Alkohol und andere Drogen. Forschungsprojekte
- ShortId
-
94.3467
- Id
-
19943467
- Updated
-
25.06.2025 02:11
- Language
-
de
- Title
-
Alkohol und andere Drogen. Forschungsprojekte
- AdditionalIndexing
-
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Man zählt in der Schweiz mehr als 100'000 alkoholkranke Personen und etwa 30'000 Personen, die mit Problemen im Zusammenhang mit Drogenkonsum konfrontiert sind. Verbreitet ist auch Abhängigkeit von mehreren Betäubungsmitteln. Es gibt sehr viele und sehr unterschiedliche Institutionen, die Therapien anbieten: medizinische Spezialkliniken, therapeutische Wohngemeinschaften, ambulante medizinisch-soziale oder psycho-soziale Dienste, Privatärzte und Hilfswerke. Ausserdem sind Sozialdienste und Familien beteiligt.</p><p>Die Therapie verlangt das Zusammenwirken verschiedener Disziplinen, zum Beispiel Medizin, Psychologie, Pädagogik und seelische Betreuung. Die Schaffung von Institutionen zur Behandlung der Betäubungsmittelabhängigkeit ist keinen Qualitätsnormen unterworfen.</p><p>Weiss man, mit welchen Therapien die verschiedenen Probleme am besten angegangen werden können? Weiss man, wie sich ein Zusammenspiel der verschiedenen Dienste ("Therapiekette") am besten erreichen lässt? Kennt man die Erfolgsquote der verschiedenen Therapien? Wie gross ist der Anteil der Abhängigen, die wieder eingegliedert werden können?</p>
- <p>1. Ich ersuche den Bundesrat, wissenschaftliche Forschungs- und Evaluationsprojekte in die Wege zu leiten, die sich mit der Behandlung und der Betreuung von alkohol- und drogenkranken Personen befassen. Die Forschungsarbeiten sollen das Problem sowohl unter medizinischen als auch psychologischen und sozialen Gesichtspunkten angehen. Die herkömmlichen Institutionen und die innovativen Programme sind gegeneinander abzuwägen. Man darf sich nicht auf die Förderung von Pilotprojekten wie der Drogenabgabe beschränken.</p><p>2. Der Bundesrat wird daraus Schlussfolgerungen ziehen und Empfehlungen ableiten müssen in bezug auf:</p><p>- die Förderung eines besseren Einbezugs der Pflegedienste;</p><p>- die Gewährleistung hochstehender Pflege- und Therapieleistungen;</p><p>- eine bessere Abstimmung zwischen den Systemen zur Finanzierung von Betreuung und Pflege und der Qualität der Leistungen.</p>
- Alkohol und andere Drogen. Forschungsprojekte
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Man zählt in der Schweiz mehr als 100'000 alkoholkranke Personen und etwa 30'000 Personen, die mit Problemen im Zusammenhang mit Drogenkonsum konfrontiert sind. Verbreitet ist auch Abhängigkeit von mehreren Betäubungsmitteln. Es gibt sehr viele und sehr unterschiedliche Institutionen, die Therapien anbieten: medizinische Spezialkliniken, therapeutische Wohngemeinschaften, ambulante medizinisch-soziale oder psycho-soziale Dienste, Privatärzte und Hilfswerke. Ausserdem sind Sozialdienste und Familien beteiligt.</p><p>Die Therapie verlangt das Zusammenwirken verschiedener Disziplinen, zum Beispiel Medizin, Psychologie, Pädagogik und seelische Betreuung. Die Schaffung von Institutionen zur Behandlung der Betäubungsmittelabhängigkeit ist keinen Qualitätsnormen unterworfen.</p><p>Weiss man, mit welchen Therapien die verschiedenen Probleme am besten angegangen werden können? Weiss man, wie sich ein Zusammenspiel der verschiedenen Dienste ("Therapiekette") am besten erreichen lässt? Kennt man die Erfolgsquote der verschiedenen Therapien? Wie gross ist der Anteil der Abhängigen, die wieder eingegliedert werden können?</p>
- <p>1. Ich ersuche den Bundesrat, wissenschaftliche Forschungs- und Evaluationsprojekte in die Wege zu leiten, die sich mit der Behandlung und der Betreuung von alkohol- und drogenkranken Personen befassen. Die Forschungsarbeiten sollen das Problem sowohl unter medizinischen als auch psychologischen und sozialen Gesichtspunkten angehen. Die herkömmlichen Institutionen und die innovativen Programme sind gegeneinander abzuwägen. Man darf sich nicht auf die Förderung von Pilotprojekten wie der Drogenabgabe beschränken.</p><p>2. Der Bundesrat wird daraus Schlussfolgerungen ziehen und Empfehlungen ableiten müssen in bezug auf:</p><p>- die Förderung eines besseren Einbezugs der Pflegedienste;</p><p>- die Gewährleistung hochstehender Pflege- und Therapieleistungen;</p><p>- eine bessere Abstimmung zwischen den Systemen zur Finanzierung von Betreuung und Pflege und der Qualität der Leistungen.</p>
- Alkohol und andere Drogen. Forschungsprojekte
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