderlich wären.</p><p> </p><p>Der Bundesrat wird somit beauftragt, eine nationale Strategie vorzulegen, mit der die Raumluftqualität in Schulen und Alters- und Pflegeheimen nachhaltig verbessert und zugleich eine verhältnismässige, technisch geeignete und für die Gemeinwesen sowie die betroffenen Betreiber finanziell tragbare Umsetzung des Vorhabens gewährleistet werden kann.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, in dem Massnahmen aufgezeigt werden, mit denen eine ausreichende Raumluftqualität in Schulen und Alters- und Pflegeheimen in der Schweiz gewährleistet werden kann.</p><p> </p><p>Der Bericht soll insbesondere folgende Punkte prüfen:</p><p> </p><p>Zielwerte und regelmässige Messungen: die Möglichkeit, gemeinsam mit den Kantonen und Gemeinden Zielwerte oder Mindestanforderungen für die Raumluftqualität in Schulräumen und Alters- und Pflegeheimen festzulegen, insbesondere in Bezug auf den Luftwechsel und die CO₂-Konzentration;</p><p> </p><p>Technische Lösungen: die Voraussetzungen, unter denen eine natürliche Lüftung als ausreichend gelten kann beziehungsweise eine mechanische Lüftungsanlage oder eine andere technische Lösung vorgeschrieben werden sollte;</p><p> </p><p>Föderalismus: die Möglichkeiten, die erwähnten Anforderungen unter Wahrung der Zuständigkeiten der Kantone und Gemeinden in das bestehende Bundesrecht zu integrieren, insbesondere in die Bestimmungen zum Gesundheitsschutz, zum Schutz vor schädlichen Einwirkungen, zu Energie und Klima sowie zur Pflegequalität;</p><p> </p><p>Finanzierung: die Möglichkeit, gemeinsam mit den Kantonen ein Bundesprogramm zur finanziellen Unterstützung des Einbaus oder der Modernisierung von Lüftungsanlagen in Schulen und Alters- und Pflegeheimen einzurichten, wobei zu prüfen ist, ob diese Unterstützung in das Gebäudeprogramm oder in ein spezifisches Programm des Bundes integriert werden kann, anstatt ein neues Programm zu schaffen;</p><p> </p><p>Kosten-Nutzen-Analyse: die möglichen Energieeinsparungen durch moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und die Vereinbarkeit mit den Klimazielen des Bundes, die voraussichtlichen Investitions- und Betriebskosten für die Gemeinwesen und die Betreiber von Alters- und Pflegeheimen sowie mögliche Einsparungen durch Verbesserungen bei der Gesundheit und den Lern- und Arbeitsbedingungen und durch eine Verringerung der Absenzen;</p><p> </p><p>Der Bericht soll verschiedene Finanzierungs- und Umsetzungsmodelle aufzeigen, die der verfassungsmässigen Kompetenzverteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden Rechnung tragen.</p>
- Raumluftqualität in Schulen und Alters- und Pflegeheimen nachhaltig verbessern
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Eine gute Raumluftqualität ist wichtig für die Gesundheit, die Konzentrationsfähigkeit und trägt zu gute Arbeits- und Lernbedingungen bei.</p><p> </p><p>Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weist auf die Bedeutung der Luftqualität in Schulzimmern hin. Laut einer Studie des BAG war die Luftqualität in rund zwei Dritteln der Schweizer Schulen unzureichend. Das BAG weist zudem darauf hin, dass die manuelle Lüftung in vielen Fällen an ihre Grenzen stösst, insbesondere wenn sich viele Personen in den Räumen aufhalten.</p><p> </p><p>Vor diesem Hintergrund ist zu prüfen, wie mit einem gesamtschweizerischen Ansatz eine minimale Luftqualität in Gebäuden gewährleistet werden kann, in denen sich Kinder, Lehrpersonen, ältere und pflegebedürftige Menschen über längere Zeit aufhalten.</p><p> </p><p>Alters- und Pflegeheime verdienen besondere Aufmerksamkeit. Die Bewohnerinnen und Bewohner halten sich dort in der Regel über längere Zeit auf und sind häufig besonders vulnerabel. Zudem sind Alters- und Pflegeheime ständig belegt und müssen nicht nur in den Gemeinschaftsräumen, sondern auch in den Zimmern und Pflegeräumen angemessene Bedingungen gewährleisten.</p><p> </p><p>Es geht nicht zwingend darum, eine bestimmte Technologie vorzuschreiben. Eine zeitgemässe Regelung sollte in erster Linie Ziele für die Raumluftqualität festlegen und die Wahl der für das jeweilige Gebäude am besten geeigneten technischen Lösung ermöglichen. Reicht die natürliche Lüftung nicht aus, um die festgelegten Ziele zu erreichen, könnte eine mechanische Lüftung oder eine andere wirksame technische Lösung vorgeschrieben werden.</p><p> </p><p>Der Bund verfügt bereits über verschiedene Instrumente zur Förderung von Investitionen in Gebäude. Dazu gehört insbesondere das Gebäudeprogramm, das als mögliches Instrument zur Unterstützung der erwähnten Investitionen geprüft werden kann.</p><p> </p><p>Der verfassungsmässigen Kompetenzverteilung ist jedoch Rechnung zu tragen. Die Energiepolitik im Gebäudebereich liegt in erster Linie in der Zuständigkeit der Kantone. Der Bericht soll daher genau aufzeigen, welche Massnahmen im Rahmen des geltenden Bundesrechts ergriffen werden können und welche Gesetzesanpassungen oder Formen der Zusammenarbeit mit den Kantonen erforderlich wären.</p><p> </p><p>Der Bundesrat wird somit beauftragt, eine nationale Strategie vorzulegen, mit der die Raumluftqualität in Schulen und Alters- und Pflegeheimen nachhaltig verbessert und zugleich eine verhältnismässige, technisch geeignete und für die Gemeinwesen sowie die betroffenen Betreiber finanziell tragbare Umsetzung des Vorhabens gewährleistet werden kann.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, in dem Massnahmen aufgezeigt werden, mit denen eine ausreichende Raumluftqualität in Schulen und Alters- und Pflegeheimen in der Schweiz gewährleistet werden kann.</p><p> </p><p>Der Bericht soll insbesondere folgende Punkte prüfen:</p><p> </p><p>Zielwerte und regelmässige Messungen: die Möglichkeit, gemeinsam mit den Kantonen und Gemeinden Zielwerte oder Mindestanforderungen für die Raumluftqualität in Schulräumen und Alters- und Pflegeheimen festzulegen, insbesondere in Bezug auf den Luftwechsel und die CO₂-Konzentration;</p><p> </p><p>Technische Lösungen: die Voraussetzungen, unter denen eine natürliche Lüftung als ausreichend gelten kann beziehungsweise eine mechanische Lüftungsanlage oder eine andere technische Lösung vorgeschrieben werden sollte;</p><p> </p><p>Föderalismus: die Möglichkeiten, die erwähnten Anforderungen unter Wahrung der Zuständigkeiten der Kantone und Gemeinden in das bestehende Bundesrecht zu integrieren, insbesondere in die Bestimmungen zum Gesundheitsschutz, zum Schutz vor schädlichen Einwirkungen, zu Energie und Klima sowie zur Pflegequalität;</p><p> </p><p>Finanzierung: die Möglichkeit, gemeinsam mit den Kantonen ein Bundesprogramm zur finanziellen Unterstützung des Einbaus oder der Modernisierung von Lüftungsanlagen in Schulen und Alters- und Pflegeheimen einzurichten, wobei zu prüfen ist, ob diese Unterstützung in das Gebäudeprogramm oder in ein spezifisches Programm des Bundes integriert werden kann, anstatt ein neues Programm zu schaffen;</p><p> </p><p>Kosten-Nutzen-Analyse: die möglichen Energieeinsparungen durch moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und die Vereinbarkeit mit den Klimazielen des Bundes, die voraussichtlichen Investitions- und Betriebskosten für die Gemeinwesen und die Betreiber von Alters- und Pflegeheimen sowie mögliche Einsparungen durch Verbesserungen bei der Gesundheit und den Lern- und Arbeitsbedingungen und durch eine Verringerung der Absenzen;</p><p> </p><p>Der Bericht soll verschiedene Finanzierungs- und Umsetzungsmodelle aufzeigen, die der verfassungsmässigen Kompetenzverteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden Rechnung tragen.</p>
- Raumluftqualität in Schulen und Alters- und Pflegeheimen nachhaltig verbessern
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