Verbesserung der Gotthard-Bahnlinie

ShortId
95.3222
Id
19953222
Updated
25.06.2025 02:10
Language
de
Title
Verbesserung der Gotthard-Bahnlinie
AdditionalIndexing
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>1. Ob sich der Postulant mit seinem Anliegen nicht wiederholt? Die Wahrscheinlichkeit ist recht gross. Die für demnächst versprochene Einführung des "Pendolino" im Rahmen der NEAT und dergleichen mehr haben bei fast allen einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Die neuen Fahrpläne und die Streichung der Nord-Süd-Schnellzüge (von Basel, Zürich und Luzern, vor allem am Abend) haben die Enttäuschung der Leute noch verstärkt.</p><p>Die Gotthardlinie zählt seit Jahren zu den langsamsten. Zudem ist sie unter hygienischen Gesichtspunkten eine der schlechtesten des ganzen SBB-Netzes.Die Bevölkerung südlich der Alpen oder des Gotthards hat eine derartige Vernachlässigung nicht verdient. Eine billigere, schnellere und sauberere Dienstleistung stünde ihr sehr wohl zu.</p><p>Warum gibt man stets Versprechen ab, die nicht eingehalten werden?</p><p>Warum werden die Menschen, die südlich von Airolo zu Hause sind, im Gegensatz zu denjenigen, die nördlich des Gotthards wohnen, als zweitrangig behandelt?</p><p>Auch wenn die Antwort auf dieses Postulat wie üblich ausfallen wird, und auch wenn wir uns an die beschriebenen Zustände bereits gewöhnt haben, muss es deutlich gesagt werden: Die Situation ist unerträglich!</p><p>2. Die nun schon lange andauernde, beunruhigende Wirtschaftskrise unseres Landes hat dem Problem des teuren öffentlichen Verkehrs zu erneuter Aktualität verholfen. Von verschiedener Seite wird für den Eisenbahnverkehr eine Preispolitik gefordert, die im Wettbewerb mit dem Strassenverkehr bestehen kann. Dazu müssten die Kilometertarife für Personen und Güter deutlich unter den heutigen Preisen liegen. Sollte bereits eine entsprechende Untersuchung vorliegen, so hält es der Postulant für angezeigt, deren Ergebnisse erneut zu veröffentlichen und auf die wirtschaftlich und finanziell notwendigen Folgerungen hinzuweisen. Wenn eine solche Untersuchung jedoch fehlt, so spricht sich der Postulant dafür aus, dass der Bundesrat Punkt 2, Buchstabe c des vorliegenden Postulats an die Hand nimmt.</p><p>Das Problem des teuren öffentlichen Verkehrs müsste angesichts der kürzlich erstellten SBB-Jahresrechnung öffentlich zur Diskussion gestellt werden, und zwar in finanztechnisch leicht verständlichen Begriffen.</p><p>Sehr viele Benützerinnen und Benützer verlangen tiefere Preise sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. Dieses Anliegen erscheint dem Postulanten richtig und gerechtfertigt zu sein, ganz speziell angesichts der grossen Herausforderung, der sich der Bahnverkehr am Anfang des 21. Jahrhunderts stellen muss: dem Bau der beiden NEAT-Transitachsen und dem Wettbewerb der SBB mit dem Strassenverkehr!</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Seit Jahren verlangen die Parlamentarier, die südlich der Alpen zu Hause sind, eine qualitative Verbesserung des Eisenbahnverkehrs auf der "historischen" Gotthard-Bahnlinie.</p><p>Es wurden und werden viele Versprechungen gemacht, aber die Situation, die immer wieder bemängelt wird, bleibt leider unverändert.</p><p>Der Postulant ersucht den Bundesrat um Stellungnahme zu folgenden Punkten:</p><p>a. eine qualitative Verbesserung der Eisenbahnstrecke entlang der Gotthardlinie, insbesondere:</p><p>1. bessere Hygiene in den Personenwaggons;</p><p>2. genauere Informationen in den Zügen und an den SBB-Bahnhöfen;</p><p>b. kürzere Fahrzeit Nord-Süd (sie ist noch immer zu lang);</p><p>c. tiefere Kosten für Güter- und Personentransporte.</p>
  • Verbesserung der Gotthard-Bahnlinie
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>1. Ob sich der Postulant mit seinem Anliegen nicht wiederholt? Die Wahrscheinlichkeit ist recht gross. Die für demnächst versprochene Einführung des "Pendolino" im Rahmen der NEAT und dergleichen mehr haben bei fast allen einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Die neuen Fahrpläne und die Streichung der Nord-Süd-Schnellzüge (von Basel, Zürich und Luzern, vor allem am Abend) haben die Enttäuschung der Leute noch verstärkt.</p><p>Die Gotthardlinie zählt seit Jahren zu den langsamsten. Zudem ist sie unter hygienischen Gesichtspunkten eine der schlechtesten des ganzen SBB-Netzes.Die Bevölkerung südlich der Alpen oder des Gotthards hat eine derartige Vernachlässigung nicht verdient. Eine billigere, schnellere und sauberere Dienstleistung stünde ihr sehr wohl zu.</p><p>Warum gibt man stets Versprechen ab, die nicht eingehalten werden?</p><p>Warum werden die Menschen, die südlich von Airolo zu Hause sind, im Gegensatz zu denjenigen, die nördlich des Gotthards wohnen, als zweitrangig behandelt?</p><p>Auch wenn die Antwort auf dieses Postulat wie üblich ausfallen wird, und auch wenn wir uns an die beschriebenen Zustände bereits gewöhnt haben, muss es deutlich gesagt werden: Die Situation ist unerträglich!</p><p>2. Die nun schon lange andauernde, beunruhigende Wirtschaftskrise unseres Landes hat dem Problem des teuren öffentlichen Verkehrs zu erneuter Aktualität verholfen. Von verschiedener Seite wird für den Eisenbahnverkehr eine Preispolitik gefordert, die im Wettbewerb mit dem Strassenverkehr bestehen kann. Dazu müssten die Kilometertarife für Personen und Güter deutlich unter den heutigen Preisen liegen. Sollte bereits eine entsprechende Untersuchung vorliegen, so hält es der Postulant für angezeigt, deren Ergebnisse erneut zu veröffentlichen und auf die wirtschaftlich und finanziell notwendigen Folgerungen hinzuweisen. Wenn eine solche Untersuchung jedoch fehlt, so spricht sich der Postulant dafür aus, dass der Bundesrat Punkt 2, Buchstabe c des vorliegenden Postulats an die Hand nimmt.</p><p>Das Problem des teuren öffentlichen Verkehrs müsste angesichts der kürzlich erstellten SBB-Jahresrechnung öffentlich zur Diskussion gestellt werden, und zwar in finanztechnisch leicht verständlichen Begriffen.</p><p>Sehr viele Benützerinnen und Benützer verlangen tiefere Preise sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. Dieses Anliegen erscheint dem Postulanten richtig und gerechtfertigt zu sein, ganz speziell angesichts der grossen Herausforderung, der sich der Bahnverkehr am Anfang des 21. Jahrhunderts stellen muss: dem Bau der beiden NEAT-Transitachsen und dem Wettbewerb der SBB mit dem Strassenverkehr!</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Seit Jahren verlangen die Parlamentarier, die südlich der Alpen zu Hause sind, eine qualitative Verbesserung des Eisenbahnverkehrs auf der "historischen" Gotthard-Bahnlinie.</p><p>Es wurden und werden viele Versprechungen gemacht, aber die Situation, die immer wieder bemängelt wird, bleibt leider unverändert.</p><p>Der Postulant ersucht den Bundesrat um Stellungnahme zu folgenden Punkten:</p><p>a. eine qualitative Verbesserung der Eisenbahnstrecke entlang der Gotthardlinie, insbesondere:</p><p>1. bessere Hygiene in den Personenwaggons;</p><p>2. genauere Informationen in den Zügen und an den SBB-Bahnhöfen;</p><p>b. kürzere Fahrzeit Nord-Süd (sie ist noch immer zu lang);</p><p>c. tiefere Kosten für Güter- und Personentransporte.</p>
    • Verbesserung der Gotthard-Bahnlinie

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