Barzahlung im öffentlichen Verkehr sicherstellen

ShortId
26.4170
Id
20264170
Updated
27.10.2026 14:57
Language
de
Title
Barzahlung im öffentlichen Verkehr sicherstellen
AdditionalIndexing
15;24;48
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Am 8.&nbsp;März 2026 haben Volk und Stände den Gegenentwurf zur Volksinitiative «Bargeld ist Freiheit» mit sehr grosser Mehrheit (über 73&nbsp;%) angenommen.</p><p>&nbsp;</p><p>Der öffentliche Verkehr muss für die gesamte Bevölkerung zugänglich bleiben, unabhängig von Alter, digitalen Kompetenzen oder davon, ob jemand ein Smartphone, eine Kreditkarte oder ein Konto für digitale Zahlungen besitzt.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Anforderung wird im Übrigen auch von den Bundesbehörden anerkannt. Das Bundesamt für Verkehr hält in seinen im Juli&nbsp;2026 veröffentlichten Vorgaben fest, dass Reisende weiterhin die Möglichkeit haben müssen, Fahrausweise offline zu kaufen und anonym zu reisen. Diese Anforderung ergibt sich namentlich aus Artikel&nbsp;54 des Personenbeförderungsgesetzes (PBG).</p><p>&nbsp;</p><p>Gemäss jüngsten Presseberichten will <a href="https://www.20min.ch/fr/story/suisse-alliance-swisspass-songe-a-en-finir-avec-le-cash-et-le-papier-103627375">Alliance Swisspass den Vertrieb von Fahrausweisen jedoch weiter digitalisieren und erwägt namentlich, die Barzahlung an Billettautomaten abzuschaffen.</a> Besonders problematisch ist, dass Reisende, die nichtdigitale Kanäle nutzen, zukünftig mit höheren Tarifen konfrontiert sein könnten.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Situation betrifft namentlich ältere Menschen, Minderjährige, Personen in prekären Verhältnissen oder ohne elektronische Zahlungsmittel, aber auch alle, die bewusst die Kontrolle über ihre Daten und Zahlungsmittel behalten möchten.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Anders als bei vollständig digitalen Lösungen braucht es bei Bargeldbezahlungen weder ein geladenes Smartphone noch eine Internetverbindung, eine App oder ein elektronisches Zahlungssystem.</p><p>Der Bundesrat wird daher beauftragt, die rechtlichen Grundlagen und Instrumente zu prüfen, über die der Bund insbesondere im Rahmen des PBG, der Konzessionen, der Bestellung von Verkehrsangeboten und der Subventionierung von Transportunternehmen verfügt, um sicherzustellen, dass weiterhin eine zumutbare und leicht zugängliche Möglichkeit besteht, Fahrausweise ohne Aufpreis mit Bargeld zu kaufen.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, mit welchen Instrumenten er sicherstellen kann, dass die Bevölkerung Fahrausweise im öffentlichen Verkehr, der vom Bund Finanzhilfen und Abgeltungen erhält, weiterhin bar bezahlen kann, ohne dass ihr aufgrund des gewählten Zahlungsmittels tarifliche Nachteile entstehen.</p>
  • Barzahlung im öffentlichen Verkehr sicherstellen
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Am 8.&nbsp;März 2026 haben Volk und Stände den Gegenentwurf zur Volksinitiative «Bargeld ist Freiheit» mit sehr grosser Mehrheit (über 73&nbsp;%) angenommen.</p><p>&nbsp;</p><p>Der öffentliche Verkehr muss für die gesamte Bevölkerung zugänglich bleiben, unabhängig von Alter, digitalen Kompetenzen oder davon, ob jemand ein Smartphone, eine Kreditkarte oder ein Konto für digitale Zahlungen besitzt.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Anforderung wird im Übrigen auch von den Bundesbehörden anerkannt. Das Bundesamt für Verkehr hält in seinen im Juli&nbsp;2026 veröffentlichten Vorgaben fest, dass Reisende weiterhin die Möglichkeit haben müssen, Fahrausweise offline zu kaufen und anonym zu reisen. Diese Anforderung ergibt sich namentlich aus Artikel&nbsp;54 des Personenbeförderungsgesetzes (PBG).</p><p>&nbsp;</p><p>Gemäss jüngsten Presseberichten will <a href="https://www.20min.ch/fr/story/suisse-alliance-swisspass-songe-a-en-finir-avec-le-cash-et-le-papier-103627375">Alliance Swisspass den Vertrieb von Fahrausweisen jedoch weiter digitalisieren und erwägt namentlich, die Barzahlung an Billettautomaten abzuschaffen.</a> Besonders problematisch ist, dass Reisende, die nichtdigitale Kanäle nutzen, zukünftig mit höheren Tarifen konfrontiert sein könnten.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Situation betrifft namentlich ältere Menschen, Minderjährige, Personen in prekären Verhältnissen oder ohne elektronische Zahlungsmittel, aber auch alle, die bewusst die Kontrolle über ihre Daten und Zahlungsmittel behalten möchten.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Anders als bei vollständig digitalen Lösungen braucht es bei Bargeldbezahlungen weder ein geladenes Smartphone noch eine Internetverbindung, eine App oder ein elektronisches Zahlungssystem.</p><p>Der Bundesrat wird daher beauftragt, die rechtlichen Grundlagen und Instrumente zu prüfen, über die der Bund insbesondere im Rahmen des PBG, der Konzessionen, der Bestellung von Verkehrsangeboten und der Subventionierung von Transportunternehmen verfügt, um sicherzustellen, dass weiterhin eine zumutbare und leicht zugängliche Möglichkeit besteht, Fahrausweise ohne Aufpreis mit Bargeld zu kaufen.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, mit welchen Instrumenten er sicherstellen kann, dass die Bevölkerung Fahrausweise im öffentlichen Verkehr, der vom Bund Finanzhilfen und Abgeltungen erhält, weiterhin bar bezahlen kann, ohne dass ihr aufgrund des gewählten Zahlungsmittels tarifliche Nachteile entstehen.</p>
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