Zukunftsdialog
- ShortId
-
95.3578
- Id
-
19953578
- Updated
-
14.11.2025 07:55
- Language
-
de
- Title
-
Zukunftsdialog
- AdditionalIndexing
-
internationaler Wettbewerb;Zukunft;Leben in der Gesellschaft (allgemein);politische Planung;wirtschaftliche Entwicklung (allgemein);Wirtschaftspolitik (speziell)
- 1
-
- L03K020102, Zukunft
- L04K07040102, Wirtschaftspolitik (speziell)
- L03K070402, wirtschaftliche Entwicklung (allgemein)
- L02K0101, Leben in der Gesellschaft (allgemein)
- L05K0807010501, politische Planung
- L05K0703010402, internationaler Wettbewerb
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1. Globalisierung und Informatisierung der Märkte beinhalten bedeutende Wachstumschancen, sind aber andererseits mit grossen Risiken und Herausforderungen verbunden.</p><p>An der Schwelle des neuen Jahrtausends ist vorweg der Aufbruch zu einem neuen Bewusstsein unserer Gesellschaft mit Blick auf das weltwirtschaftliche Umfeld, den globalen Wettbewerb und die Strukturrevolution unverzichtbar.</p><p>Wir müssen uns wieder bewusst werden, dass wir von der Wirtschaft leben und dass unsere gesellschaftliche, soziale und politische Entwicklung von einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaft abhängt. Es stellt sich die Frage, wie dieses Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger wirksam gefördert werden kann.</p><p>2. Wirtschaftlicher Erfolg setzt mehr denn je konzentrierten Einsatz der Kräfte voraus, Unternehmergeist, technischen Fortschritt, vor allem auch Freude an der Arbeit, aber auch Mut zum Risiko, Leistungswillen und gute Rahmenbedingungen. Die Notwendigkeit des konstruktiven Zusammenwirkens von Staat und Wirtschaft macht den staatlichen Handlungsbedarf sichtbar.</p><p>Die beschlossenen und in Bearbeitung begriffenen Massnahmen zur Verbesserung der Standortattraktivität der Schweiz sind zu begrüssen, müssen jedoch weiterentwickelt und verstärkt werden, denn es geht um die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft und damit um die Erhaltung und den Ausbau des Arbeitsplatzes Schweiz.</p><p>3. Unsere Wirtschaft braucht bestmögliche Voraussetzungen, wenn sie den Durchbruch zu neuen Schlüsseltechnologien nachhaltig erzielen und in jene innovationsstarken industriellen Felder vorstossen will, die Hauptträger des wirtschaftlichen Wachstums sind. Gerade diese Technologien sind es im übrigen, die auch die Wettbewerbsfähigkeit der klassischen Industrien bestimmen.</p><p>4. Bestmögliche Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft sind gefragt, und deshalb scheint es mir dringend geboten, hochkarätige und erfahrene Experten unserer Wirtschaft in den Denkprozess des anbegehrten Berichtes einzubeziehen, wie andererseits die Arbeitnehmerinteressen und weitere Bereiche bis hin zur Kultur Eingang finden sollen, denn Kultur kann die Wirtschaft in manchen Bereichen positiv beeinflussen.</p><p>Wir brauchen einen kontinuierlichen Zukunftsdialog, dessen Initiant und Moderator der Bundesrat sein muss. Nur auf diesem Wege kommen wir zu jenem so wichtigen Grundkonsens der öffentlichen Meinung, dessen Fehlen heute so oft beklagt und bedauert wird. In diesen Dialog sind die verschiedenen Gruppen einzubeziehen, die Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, den Unternehmen, den Wirtschaftsverbänden, den Gewerkschaften, den Medien, der Wissenschaft und anderen Gruppen.</p><p>5. Auf der Grundlage einer derart umfassenden Standortbestimmung und Zielsetzung lassen sich in der Folge auch die zur Verbesserung unserer Wirtschaftsstrukturen und der Standortattraktivität der Schweiz gebotenen Massnahmen über den Tagesbedarf hinaus, zukunftsorientiert und eingebettet in eine globale Sicht der Dinge erarbeiten und mit verbesserter Akzeptanz umsetzen.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht mit seinen Vorstellungen über den Aufbau und die Gestaltung der schweizerischen Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert vorzulegen</p>
- Zukunftsdialog
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>1. Globalisierung und Informatisierung der Märkte beinhalten bedeutende Wachstumschancen, sind aber andererseits mit grossen Risiken und Herausforderungen verbunden.</p><p>An der Schwelle des neuen Jahrtausends ist vorweg der Aufbruch zu einem neuen Bewusstsein unserer Gesellschaft mit Blick auf das weltwirtschaftliche Umfeld, den globalen Wettbewerb und die Strukturrevolution unverzichtbar.</p><p>Wir müssen uns wieder bewusst werden, dass wir von der Wirtschaft leben und dass unsere gesellschaftliche, soziale und politische Entwicklung von einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaft abhängt. Es stellt sich die Frage, wie dieses Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger wirksam gefördert werden kann.</p><p>2. Wirtschaftlicher Erfolg setzt mehr denn je konzentrierten Einsatz der Kräfte voraus, Unternehmergeist, technischen Fortschritt, vor allem auch Freude an der Arbeit, aber auch Mut zum Risiko, Leistungswillen und gute Rahmenbedingungen. Die Notwendigkeit des konstruktiven Zusammenwirkens von Staat und Wirtschaft macht den staatlichen Handlungsbedarf sichtbar.</p><p>Die beschlossenen und in Bearbeitung begriffenen Massnahmen zur Verbesserung der Standortattraktivität der Schweiz sind zu begrüssen, müssen jedoch weiterentwickelt und verstärkt werden, denn es geht um die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft und damit um die Erhaltung und den Ausbau des Arbeitsplatzes Schweiz.</p><p>3. Unsere Wirtschaft braucht bestmögliche Voraussetzungen, wenn sie den Durchbruch zu neuen Schlüsseltechnologien nachhaltig erzielen und in jene innovationsstarken industriellen Felder vorstossen will, die Hauptträger des wirtschaftlichen Wachstums sind. Gerade diese Technologien sind es im übrigen, die auch die Wettbewerbsfähigkeit der klassischen Industrien bestimmen.</p><p>4. Bestmögliche Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft sind gefragt, und deshalb scheint es mir dringend geboten, hochkarätige und erfahrene Experten unserer Wirtschaft in den Denkprozess des anbegehrten Berichtes einzubeziehen, wie andererseits die Arbeitnehmerinteressen und weitere Bereiche bis hin zur Kultur Eingang finden sollen, denn Kultur kann die Wirtschaft in manchen Bereichen positiv beeinflussen.</p><p>Wir brauchen einen kontinuierlichen Zukunftsdialog, dessen Initiant und Moderator der Bundesrat sein muss. Nur auf diesem Wege kommen wir zu jenem so wichtigen Grundkonsens der öffentlichen Meinung, dessen Fehlen heute so oft beklagt und bedauert wird. In diesen Dialog sind die verschiedenen Gruppen einzubeziehen, die Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, den Unternehmen, den Wirtschaftsverbänden, den Gewerkschaften, den Medien, der Wissenschaft und anderen Gruppen.</p><p>5. Auf der Grundlage einer derart umfassenden Standortbestimmung und Zielsetzung lassen sich in der Folge auch die zur Verbesserung unserer Wirtschaftsstrukturen und der Standortattraktivität der Schweiz gebotenen Massnahmen über den Tagesbedarf hinaus, zukunftsorientiert und eingebettet in eine globale Sicht der Dinge erarbeiten und mit verbesserter Akzeptanz umsetzen.</p>
- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht mit seinen Vorstellungen über den Aufbau und die Gestaltung der schweizerischen Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert vorzulegen</p>
- Zukunftsdialog
Back to List