Wird der Bund die Gemeinden für unnötige Trinkwasser-Massnahmen entschädigen?
- ShortId
-
26.7397
- Id
-
20267397
- Updated
-
08.06.2026 16:11
- Language
-
de
- Title
-
Wird der Bund die Gemeinden für unnötige Trinkwasser-Massnahmen entschädigen?
- AdditionalIndexing
-
2841;52;24
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p>Das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) weist in seinem Urteil die Beschwerde der Syngenta Agro AG ab. Es äussert sich jedoch nicht zur Rechtmässigkeit bzw. Richtigkeit des Vorgehens des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) im Rahmen des Risikomanagements zum Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefährdungen durch das Lebensmittel Trinkwasser. </p><p> </p><p>Ist ein Wirkstoff als karzinogen der Kategorie 1B eingestuft, werden gestützt auf den europäischen Leitfaden über die Beurteilung der Relevanz von in Grundwasser auftretenden Metaboliten von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen alle Metaboliten des betreffenden Wirkstoffs als relevant angesehen. Dies erfolgt im Sinne des vorsorglichen Gesundheitsschutzes, der durch die besondere Gefährlichkeit der Muttersubstanz gerechtfertigt ist und ungeachtet der toxikologischen Beurteilung der Metaboliten. Für alle als relevant klassierten Metaboliten gilt ein Höchstwert von 0,1 µg/l. Aus diesem Grund werden weder der Bericht in Erfüllung des Postulats (20.4087) Clivaz «Verunreinigung des Trinkwassers mit Chlorothalonil. Wie reagieren und wie die nötigen Sanierungen finanzieren?» noch die Weisung 2024/1 des BLV angepasst.</p><p> </p><p>Der Vollzug des Lebensmittelrechts, von welchem das Trinkwasser erfasst wird, obliegt den Kantonen. Diese haben unter Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes die zum Schutz der Gesundheit von Konsumentinnen und Konsumenten erforderlichen Massnahmen anzuordnen. Ist die Umsetzung dieser Massnahmen innert zwei Jahren aus zeitlichen, finanziellen, politischen oder ökologischen Gründen nicht möglich, so verfügt der Kanton eine der Situation angemessene Frist und übermittelt dem BLV die verfügten Massnahmen. Diese Meldungen werden aktuell gesammelt.</p></span>
- <p>Der BR-<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fcenters%2Feparl%2Fcuria%2F2020%2F20204087%2FBericht%2520BR%2520D.pdf&data=05%7C02%7Ckatja.riem%40parl.ch%7C74fc9761078341c6b15808dec07ee58c%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639159848757816905%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=XuCitK2wVIpYUihMIo8akRjuaiWMVtScBPA%2Bo4rEf1c%3D&reserved=0">Bericht</a> zu <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20204087&data=05%7C02%7Ckatja.riem%40parl.ch%7C74fc9761078341c6b15808dec07ee58c%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639159848757834850%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=EuAdvIYRAG7FyujbvJarCNZCPCam%2BjL1L25kWbwZ7kM%3D&reserved=0">Po. 20.4087</a> spricht von Kostenfolgen von mehreren Hundert Millionen Franken für die Trinkwasserversorger. Nun hat das BVGer festgestellt, dass die meistgefundenen Chlorothalonil-Metaboliten nicht relevant sind. Damit sind/waren die meisten «Sanierungen» wohl unnötig.<br>- Wieviele Gemeinden haben die Weisung 2024/1 (Vollzugstermin 31.5.2026) bereits erfüllt? <br>- Wird der Bund die Gemeinden für die unnötigen Massnahmen entschädigen?</p>
- Wird der Bund die Gemeinden für unnötige Trinkwasser-Massnahmen entschädigen?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <span><p>Das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) weist in seinem Urteil die Beschwerde der Syngenta Agro AG ab. Es äussert sich jedoch nicht zur Rechtmässigkeit bzw. Richtigkeit des Vorgehens des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) im Rahmen des Risikomanagements zum Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefährdungen durch das Lebensmittel Trinkwasser. </p><p> </p><p>Ist ein Wirkstoff als karzinogen der Kategorie 1B eingestuft, werden gestützt auf den europäischen Leitfaden über die Beurteilung der Relevanz von in Grundwasser auftretenden Metaboliten von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen alle Metaboliten des betreffenden Wirkstoffs als relevant angesehen. Dies erfolgt im Sinne des vorsorglichen Gesundheitsschutzes, der durch die besondere Gefährlichkeit der Muttersubstanz gerechtfertigt ist und ungeachtet der toxikologischen Beurteilung der Metaboliten. Für alle als relevant klassierten Metaboliten gilt ein Höchstwert von 0,1 µg/l. Aus diesem Grund werden weder der Bericht in Erfüllung des Postulats (20.4087) Clivaz «Verunreinigung des Trinkwassers mit Chlorothalonil. Wie reagieren und wie die nötigen Sanierungen finanzieren?» noch die Weisung 2024/1 des BLV angepasst.</p><p> </p><p>Der Vollzug des Lebensmittelrechts, von welchem das Trinkwasser erfasst wird, obliegt den Kantonen. Diese haben unter Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes die zum Schutz der Gesundheit von Konsumentinnen und Konsumenten erforderlichen Massnahmen anzuordnen. Ist die Umsetzung dieser Massnahmen innert zwei Jahren aus zeitlichen, finanziellen, politischen oder ökologischen Gründen nicht möglich, so verfügt der Kanton eine der Situation angemessene Frist und übermittelt dem BLV die verfügten Massnahmen. Diese Meldungen werden aktuell gesammelt.</p></span>
- <p>Der BR-<a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fcenters%2Feparl%2Fcuria%2F2020%2F20204087%2FBericht%2520BR%2520D.pdf&data=05%7C02%7Ckatja.riem%40parl.ch%7C74fc9761078341c6b15808dec07ee58c%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639159848757816905%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=XuCitK2wVIpYUihMIo8akRjuaiWMVtScBPA%2Bo4rEf1c%3D&reserved=0">Bericht</a> zu <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20204087&data=05%7C02%7Ckatja.riem%40parl.ch%7C74fc9761078341c6b15808dec07ee58c%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639159848757834850%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=EuAdvIYRAG7FyujbvJarCNZCPCam%2BjL1L25kWbwZ7kM%3D&reserved=0">Po. 20.4087</a> spricht von Kostenfolgen von mehreren Hundert Millionen Franken für die Trinkwasserversorger. Nun hat das BVGer festgestellt, dass die meistgefundenen Chlorothalonil-Metaboliten nicht relevant sind. Damit sind/waren die meisten «Sanierungen» wohl unnötig.<br>- Wieviele Gemeinden haben die Weisung 2024/1 (Vollzugstermin 31.5.2026) bereits erfüllt? <br>- Wird der Bund die Gemeinden für die unnötigen Massnahmen entschädigen?</p>
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