Bahnachse Lausanne–Genf: Welche tarifliche Entlastung angesichts der wiederholten Störungen?
- ShortId
-
26.4441
- Id
-
20264441
- Updated
-
02.11.2026 08:44
- Language
-
de
- Title
-
Bahnachse Lausanne–Genf: Welche tarifliche Entlastung angesichts der wiederholten Störungen?
- AdditionalIndexing
-
48;15
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs bezahlen schweizweit weitgehend einheitliche Tarife, obwohl die Zuverlässigkeit des Angebots und die bei Störungen verfügbaren Alternativen je nach Region stark variieren.</p><p>Auf der Achse Lausanne–Genf tritt diese Problematik besonders deutlich zutage. Der Bund anerkennt selber, dass diese Strecke in Bezug auf die Redundanz zu den Schwachstellen des Schweizer Bahnnetzes gehört. Mangels einer alternativen Bahnverbindung ist sie besonders anfällig: Kommt es zu einer Störung, stehen kaum Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung. Die Folgen sind für Tausende von Reisenden unmittelbar spürbar.</p><p> </p><p>Dies haben auch die Ereignisse vom 17. September 2026 wieder gezeigt: Eine elektrische Störung im Raum Renens legte den Verkehr auf der Achse Lausanne–Genf während mehrerer Stunden lahm und führte zu Zugausfällen, Verspätungen sowie erheblichen Beeinträchtigungen für die Reisenden.</p><p>Trotz dieser bekannten Schwächen und der wiederkehrenden Störungen wird der vollständigen Redundanz der Strecke zwischen Lausanne und Genf im Rahmen von «Verkehr ’45» nicht genügend Priorität eingeräumt. Die strukturelle Behebung dieser Problemstelle wird somit in die ferne Zukunft verschoben.</p><p> </p><p>Angesichts dessen stellt sich die Frage der Gerechtigkeit. Können von den Nutzerinnen und Nutzern einer strukturell anfälligen Strecke, wo immer wieder Störungen auftreten und keine Alternativen vorhanden sind, auf Dauer dieselben Tarife verlangt werden wie anderswo, obwohl die Beseitigung dieser Probleme im Rahmen von «Verkehr ’45» keinen Vorrang geniesst?</p><p> </p><p>Bis eine echte Redundanz geschaffen ist, soll der Bund prüfen, wie den Nutzerinnen und Nutzern einer Strecke, auf der die Dienstleistungsqualität aufgrund von wiederholten Störungen und fehlenden Alternativen dauerhaft beeinträchtigt ist, tarifliche Entlastungen gewährt werden können. Denkbar wären etwa Rabatte, ein Ausgleich oder andere geeignete Massnahmen.</p>
- <p>Ich bitte den Bundesrat zu prüfen, ob ein Rabatt auf Billette und Abonnemente für die Strecke zwischen Lausanne und Genf eingeführt werden könnte, solange die Reisenden auf dieser Achse nicht dieselbe Dienstleistungsqualität und Zuverlässigkeit und keine vergleichbaren Ausweichmöglichkeiten bei Störungen vorfinden wie auf den am besten bedienten Bahnachsen der Schweiz.</p>
- Bahnachse Lausanne–Genf: Welche tarifliche Entlastung angesichts der wiederholten Störungen?
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs bezahlen schweizweit weitgehend einheitliche Tarife, obwohl die Zuverlässigkeit des Angebots und die bei Störungen verfügbaren Alternativen je nach Region stark variieren.</p><p>Auf der Achse Lausanne–Genf tritt diese Problematik besonders deutlich zutage. Der Bund anerkennt selber, dass diese Strecke in Bezug auf die Redundanz zu den Schwachstellen des Schweizer Bahnnetzes gehört. Mangels einer alternativen Bahnverbindung ist sie besonders anfällig: Kommt es zu einer Störung, stehen kaum Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung. Die Folgen sind für Tausende von Reisenden unmittelbar spürbar.</p><p> </p><p>Dies haben auch die Ereignisse vom 17. September 2026 wieder gezeigt: Eine elektrische Störung im Raum Renens legte den Verkehr auf der Achse Lausanne–Genf während mehrerer Stunden lahm und führte zu Zugausfällen, Verspätungen sowie erheblichen Beeinträchtigungen für die Reisenden.</p><p>Trotz dieser bekannten Schwächen und der wiederkehrenden Störungen wird der vollständigen Redundanz der Strecke zwischen Lausanne und Genf im Rahmen von «Verkehr ’45» nicht genügend Priorität eingeräumt. Die strukturelle Behebung dieser Problemstelle wird somit in die ferne Zukunft verschoben.</p><p> </p><p>Angesichts dessen stellt sich die Frage der Gerechtigkeit. Können von den Nutzerinnen und Nutzern einer strukturell anfälligen Strecke, wo immer wieder Störungen auftreten und keine Alternativen vorhanden sind, auf Dauer dieselben Tarife verlangt werden wie anderswo, obwohl die Beseitigung dieser Probleme im Rahmen von «Verkehr ’45» keinen Vorrang geniesst?</p><p> </p><p>Bis eine echte Redundanz geschaffen ist, soll der Bund prüfen, wie den Nutzerinnen und Nutzern einer Strecke, auf der die Dienstleistungsqualität aufgrund von wiederholten Störungen und fehlenden Alternativen dauerhaft beeinträchtigt ist, tarifliche Entlastungen gewährt werden können. Denkbar wären etwa Rabatte, ein Ausgleich oder andere geeignete Massnahmen.</p>
- <p>Ich bitte den Bundesrat zu prüfen, ob ein Rabatt auf Billette und Abonnemente für die Strecke zwischen Lausanne und Genf eingeführt werden könnte, solange die Reisenden auf dieser Achse nicht dieselbe Dienstleistungsqualität und Zuverlässigkeit und keine vergleichbaren Ausweichmöglichkeiten bei Störungen vorfinden wie auf den am besten bedienten Bahnachsen der Schweiz.</p>
- Bahnachse Lausanne–Genf: Welche tarifliche Entlastung angesichts der wiederholten Störungen?
Back to List