Braucht es eine Umweltprüfung für Heimtierprodukte?

ShortId
26.7085
Id
20267085
Updated
09.03.2026 16:01
Language
de
Title
Braucht es eine Umweltprüfung für Heimtierprodukte?
AdditionalIndexing
52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p>Studien vom Oktober 2025 bestätigen, dass Fipronil in schweizerischen Fliessgewässern in Konzentrationen gefunden wird, die Wasserlebewesen beeinträchtigen. Tierarzneimittel sind die plausibelste Quelle. Das Thema erfordert eine Zusammenarbeit verschiedenster Disziplinen. Aus diesem Grund wurde am 27.01.2026 ein runder Tisch organisiert, unter Mitwirkung der involvierten Bundesstellen, der Tierärzteschaft sowie der Akademie (inkl. EAWAG und Ökotoxzentrum der ETH).</p><p>Die Konsequenzen einer Einschränkung der Anwendung von Fipronil lassen sich derzeit nicht abschätzen. Antiparasitika sind per Definition toxisch für Insekten und Arthropoden, dies gilt auch für alternative Wirkstoffe. Ein Ausweichen auf Alternativen ohne belastbare Umwelt- und Monitoringdaten könnte zu einer unbeabsichtigten Problemverlagerung führen. Für pflanzliche Wirkstoffe liegen keine Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit vor, für Katzen sind viele davon sogar toxisch.</p><p>Der Fokus muss deshalb auf der zielgerichteten und sorgfältigen Anwendung von Tierarzneimittel mit Fipronil liegen. Geplant sind insbesondere Sensibilisierungsmassnahmen bei der Tierärzteschaft, welche die Anwendenden beraten sollen. Ausserdem läuft derzeit ein Verwaltungsverfahren für die Einführung der Rezeptpflicht für Tierarzneimittel, welche Fipronil enthalten.</p><p>Jedes Tierarzneimittel mit einem neuen Wirkstoff wird dem BAFU zur Umweltbeurteilung zugestellt. Die Richtlinien dazu sind mit der EU harmonisiert.</p></span>
  • <p>Als Pflanzenschutzmittel und Biozid ist Fipronil seit 2014 bzw. 2023 nicht mehr zugelassen. Nach wie vor wird es jedoch als Tierarzneimittel in Zecken- und Flohmitteln für Heimtiere eingesetzt, landet so in unseren Bächen und schädigt diese stark. Dies ist auf die fehlende Umweltprüfung bei der Zulassung zu diesem Zweck zurückzuführen. In seiner Antwort zu&nbsp;24.3899 bekräftigte der Bundesrat, Massnahmen für diesen Bereich zu prüfen.<br>Was wurde bisher gemacht und welche Erkenntnisse wurden gewonnen?</p>
  • Braucht es eine Umweltprüfung für Heimtierprodukte?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p>Studien vom Oktober 2025 bestätigen, dass Fipronil in schweizerischen Fliessgewässern in Konzentrationen gefunden wird, die Wasserlebewesen beeinträchtigen. Tierarzneimittel sind die plausibelste Quelle. Das Thema erfordert eine Zusammenarbeit verschiedenster Disziplinen. Aus diesem Grund wurde am 27.01.2026 ein runder Tisch organisiert, unter Mitwirkung der involvierten Bundesstellen, der Tierärzteschaft sowie der Akademie (inkl. EAWAG und Ökotoxzentrum der ETH).</p><p>Die Konsequenzen einer Einschränkung der Anwendung von Fipronil lassen sich derzeit nicht abschätzen. Antiparasitika sind per Definition toxisch für Insekten und Arthropoden, dies gilt auch für alternative Wirkstoffe. Ein Ausweichen auf Alternativen ohne belastbare Umwelt- und Monitoringdaten könnte zu einer unbeabsichtigten Problemverlagerung führen. Für pflanzliche Wirkstoffe liegen keine Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit vor, für Katzen sind viele davon sogar toxisch.</p><p>Der Fokus muss deshalb auf der zielgerichteten und sorgfältigen Anwendung von Tierarzneimittel mit Fipronil liegen. Geplant sind insbesondere Sensibilisierungsmassnahmen bei der Tierärzteschaft, welche die Anwendenden beraten sollen. Ausserdem läuft derzeit ein Verwaltungsverfahren für die Einführung der Rezeptpflicht für Tierarzneimittel, welche Fipronil enthalten.</p><p>Jedes Tierarzneimittel mit einem neuen Wirkstoff wird dem BAFU zur Umweltbeurteilung zugestellt. Die Richtlinien dazu sind mit der EU harmonisiert.</p></span>
    • <p>Als Pflanzenschutzmittel und Biozid ist Fipronil seit 2014 bzw. 2023 nicht mehr zugelassen. Nach wie vor wird es jedoch als Tierarzneimittel in Zecken- und Flohmitteln für Heimtiere eingesetzt, landet so in unseren Bächen und schädigt diese stark. Dies ist auf die fehlende Umweltprüfung bei der Zulassung zu diesem Zweck zurückzuführen. In seiner Antwort zu&nbsp;24.3899 bekräftigte der Bundesrat, Massnahmen für diesen Bereich zu prüfen.<br>Was wurde bisher gemacht und welche Erkenntnisse wurden gewonnen?</p>
    • Braucht es eine Umweltprüfung für Heimtierprodukte?

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