Transjurane: Interkantonale Koordination
- ShortId
-
95.3178
- Id
-
19953178
- Updated
-
10.04.2024 13:56
- Language
-
de
- Title
-
Transjurane: Interkantonale Koordination
- AdditionalIndexing
-
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>In zwei Jahren wird ein wichtiger Abschnitt der Transjurane für den Verkehr freigegeben: die 23,3 Kiolometer lange Strecke Pruntrut - Delsberg. Es ist wahrscheinlich, dass angesichts der natürlichen Hindernisse, die wegfallen (der Col des Rangiers und die Ortsdurchfahrten), der Verkehr auf der Transversale E 27 (Belfort - Pruntrut - schweizerisches Mittelland) zunehmen wird. Für die Strassentransporteure bedeutet dies eine spürbare Verbesserung: Zeiteinsparung, geringerer Benzinverbrauch usw. Der Kanton Bern beabsichtigt, in der gleichen Zeit mit dem Bau des Autobahntunnels Choindez - Moutier anzufangen, dem der Bau des Tunnels Courrendlin - Choindez unter Federführung des Kantons Jura folgen wird. Dies hat im besten Fall eine beträchtliche Zunahme des Schwerverkehrs zur Folge. </p><p>Nun weiss man seit dem Erscheinen der Umweltverträglichkeitsprüfung der N 16 für den Südjura, dass fast der ganze zusätzliche Verkehr aus Richtung Delsberg von Moutier an die Kantonsstrasse benutzen wird, um von dort via Balsthal zum N 1-Anschluss Oensingen zu gelangen, und dies unabhängig davon, ob die Transjurane fertig ist oder nicht. Der Nationalrat hat am 2. März 1993 die einzige Lösung für alle Probleme im Zusammenhang mit dem Bau der Transjurane abgelehnt: den Tunnel Moutier - Grenchen. Heute müssen wir die Konsequenzen aus dieser Ablehnung ziehen. </p><p>Die vorhersehbare Zunahme des Verkehrs und der beachtliche Schwerverkehr während der fünfzehn Jahre, die für den Bau des Rests der N 16 nötig sind, werden den Anwohnern und den Automobilisten aus den Kantonen Jura, Bern (Moutier, Grandval) und Solothurn (Thal, Strecke Balsthal bis Anschluss N 1) zur Last fallen. Die notwendigen Massnahmen zu einer möglichst weitgehenden Senkung der Umweltbelastung (Umfahrung von Ortschaften, Staffelung der verschiedenen Bauarbeiten im Strassenbereich, Verbesserung gewisser Kantonsstrassen) können nur in gegenseitiger Absprache der betroffenen Kantone ergriffen werden. Eine solche Koordination ist unbedingt notwendig.</p>
- <p>Verabschiedet, aber hier noch nicht erfasst</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
- <p>Ich fordere den Bundesrat auf, die nötigen Schritte zu veranlassen, damit die Kantonsingenieure der Kantone Bern, Jura und Solothurn unter Aufsicht des Bundesamtes für Strassenbau einen gemeinsamen Aktionsplan zur Bewältigung der durch die Bauarbeiten an der Transjurane (N 16) entstehenden Probleme erarbeiten. Dieser Plan soll den zuständigen kantonalen Behörden vorgelegt werden und muss den berechtigten Anliegen der betroffenen Bevölkerung Rechnung tragen.</p>
- Transjurane: Interkantonale Koordination
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>In zwei Jahren wird ein wichtiger Abschnitt der Transjurane für den Verkehr freigegeben: die 23,3 Kiolometer lange Strecke Pruntrut - Delsberg. Es ist wahrscheinlich, dass angesichts der natürlichen Hindernisse, die wegfallen (der Col des Rangiers und die Ortsdurchfahrten), der Verkehr auf der Transversale E 27 (Belfort - Pruntrut - schweizerisches Mittelland) zunehmen wird. Für die Strassentransporteure bedeutet dies eine spürbare Verbesserung: Zeiteinsparung, geringerer Benzinverbrauch usw. Der Kanton Bern beabsichtigt, in der gleichen Zeit mit dem Bau des Autobahntunnels Choindez - Moutier anzufangen, dem der Bau des Tunnels Courrendlin - Choindez unter Federführung des Kantons Jura folgen wird. Dies hat im besten Fall eine beträchtliche Zunahme des Schwerverkehrs zur Folge. </p><p>Nun weiss man seit dem Erscheinen der Umweltverträglichkeitsprüfung der N 16 für den Südjura, dass fast der ganze zusätzliche Verkehr aus Richtung Delsberg von Moutier an die Kantonsstrasse benutzen wird, um von dort via Balsthal zum N 1-Anschluss Oensingen zu gelangen, und dies unabhängig davon, ob die Transjurane fertig ist oder nicht. Der Nationalrat hat am 2. März 1993 die einzige Lösung für alle Probleme im Zusammenhang mit dem Bau der Transjurane abgelehnt: den Tunnel Moutier - Grenchen. Heute müssen wir die Konsequenzen aus dieser Ablehnung ziehen. </p><p>Die vorhersehbare Zunahme des Verkehrs und der beachtliche Schwerverkehr während der fünfzehn Jahre, die für den Bau des Rests der N 16 nötig sind, werden den Anwohnern und den Automobilisten aus den Kantonen Jura, Bern (Moutier, Grandval) und Solothurn (Thal, Strecke Balsthal bis Anschluss N 1) zur Last fallen. Die notwendigen Massnahmen zu einer möglichst weitgehenden Senkung der Umweltbelastung (Umfahrung von Ortschaften, Staffelung der verschiedenen Bauarbeiten im Strassenbereich, Verbesserung gewisser Kantonsstrassen) können nur in gegenseitiger Absprache der betroffenen Kantone ergriffen werden. Eine solche Koordination ist unbedingt notwendig.</p>
- <p>Verabschiedet, aber hier noch nicht erfasst</p> Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
- <p>Ich fordere den Bundesrat auf, die nötigen Schritte zu veranlassen, damit die Kantonsingenieure der Kantone Bern, Jura und Solothurn unter Aufsicht des Bundesamtes für Strassenbau einen gemeinsamen Aktionsplan zur Bewältigung der durch die Bauarbeiten an der Transjurane (N 16) entstehenden Probleme erarbeiten. Dieser Plan soll den zuständigen kantonalen Behörden vorgelegt werden und muss den berechtigten Anliegen der betroffenen Bevölkerung Rechnung tragen.</p>
- Transjurane: Interkantonale Koordination
Back to List