Verbot von Kleinkreditwerbung
- ShortId
-
95.426
- Id
-
19950426
- Updated
-
10.04.2024 18:28
- Language
-
de
- Title
-
Verbot von Kleinkreditwerbung
- AdditionalIndexing
-
freie Schlagwörter: Wirtschaft;freie Schlagwörter: Recht;Werbung;Konsumkredit
- 1
-
- L04K11040305, Konsumkredit
- L05K0701010302, Werbung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Nach wie vor werden in manchen Kantonen Kleinkredite zu Wucherzinssätzen angeboten. Zahlreich sind die dubiosen Kreditunternehmen, welche mit der finanziellen Not von Leuten ein grosses Geschäft machen. Oft läuft dieses Geschäft aber auf Kosten der Oeffentlichkeit, der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler also, weil diese via Fürsorgesteuern schlussendlich die Zeche bezahlen müssen. Ein durchschnittlicher Kleinkredit beträgt rund 12 000 Franken. All die Leute, welche sich aber schlussendlich an die Schuldensanierungsstellen und Gemeindefürsorgen wenden, weisen im Durchschnitt eine Kredithöhe von 30 000 Franken auf, weil auch Zweitkredite aufgenommen werden können. Die öffentliche Hand hat somit alles Interesse, dass für Kleinkredite nicht noch öffentlich Werbung betrieben werden kann. Oeffentliche Kleinkreditwerbung verführt in Schwierigkeiten gekommene Leute dazu, Kredite aufzunehmen. Dabei geraten viele in einen noch grösseren Strudel von Problemen. Es geht mit meinem Vorstoss bewusst nicht darum, andere Beschränkungen, wie etwa Kreditlimiten, Laufzeitbeschränkungen, Höchstzinssätze usw. festzulegen, weil dies in einem neuen "Bundesgesetz gegen Missbräuche im Kleinkreditwesen" geregelt werden soll. Auch will ich die vielen problemlosen Kleinkreditaufnehmerinnen und -aufnehmer nicht in der Möglichkeit behindern, dies zu tun.</p><p>Das ebenso wichtige und heisse Eisen der öffentlichen Werbung für Kleinkredite wird im kommenden Gesetz aber nicht wirkungsvoll angegangen. Diesem teilweise unmoralischen Geschäft mit den Schwachen ist aber mindestens so weit ein Riegel zu schieben, als dass dafür nicht noch mit öffentlicher und aufreisserischer Werbung Propaganda gemacht werden kann.</p>
- <p>Die Werbung für Kleinkredite ist gesetzlich zu verbieten.</p>
- Verbot von Kleinkreditwerbung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Nach wie vor werden in manchen Kantonen Kleinkredite zu Wucherzinssätzen angeboten. Zahlreich sind die dubiosen Kreditunternehmen, welche mit der finanziellen Not von Leuten ein grosses Geschäft machen. Oft läuft dieses Geschäft aber auf Kosten der Oeffentlichkeit, der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler also, weil diese via Fürsorgesteuern schlussendlich die Zeche bezahlen müssen. Ein durchschnittlicher Kleinkredit beträgt rund 12 000 Franken. All die Leute, welche sich aber schlussendlich an die Schuldensanierungsstellen und Gemeindefürsorgen wenden, weisen im Durchschnitt eine Kredithöhe von 30 000 Franken auf, weil auch Zweitkredite aufgenommen werden können. Die öffentliche Hand hat somit alles Interesse, dass für Kleinkredite nicht noch öffentlich Werbung betrieben werden kann. Oeffentliche Kleinkreditwerbung verführt in Schwierigkeiten gekommene Leute dazu, Kredite aufzunehmen. Dabei geraten viele in einen noch grösseren Strudel von Problemen. Es geht mit meinem Vorstoss bewusst nicht darum, andere Beschränkungen, wie etwa Kreditlimiten, Laufzeitbeschränkungen, Höchstzinssätze usw. festzulegen, weil dies in einem neuen "Bundesgesetz gegen Missbräuche im Kleinkreditwesen" geregelt werden soll. Auch will ich die vielen problemlosen Kleinkreditaufnehmerinnen und -aufnehmer nicht in der Möglichkeit behindern, dies zu tun.</p><p>Das ebenso wichtige und heisse Eisen der öffentlichen Werbung für Kleinkredite wird im kommenden Gesetz aber nicht wirkungsvoll angegangen. Diesem teilweise unmoralischen Geschäft mit den Schwachen ist aber mindestens so weit ein Riegel zu schieben, als dass dafür nicht noch mit öffentlicher und aufreisserischer Werbung Propaganda gemacht werden kann.</p>
- <p>Die Werbung für Kleinkredite ist gesetzlich zu verbieten.</p>
- Verbot von Kleinkreditwerbung
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