Belastung durch PFAS für Mensch und Umwelt senken: Keine PFAS in Küchenutensilien

ShortId
26.4573
Id
20264573
Updated
26.10.2026 16:20
Language
de
Title
Belastung durch PFAS für Mensch und Umwelt senken: Keine PFAS in Küchenutensilien
AdditionalIndexing
52;2841
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>PFAS (Ewigkeitschemikalien) bezeichnen eine Gruppe chemischer Stoffe, welche praktisch nicht abbaubar sind und sich deshalb in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern. Sie stehen mit Krankheiten wie Krebs, Stoffwechselstörungen und Immunschäden in Verbindung und könne Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und auf Babys im Mutterleib haben. Auch in der Natur sind diese Stoffe giftig und haben negative Folgen für Lebewesen und Ökosysteme.&nbsp;</p><p>Laut Schätzungen des Bundes verursacht die PFAS-Belastung in der Schweiz Milliardenschäden: So beziffert der&nbsp;<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20224585&amp;data=05%7C02%7Cmarionna.schlatter%40parl.ch%7Cdb5790792f7545a07b1008df1e3669ec%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639262891184178892%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=Owsaf%2FE8PbdPnV6rUEVhJiN45IJATxDBjdj4%2BaKTSHg%3D&amp;reserved=0">Postulatsbericht 22.4585</a> Moser die jährlichen Gesundheitskosten auf 1–1,6 Milliarden CHF und auf die&nbsp;<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20254285&amp;data=05%7C02%7Cmarionna.schlatter%40parl.ch%7Cdb5790792f7545a07b1008df1e3669ec%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639262891184244471%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=I9zWOZtgUZaBXlBTNFcxPRcJLkysv16Sinju%2FNNUOjs%3D&amp;reserved=0">Ip. 25.4285</a> antwortet der Bundesrat: «Ausgehend von der Annahme, dass der Eintrag von PFAS in die Umwelt sofort gestoppt und nur die langkettigen PFAS saniert würden, schätzt der Bericht die dafür anfallenden Kosten für die Schweiz auf 1 Milliarde CHF in den nächsten 20 Jahren». Bei weiterem Eintrag und bei einer Sanierung von kurzkettigen PFAS (z.B. TFA) würden die Kosten zusätzlich steigen. Hinzu kämen Ausgaben für Entschädigungen, Forschung, Messkampagnen etc.</p><p>Angesichts dieser Risiken und Kosten verfolgt der Bund offenbar das Ziel, den Einsatz von PFAS auf gesellschaftlich unverzichtbare Anwendungen zu beschränken. Mit PFAS beschichtete Küchenutensilien gehören nicht zu diesen unverzichtbaren Anwendungen: PFAS stecken beispielsweise in den Antihaftbeschichtungen von Teflon-Pfannen, Auflaufformen oder Backpapier. Dabei sind heute längst PFAS-freie Alternativen auf dem Markt erhältlich.</p><p>Da die Belastung durch PFAS selbst nach einem Herstellungs- und Verwendungsstopp noch Jahrzehnte oder Jahrhunderte weiter bestehen bleibt, muss die Belastung für Mensch und Umwelt so rasch wie möglich reduziert werden. Der Bundesrat bestätigt im Postulatsbericht 22.4585, dass bei nicht unverzichtbaren Anwendungen eine Verschärfung des Chemikalienrechts auch rascher als in der EU möglich ist.</p><p>Im Sinne des Vorsorgeprinzips ist es im Bereich des non-essential-use angezeigt, Sofortmassnahmen zu ergreifen, wo die Belastung durch PFAS für Mensch und Umwelt rasch gesenkt und dadurch Risiken und Kosten für die Gesellschaft reduzieret werden können.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, um den Einsatz von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen&nbsp;(PFAS) in Pfannen und anderen Küchenutensilien zu verbieten.</p>
  • Belastung durch PFAS für Mensch und Umwelt senken: Keine PFAS in Küchenutensilien
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>PFAS (Ewigkeitschemikalien) bezeichnen eine Gruppe chemischer Stoffe, welche praktisch nicht abbaubar sind und sich deshalb in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern. Sie stehen mit Krankheiten wie Krebs, Stoffwechselstörungen und Immunschäden in Verbindung und könne Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und auf Babys im Mutterleib haben. Auch in der Natur sind diese Stoffe giftig und haben negative Folgen für Lebewesen und Ökosysteme.&nbsp;</p><p>Laut Schätzungen des Bundes verursacht die PFAS-Belastung in der Schweiz Milliardenschäden: So beziffert der&nbsp;<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20224585&amp;data=05%7C02%7Cmarionna.schlatter%40parl.ch%7Cdb5790792f7545a07b1008df1e3669ec%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639262891184178892%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=Owsaf%2FE8PbdPnV6rUEVhJiN45IJATxDBjdj4%2BaKTSHg%3D&amp;reserved=0">Postulatsbericht 22.4585</a> Moser die jährlichen Gesundheitskosten auf 1–1,6 Milliarden CHF und auf die&nbsp;<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20254285&amp;data=05%7C02%7Cmarionna.schlatter%40parl.ch%7Cdb5790792f7545a07b1008df1e3669ec%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639262891184244471%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=I9zWOZtgUZaBXlBTNFcxPRcJLkysv16Sinju%2FNNUOjs%3D&amp;reserved=0">Ip. 25.4285</a> antwortet der Bundesrat: «Ausgehend von der Annahme, dass der Eintrag von PFAS in die Umwelt sofort gestoppt und nur die langkettigen PFAS saniert würden, schätzt der Bericht die dafür anfallenden Kosten für die Schweiz auf 1 Milliarde CHF in den nächsten 20 Jahren». Bei weiterem Eintrag und bei einer Sanierung von kurzkettigen PFAS (z.B. TFA) würden die Kosten zusätzlich steigen. Hinzu kämen Ausgaben für Entschädigungen, Forschung, Messkampagnen etc.</p><p>Angesichts dieser Risiken und Kosten verfolgt der Bund offenbar das Ziel, den Einsatz von PFAS auf gesellschaftlich unverzichtbare Anwendungen zu beschränken. Mit PFAS beschichtete Küchenutensilien gehören nicht zu diesen unverzichtbaren Anwendungen: PFAS stecken beispielsweise in den Antihaftbeschichtungen von Teflon-Pfannen, Auflaufformen oder Backpapier. Dabei sind heute längst PFAS-freie Alternativen auf dem Markt erhältlich.</p><p>Da die Belastung durch PFAS selbst nach einem Herstellungs- und Verwendungsstopp noch Jahrzehnte oder Jahrhunderte weiter bestehen bleibt, muss die Belastung für Mensch und Umwelt so rasch wie möglich reduziert werden. Der Bundesrat bestätigt im Postulatsbericht 22.4585, dass bei nicht unverzichtbaren Anwendungen eine Verschärfung des Chemikalienrechts auch rascher als in der EU möglich ist.</p><p>Im Sinne des Vorsorgeprinzips ist es im Bereich des non-essential-use angezeigt, Sofortmassnahmen zu ergreifen, wo die Belastung durch PFAS für Mensch und Umwelt rasch gesenkt und dadurch Risiken und Kosten für die Gesellschaft reduzieret werden können.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, um den Einsatz von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen&nbsp;(PFAS) in Pfannen und anderen Küchenutensilien zu verbieten.</p>
    • Belastung durch PFAS für Mensch und Umwelt senken: Keine PFAS in Küchenutensilien

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