Flugplatz Payerne: Zulassung der Zivilluftfahrt

ShortId
95.3014
Id
19953014
Updated
25.06.2025 02:04
Language
de
Title
Flugplatz Payerne: Zulassung der Zivilluftfahrt
AdditionalIndexing
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In nächster Zukunft wird es zu spürbaren Veränderungen im Militärflugwesen kommen. Die FA 18 Hornet kompensieren zahlenmässig die auszumusternden Flugzeuge nicht. Die Zahl der Flüge und die Aktivitäten auf dem Boden werden abnehmen. Zudem wird der Einsatz eines Flugsimulators die Zahl der Flüge noch weiter einschränken. Als Folge davon gehen zahlreiche Arbeitsplätze verloren. Die beeindruckende Infrastruktur bleibt aber weiter bestehen. Sie verdient eine optimalere Nutzung.</p><p>Es scheint uns deshalb angebracht, den Flugplatz Payerne für die zivile Luftfahrt zu öffnen. Dadurch würde mit geringerem Aufwand und unter idealen Nutzungsbedingungen eine Region wirtschaftlich aufgewertet, die benachteiligt ist, aber über eine interessantes wirtschaftliches Entwicklungspotential verfügt.</p><p>Der Flughafen Payerne bietet in mehrerer Hinsicht Vorteile. Er liegt weniger als 40 Minuten von mehreren grossen Städten des Mittellandes entfernt: Lausanne, Freiburg, Bern, Neuenburg, Biel, Yverdon und Solothurn. Der vor dem Abschluss stehende Ausbau der N1 wird die Ereichbarkeit des Flughafens zeitlich noch verbessern.</p><p>Ökologisch liegt das Hauptinteresse einer partiellen Öffnung des Flugplates Payerne für die Zivilluftfahrt darin, dass im Mittelland ein Flugplatz geschaffen werden kann, ohne dass eine neue Infrastruktur gebaut werden muss.</p><p>Heute, da man ständig von der Revitalisation der Wirtschaft spricht, muss auch die Frage gestellt werden, wie sich die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung verbessern lassen. Dann gilt es, die Lösungen zu wählen, die am kostengünstigsten und wirksamsten sind. Die Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen, fordern für die weitere Entwicklung ihrer Betriebe fast immer ein hervorragendes Strassennetz und einen nahegelegenen Flugplatz. </p><p>Die Öffnung des Flugplatzes Payerne für den zivilen Luftverkehr würde einer ganzen Region Trümpfe in die Hand geben und deren Wirtschaft neu beleben. Luftfracht, Charterflüge, Geschäftsflüge und Unterhalt der Luftfahrt sind unserer Ansicht nach Aktivitäten, die durchaus neben der militärischen Fliegerei bestehen können.</p><p>Zahlreiche Beispiele in der Schweiz und im Ausland zeigen, dass ein derartiges Nebeneinander nicht nur möglich, sondern wünschbar ist. Überall, wo es dazu kam, hat die Armee mit der ihr eigenen Offenheit und in der Absicht, ihre Einrichtungen rentabel zu machen, ihr Ansehen erhöht. Gleichzeitig hat auch die Wirtschaft der betreffenden Regionen einen erfreulichen Aufschwung erfahren.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird ersucht, in absehbarer Zeit die Öffnung des Militärflugplatzes Payerne für den zivilen Luftverkehr vorzusehen und festzulegen, unter welchen Voraussetzungen er dies zulassen würde.</p>
  • Flugplatz Payerne: Zulassung der Zivilluftfahrt
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In nächster Zukunft wird es zu spürbaren Veränderungen im Militärflugwesen kommen. Die FA 18 Hornet kompensieren zahlenmässig die auszumusternden Flugzeuge nicht. Die Zahl der Flüge und die Aktivitäten auf dem Boden werden abnehmen. Zudem wird der Einsatz eines Flugsimulators die Zahl der Flüge noch weiter einschränken. Als Folge davon gehen zahlreiche Arbeitsplätze verloren. Die beeindruckende Infrastruktur bleibt aber weiter bestehen. Sie verdient eine optimalere Nutzung.</p><p>Es scheint uns deshalb angebracht, den Flugplatz Payerne für die zivile Luftfahrt zu öffnen. Dadurch würde mit geringerem Aufwand und unter idealen Nutzungsbedingungen eine Region wirtschaftlich aufgewertet, die benachteiligt ist, aber über eine interessantes wirtschaftliches Entwicklungspotential verfügt.</p><p>Der Flughafen Payerne bietet in mehrerer Hinsicht Vorteile. Er liegt weniger als 40 Minuten von mehreren grossen Städten des Mittellandes entfernt: Lausanne, Freiburg, Bern, Neuenburg, Biel, Yverdon und Solothurn. Der vor dem Abschluss stehende Ausbau der N1 wird die Ereichbarkeit des Flughafens zeitlich noch verbessern.</p><p>Ökologisch liegt das Hauptinteresse einer partiellen Öffnung des Flugplates Payerne für die Zivilluftfahrt darin, dass im Mittelland ein Flugplatz geschaffen werden kann, ohne dass eine neue Infrastruktur gebaut werden muss.</p><p>Heute, da man ständig von der Revitalisation der Wirtschaft spricht, muss auch die Frage gestellt werden, wie sich die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung verbessern lassen. Dann gilt es, die Lösungen zu wählen, die am kostengünstigsten und wirksamsten sind. Die Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen, fordern für die weitere Entwicklung ihrer Betriebe fast immer ein hervorragendes Strassennetz und einen nahegelegenen Flugplatz. </p><p>Die Öffnung des Flugplatzes Payerne für den zivilen Luftverkehr würde einer ganzen Region Trümpfe in die Hand geben und deren Wirtschaft neu beleben. Luftfracht, Charterflüge, Geschäftsflüge und Unterhalt der Luftfahrt sind unserer Ansicht nach Aktivitäten, die durchaus neben der militärischen Fliegerei bestehen können.</p><p>Zahlreiche Beispiele in der Schweiz und im Ausland zeigen, dass ein derartiges Nebeneinander nicht nur möglich, sondern wünschbar ist. Überall, wo es dazu kam, hat die Armee mit der ihr eigenen Offenheit und in der Absicht, ihre Einrichtungen rentabel zu machen, ihr Ansehen erhöht. Gleichzeitig hat auch die Wirtschaft der betreffenden Regionen einen erfreulichen Aufschwung erfahren.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird ersucht, in absehbarer Zeit die Öffnung des Militärflugplatzes Payerne für den zivilen Luftverkehr vorzusehen und festzulegen, unter welchen Voraussetzungen er dies zulassen würde.</p>
    • Flugplatz Payerne: Zulassung der Zivilluftfahrt

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